Landgericht Detmold, LZ, Zeitungsberichte / Detmold Ärztepfusch / Ärztepfusch und zwei tote Kinder - Das Programmierte Leid - Rechtsbeugung und Lügen statt Aufklärung und Gerechtigkeit in MV - und auch am LG in Detmold - ein Skandalurteil? Eine ausführliche Begründung für diesen Verdacht ist hier hinterlegt.

Im Jahr 2009 macht die Kammer des Landgerichts in Detmold, die Richter Niemeyer, Blüggel und Müller durch gezielte Fragen an den eigenen Gutachter sehr deutlich, dass sie die massiven vorwerfbaren Fehlverhalten ganz eindeutig erkannt hatten. Dennoch kommen sie nach Jahren der Verschleppung in ihrem Urteil, verkündet am 19.06.2013 zu einem geradezu gegenteiligen "Ergebnis". Nichts von all den auf diesen Seiten im Netz vorgestellten und auch vor Gericht mehrfach vorgetragenen und von jedermann überprüfbaren Tatsachen findet auch ansatzweise Berücksichtigung. Ist das nicht gezielter rücksichtsloser Täterschutz?

Einige Behandlungsfehler sind nicht nur Fehler, sondern kriminelle Taten gegenüber hilflosen Menschen. - Worum es geht in Kurzform:

Ein Schutzbefohlener der Psychiatrie der Universität Rostock wird an einem langen Wochenende nach zwei Monaten Zwangseinweisung unvorbereitet und hilflos aus der Klinik geschickt; kaum draußen wird er missbraucht und will sich danach aus Scham totlaufen. 

Mit der Diagnose Wachkoma und psych. Krampfanfall kommt er als Herr Unbekannt zurück in die Klinik, wird tagelang widerrechtlich fixiert und zwangsweise nach dem erlebten Missbrauch mit Medikamenten zugepumpt, bis man erreicht hat, dass am 6.10.05 in einem Gesundheitszeugnis steht:

X befindet sich im Zustand der Willenlosigkeit

Er hatte nämlich, widerrechtlich fixiert, wie in diesem Bild zu sehen, nach einem Anwalt verlangt, um die Klinik verlassen zu können; den bekam er nicht! Man macht ihn mit Medikamenten unter Zwang willenlos!

Nichts wird aufgearbeitet, stattdessen wird systematisch alles, der Missbrauch, das erste Stimmen Hören danach, die widerrechtliche Fixierung und die Suizidabsichten, auch erstmals danach aufgetreten, gemeinsam gezielt vertuscht.

Die nach dem Missbrauch erstmals aufgetretene und mehrfach dokumentierte Suizidabsicht des Patienten wird in keiner Weise behandelt, stattdessen schickt man den hilflosen Patienten, hilflos, für jedermann deutlich zu erkennen, völlig im Wahn gefangen in den Tod.

Am Tag nach seinem Tod wird er rückwirkend für gesund erklärt - von einem Assistenzarzt, der nicht für ihn zuständig war und den Patienten so gut wie nicht kannte, und auch erst am Tag nach seinem Tod will die behandelnde Ärztin die weitere Behandlung ihres Privatpatienten mit dessen Eltern besprechen.

Vier Wochen nach dem Missbrauch, am 1.11.05 war ich, der Vater, gemeinsam mit unserem Hausarzt in der Klinik in Rostock.

Es war unsere Absicht, Mario dort nach der Aussetzung in hilfloser Lage, dem erlebten Missbrauch mit Stimmen Hören und Suizidalität danach, rauszuholen und ihn wieder in der Klinik in Telgte unterzubringen, um ihn so nach dem Missbrauchserlebnis und den Suizidabsichten wieder in unserer Nähe in ein soziales Umfeld, Familie/ Freunde, einzubinden.

 

Das wurde aber vom Oberarzt Dr. Habermeyer schon im Ansatz verhindert.

Es ist klar, warum das verhindert wurde:

Hätte es eine Verlegung in die Klinik nach Telgte gegeben, hätte man dort hinterfragt, wie es zu der plötzlich aufgetretenen Suizidalität nach dem Missbrauchserlebnis als Folge der Aussetzung in hilfloser Lage kam.

Und damit wären die vertuschten massiven Fehler, die vertuschte Aussetzung in hilfloser Lage und der vertuschte Missbrauch von Anfang Oktober 05 in Rostock, aufgeflogen! 

Für die Richter Niemeyer, Blüggel und Müller und den von ihnen eingesetzten Gutachter Dr. med. Groß vom Landgericht in Detmold sind das alles nur

 "punktuelle Fehler oder Ungenauigkeiten" (Urteil, Seite 7)

"..die aber für den weiteren Verlauf und das Behandlungsergebnis des Mario Hagemeister nicht entscheidend waren."

Prof. Dr. med. Volker Faust: Der Suizid, die Selbsttötung, ist eine durchaus vermeidbare Katastrophe, vorausgesetzt, dass man den Lebensmüden rechtzeitig als solchen erkennt und ihn konsequent einer fachgerechten Behandlung zuführt.“

"Jedem Suizid geht ein missglücktes oder nicht stattgehabtes Gespräch voraus. Denn, so die alte Erkenntnis: Selbstmörder ist man lange, bevor man Selbstmord begeht. Oder noch eindrücklicher:

 

"Selbstmord, das ist die Abwesenheit der anderen.“

 

In diesem Fall ist die verantwortliche Ärztin sehr oft und lange auf Reisen; eine adäquate Vertretung ist nicht organisiert! Niemand kümmert sich!

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Der Spiegel nannte, was damals mit meiner Tochter in Detmold geschah, und so steht es heute noch im Internet:

"Fahrerflucht im Kreißsaal", daraus:

"Ein während der Geburt durch Sauerstoffmangel erworbener Schaden, so Professor Saling, gehöre "zu den schwersten Belastungen, die man sich in unserem Leben überhaupt denken kann". Und auch vor Kollegen war der Perinatologe, Anhänger einer technisch perfekten Geburtsüberwachung, mit dem heiklen Thema nicht zimperlich: Das "fachliche und menschliche Versagen einzelner Kollegen", so Saling zur Eröffnung des 11. Kongresses für Perinatale Medizin, habe "Fehler, die zu Recht angeprangert worden sind", verursacht.

Doch die meisten Ärzte leugnen und vertuschen, wenn ihnen vermeidbare Fehler vorgeworfen werden.

Bei den mittlerweile rund 300 Kunstfehler-Auseinandersetzungen, die dem Eltern-Arbeitskreis zugetragen wurden, gab es nur zwei, drei Fälle, in denen der Arzt von sich aus seine Verantwortung zugab. Erst nach und nach sind Mediziner auch bereit, gegen Kollegen zu gutachten."

Nur dieser letzte Satz ist zu bezweifeln. Noch immer wird im Interesse der guten Kollegen hier rücksichtslos gelogen, so, wie damals auch.  

Im Juni 2013, in der Woche, in der ich nach Herzoperation auf der Intensivstation einer Herzklinik lag, fällte das LG Detmold, dieses hier hinterlegte Urteil.

So gut wie nichts von all den auf diesen Seiten klar erkennbaren skandalösen und bewiesenen Vorkommnissen, oft genug und umfassend auch vor Gericht vorgetragen, fand Beachtung.

Ich hatte keine Kraft mehr. Außerdem hatte ich damit den letzten Glauben an die Justiz verloren.

Schon vor Jahren, hier schon lange veröffentlicht, schrieb eine Leserin:

"Hast du wirklich geglaubt, dass der Herr Staatsanwalt seinen Kumpel Chefarzt Nazisstische Persönlichkeitsstörung aus dem Golfclub Schwierigkeiten macht, nur weil ein Irrer vom Dach gesprungen ist?

Sorry, dass ich so hart bin, aber das hast du inzwischen wohl auch gemerkt, wenn man die sich mit den Zuständen in der Psychiatrie näher befasst, muss man sich ein dickes Fell zulegen, sonst dreht man selber (wieder) ab."

Ich wollte das damals nicht glauben. Heute bin ich mir sicher zu wissen, warum Justitia die Augen verbunden hat. Mein Glaube an die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland ist endgültig dahin.

 

Mein Sohn wurde in Rostock zweimal hilflos ausgesetzt, das ist in den Akten der Klinik so dokumentiert und wird durch Zeugen zusätzlich bestätigt, dabei wurde sein Tod "billigend in Kauf genommen."

Mit Hilfe von nachträglich erstellten und getürkten Dokumentationen, mangelhaften Arztberichten, Manipulationen in der Krankenakte und Gefälligkeitsgutachten aus der DGPPN - Vorstandsebene , aus dem Verein, in dem die hier verantwortliche Chefärztin im Vorstand ist, sollen massive und skandalöse Fehler, hier hinterlegt in einem Gutachten erkannt und benannt, in der Behandlung eines Patienten in der Psychiatrie der Universität Rostock und die skandalösen Umstände seines Todes gemeinschaftlich vertuscht werden.

Alle skandalösen Vorkommnisse habe ich in einem Buch dargestellt. Das Buch ist inzwischen fertig und soll mit der Entscheidung in Detmold, die Anfang 2013 zu erwarten ist, enden.

Im Jahr 2009 hat das LG Detmold die Sachlage in vollem Umfang erkannt und die richtigen Fragen dargestellt. Die Informationen all dieser Internetseiten liegen dort dem LG vor. Es bleibt abzuwarten, was daraus gemacht wird.

Hier hinterlegt ist der vorläufige Anfang des Buches mit dem Titel "Das Krähensyndrom" in dieser aktuellen Arbeitsphase; und hier sind 120 Seiten aus der Mitte, das ist aber noch nicht die entgültige Version.

1984/85 berichtete nicht nur das deutsche Fernsehen, der Spiegel und der Stern über die Vorkommnisse in der Gynäkologie im Kreiskrankenhaus in Detmold, Lippe. Damals verlor ich mein erstes Kind durch Ärztepfusch.

Auch die Presse vor Ort, das Westfalen- Blatt, die Lippische Rundschau, die Lippische Landeszeitung und die Wage berichteten damals.

Das LG Detmold, das Landgericht Detmold, befasste sich in diesen Jahren mit einer ganzen Serie von Vorfällen in der Gynäkologie im KKH Detmold.

Aus einem Zeitungsbericht von damals:"..liegen weitere 15 Adressen von Familien vor, deren Kinder geschädigt zur Welt kamen, wo die Mütter im Kreiskrankenhaus Detmold gestorben sind und Frauen nach gynäkologischen Operationen z.T. schwerstbehindert sind."

Gelegentlich werde ich gefragt, warum ich immer noch nicht zur Ruhe gekommen bin und diesen Kampf nicht beende. Dafür gibt es mehrere Gründe:

"Der Tod eines Kindes stürzt Eltern in tiefste Verzweiflung. Die Gefühle, die sie in voller Intensität erleben, sind schier unerträglich. Trauer und Angst, Schuldgefühle, aber auch Wut und Ohnmachtsgefühle angesichts der Endgültigkeit des Todes prägen den Alltag. Alle Hoffnungen und Träume für die Zukunft werden jäh zerstört. Der Sinn des Lebens scheint plötzlich verloren gegangen.

Der Verlust eines Kindes wird als so einschneidend erlebt, dass Eltern meinen, es wäre ein Stück von ihnen gestorben. Es ist ein Schmerz, der niemals aufhört.

Jeder Mensch trauert anders. Dennoch gibt es Ähnlichkeiten: Die Eltern erstarren direkt nach dem Tod des Kindes wie in einem Schock. Es wirkt ein Schutzmechanismus, der die zerstörerische Wirklichkeit von der Seele fern hält.

Erst nach längerer Zeit können Eltern beginnen, sich mit dem Verlust auseinander zu setzen. Meist dauert dies so lange, dass Menschen in ihrer Umgebung erwarten, dass der Tod langsam verarbeitet sein müsste. 

Das Gegenteil ist der Fall. Den Tod eines Kindes zu verkraften, dauert für manche Eltern ein Leben lang."

Schon Marios Schwester starb im Alter von acht Jahren auf qualvolle Weise, weil Ärzte während ihrer Geburt in Detmold massive Fehler gemacht hatten. Hier hinterlegt ist ein Fernsehbericht der Aktuellen Stunde. Der Fernseher, rechts, Zusammenschnitte zweier weiterer Fernsehsendungen von damals:


„Fünf Fälle in nur zwei Jahren" - genau so, wie bei Mario in Rostock, im Jahr 2006:

Unter der Überschrift „Das Programmierte Leid“ berichtete u.a. DER STERN, erste Seite, zweite Seite und dritte Seite über die katastrophalen ärztlichen Fehler während der Geburt meiner Tochter.

Das folgende Bild erschien damals auf einer Doppelseite im STERN.

 

Die "Aufklärung" der Patienten hatte schon damals eine zentrale Bedeutung am Landgericht Detmold:

"Helft doch endlich dieser Familie" Ein Bericht von H.Hoffmeister und C. Chowanetz:

  

Quelle: Westfalen-Blatt

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"Und lassen Sie es nicht auf einen Prozess gegen mich ankommen, den halten sie allein schon aus finanziellen Gründen nicht durch.“

Das waren damals die Worte des verantwortlichen Chefarztes, Professor August-Wilhelm Schmidt, in Detmold.

  

Auch Monitor und Der SPIEGEL berichteten. "DER SPIEGEL 1/1985 - Geburtshilfe: Fahrerflucht im Kreißsaal"

Dieses sind Texte als Vorlage einer weiteren Fernsehsendung von damals, Teil 1, hier ist der zweite Teil. Der Vorspann dieser sehr umfassenden Dokumentation, auch der anderen Fälle, der Serie von Detmold, daneben Die Wage, April 1984:

"Am Kreiskrankenhaus Detmold, tief in der nordrhein - westfälischen Provinz, sind Ende der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre auffallend viele behinderte Kinder geboren worden.

Daß die Ursache häufig in ärztlichen Behandlungsfehlern lag, ist mittlerweile ebenso aktenkundig wie die Tatsache, daß Mediziner, Justiz und Verwaltung oft eine Front zur Vertuschung der Fehler gebildet und damit unsägliches Leid von Betroffenen vervielfacht haben." (aus der hier folgenden Textvorlage der Fernsehsendung)

Daran hat sich bis heute nichts geändert! OKD Hilmar Lotz und der Filz:

Ein Journalist aus Düsseldorf und Kenner der Detmolder Szene berichtet:

Die hier hinterlegten Fernsehsendungen dokumentieren in Wort und Bild.

Am Kreiskrankenhaus Detmold, tief in der nordrhein-westfälischen Provinz, sind Ende der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre auffallend viele behinderte Kinder geboren worden.

Daß die Ursache häufig in ärztlichen Behandlungsfehlern lag, ist mittlerweile ebenso aktenkundig wie die Tatsache, daß Mediziner, Justiz und Verwaltung oft eine Front zur Vertuschung der Fehler gebildet und damit unsägliches Leid von Betroffenen vervielfacht haben.

Der Spiegel schilderte die Misere in Detmold anhand eines Falles, der sieben Jahre währt: am Prozeß-Schicksal um die kleine Mona-Marleen.

Als die hochschwangere Leonie Hagemeister das Kreiskrankenhaus im ostwestfälischen Detmold um acht Uhr früh betrat, befanden sich Mutter und Kind in ausgezeichnetem Zustand und, als Privatpatient von Professor August-Wilhelm Schmidt, Chefarzt der gynäkologischen geburtshilflichen Abteilung, in besten Händen.

Der Professor war zwar an diesem Tag verhindert, aber das musste die Mutter ja nicht unbedingt wissen. Die Geburt wurde um 9 Uhr im Behandlungszimmer 2 durch das Wehenmittel Oxytocin eingeleitet.

Kurz darauf traten die ersten Wehen auf. Trotz des Medikaments kam die Geburt in den nächsten fünf Stunden nicht in Gang. Um die sich steigernden Schmerzen zu lindern, spritzte eine Hebamme um 12.20 Uhr 100 Milligramm Dolantin Special, laut Beipackzettel die Maximaldosis.

Um 14 Uhr legte die Assistenzärztin, Frau Synatschke bei der werdenden Mutter eine sogenannte Paracervikalblockade an, kurz PCB genannt.

Dabei wird in das Gewebe um den Gebärmutterhals an zwei Stellen ein Betäubungsmittel injiziert. Unmittelbar nach der Injektion verließ die Ärztin für die nächsten 15 Minuten das Behandlungszimmer.

Frau Synatschke war nur wenige Minuten draußen, überkamen die Schwangere wechselnde Schweißausbrüche und Frostgefühle.

Ihr Blutdruck sank von normalen 140/70 auf bedrohliche 95/90, die Herzfrequenz des Kindes fiel auf 60 Schläge und weniger pro Minute; normal wären 120 bis 140 gewesen.

Eine Hebamme, die jemanden hätte alarmieren können, war nicht anwesend. Gegen 14.15 Uhr betrat die Assistenzärztin wieder das Behandlungszimmer, las den Zustand von Mutter und Kind an den Aufzeichnungsgeräten ab und begab sich eiligen Schrittes zum Telefon, um Claus Pingsten, den Oberarzt vom Dienst, herbeizutelefonieren.

Der hatte zwar ab 14 Uhr Dienst; war aber noch zu Hause. Pingsten erschien gegen 14.45 Uhr, sah auf die Geräte und auf die mittlerweile völlig erschöpft wirkende Schwangere und schwieg.

Als sich die Herztöne in den folgenden Minuten nicht besserten, ordnete er die Vorbereitung zum Kaiserschnitt an.

Bevor Leonie Hagemeister in den Kreißsaal 4 transportiert wurde, spritzte Oberarzt Pingsten laut Anästhesieprotokoll um 14.53 Uhr neben dem Wehenmittel Oxytocin das Medikament Syntomitrin, ein Mittel, das erst nach der Geburt gespritzt werden darf, es sei denn, man wolle das Kind im Mutterleib ersticken.

Im Kreißsaal hielt Dr. Pingsten der Gebärenden, die kaum noch bei Sinnen war, erst mal eine Einverständniserklärung für den bevorstehenden Kaiserschnitt zur Unterschrift hin.

Selbst wenn Leonie Hagemeister bei vollem Bewusstsein gewesen wäre, hätte sie als gebürtige Engländerin Mühe mit dem deutschen Text gehabt.

Der anwesende Ehemann Günter Hagemeister überredete sie schließlich, doch schnell zu unterschreiben. Jetzt wurde die Gebärende von Parterre in den ersten Stock transportiert, wo der Operationssaal lag.

Rund 50 Minuten befand sich das Kind im Mutterleib seither in akuter Sauerstoff- Mangelsituation.

Geburtshilfe – Handbücher raten bei Auftreten solcher Situationen, bereits nach drei Minuten unverzüglich mit der Einleitung einer Schnittentbindung zu beginnen, weil Sauerstoffmangel bereits nach drei Minuten irreversible Schäden verursachen kann.

Am 3. März 1978 um 15.10 Uhr, 70 Minuten nach Beginn des Narkose- Schocks, wurde Leonie Hagemeister von ihrer Tochter Mona- Marleen entbunden.

Oberarzt Pingsten beatmete das „etwas schlaffe“ Mädchen wegen „nicht ausreichender Spontanatmung mit einer Sauerstoffmaske, unterließ allerdings die sogenannte Blindpufferung, durch die eine mit Sicherheit vorhandene Übersäuerung des Blutes hätte ausgeglichen werden müssen.

„Der Sicherheit halber, reine Routine“, ordnete Pingsten zur weiteren Beobachtung die Einweisung Mona- Marleens in die benachbarte Kinderklinik an.

Damit war jener Vorgang abgeschlossen, für den Professor Schmidt wenig später 2.150 Mark für private Geburtshilfe liquidierte.

Zwei Tage nach der Geburt stellten sich bei dem Säugling unsaubere Atemgeräusche und periodisch auftretende Krampfzustände ein.

Da die Gynäkologen vom Kreiskrankenhaus den Kollegen in der Kinderklinik keine Wehen- und Herztonkurven mitgegeben hatten, die den Kinderärzten Rückschlüsse auf die Lage des Kindes erlaubt hätten, tippten sie auf Hirnhautentzündung.

Eine  ziemlich schmerzhafte – Lumbalpunktion, bei der aus dem Rückenmarkskanal Wasser entnommen wird, bestätigt diesen Verdacht jedoch nicht.

Um sicher zu gehen, befragten die Eltern noch einmal Professor Schmidt: Ob vielleicht bei der Geburt etwas schief gelaufen sei?

I wo „das sind Anpassungsschwierigkeiten“, beruhigte der Gynäkologe „gucken Sie sich das Kind an, es ist ein schönes Kind“.

Einen Monat nach der Geburt übergab die Kinderklinik die kleine Mona- Marleen ihren Eltern als „gesund“, sie „ist nur noch ein bischen wund am Hintern“. „Ein bisschen Gymnastik könnte nicht schaden, meinte Tage darauf ein Kinderarzt.

Er fand es „ein bisschen bedenklich“, dass sie die Hände nicht schließen konnte und immer zuckte, wenn eine Tür ins Schloss fiel.

Vier Monate nach der Geburt wussten Hagemeisters, dass die Zuckungen in Wahrheit Krampfanfälle waren, und dass die fehlende Reaktion der Hände eine Lähmung andeutete.

„Das Kind hat eine starke Spastik“, diagnostizierte Prof. Schlack vom Früherkennungszentrum Köln-Bonn, und das Elektroenzephalogramm zeige „bedenkliche Ausfälle“, was auf ein Krampfleiden hindeutete. Hagemeisters vergewisserten sich beim Kinderkrankenhaus in Bethel.

Dort kam Prof. Horst von Bernuth zu einem noch niederschmetternderen Befund: Das Kind leide an einer „perinatalen“ Hirnschädigung und an einem „cerebralen Anfallsleiden“.

Von Bernuth übersetzte das den Eltern gleich ins Leben: Mona- Marleen werde nie selbständig sitzen noch laufen noch sprechen können: ihr Verstand werde auf der Stufe einer Zweijährigen stehen bleiben. Dies sei ein „perinataler“ Schaden, hatte von Bernuth gesagt.

Und auf die Frage Hagemeisters nach der Bedeutung des Wortes übersetzte der Professor: Die Schädigung sei „unter der Geburt geschehen“.

Das Ehepaar Hagemeister, bis dahin medizinisch „gänzlich unaufgeklärt“, stutzte:

„Es war das erste Mal, dass uns dämmerte, bei der Geburt könnten die Ärzte Fehler gemacht haben.“

Um ein möglichst neutrales Urteil zu hören, machten sich Hagemeisters nach England, ins Heimatland der Ehefrau, zum Londoner Bobath- Centre auf. Dr. Bobath, Chef der weltweit renommierten Therapie- Schule für die Behandlung von spastisch Gelähmten, schloß seine Behandlung mit der Bemerkung ab:

"Wenn Sie wieder ein Kind bekommen, und das können Sie bedenkenlos, dann gehen Sie zur Entbindung in eine Klinik, wo man bei der Geburt aufpasst“.

Bestärkt wurden die Hagemeisters in ihrem Verdacht herumsprach und zu Rückmeldungen führte, die aufhorchen ließen.

Im August 1976 beispielsweise, nicht ganz zwei Jahre vor Mona – Marleens Geburt, so erfuhr das Ehepaar, war im Kreiskrankenhaus Detmold Nadine Versen mit Hirnschäden zur Welt gekommen, ohne das sich dies auf natürliche Ursachen zurückführen ließ.

Im gleichen Monat hatte Edeltraut Kopp im selben Kreiskrankenhaus ihr geistig schwer behindertes Kind, Claudia, geboren. Hier hatten die Ärzte nach dem Herztonabfall 1 ½ Stunden gewartet, bis das Kind von selbst kam.

Im September 1976 wurde Frau Heidenreich von einem Mädchen entbunden, das wenige Minuten nach der Geburt verstarb. Tags zuvor hatten die Ärzte eine Fruchtwasserspiegelung mit der Feststellung abgeschlossen, es sei alles in Ordnung.

Während der Spiegelung erlitt die Schwangere starke Schmerzen, die den Verdacht nahe legten, dass dabei auch das Kind verletzt worden war.

Über eine Untersuchung der Kindesleiche erhielten die Eltern weder Schriftlich noch mündlich je eine Aufklärung.

Im Mai 1977 kam der schwer hirngeschädigte Björn Horstkötter im Kreiskrankenhaus zur Welt; nach Auskunft der Ärzte vor der Geburt, hätte er ein kerngesundes Kind sein müssen.

Ähnlich erging es einer Lehrerin aus Blomberg, die im gleichen Jahr ein spastisch gelähmtes Kind zur Welt brachte.

Frau Weiler, die Frau eines Lehrers aus Schieder - Schwalenberg, starb im Kreiskrankenhaus bei der Geburt ihres Kindes, und keiner sagte dem Vater so richtig, warum.

Im Oktober 1977 gebar Heidrum Klusmeier im KKH ihre Tochter Annette, blau angelaufen, mit Lähmungen in einem Arm, mit einer Schulterblattbruch und einem Halswirbelrippenbruch.

Während der Presswehen hatte vier Ärzte und Krankenschwestern das Kind aus dem Leib der Mutter herauszudrücken versucht, indem sie mit Fäusten und ihrem gesamten Körpergewicht auf dem Leib der Mutter herumdrückten.

Aus dem Jahr 1978, dem  Geburtsjahr Mona- Marleen Hagemeisters, erfuhren die Eltern gleich von drei Fällen:

Im September hat Angelika Glänzer ihre Tochter Jennifer im KKH schwer hirngeschädigt geboren.

Mit spastischen Lähmungen kam das Kind Flake- Sander zur Welt.

Im selben Jahr wurde Regina Gräve von zwei Ärzten der KKH- Gynäkologie durch eine Operation schwer geschädigt (das Fernsehen berichtete).

Alle Betroffenen mutmaßten, die medizinische Betreuung sei nicht einwandfrei abgewickelt worden. Aber keiner traute sich damals, rechtliche Schritte einzuleiten.

Hagemeisters entschlossen sich, die Ursachen für die Behinderung ihres Kindes aufzudecken. Zu diesem Zweck rief Günther Hagemeister Chefarzt Schmidt an und bat ihn um eine Stellungnahme zu den Vorgängen bei der Geburt von Mona- Marleen.

Bevor Schmidt sich zur Sache äußerte, ließ er sich von Hagemeister versichern, dass niemand das Telefon mithören würde.

Dann gab Schmidt dem Lehrer aus Horn- Bad Meinberg „einen guten Rat“: „Es wird für Sie und ihre Familie das Beste sein, wenn Sie sich mit dem Schicksal Ihres Kindes abfinden, glauben Sie mir.“

Das Verhalten seines Oberarztes Pingsten während der Geburt sei „absolut korrekt“ gewesen, da gäbe es „nichts daran zu deuteln.“

„Im Übrigen warne ich Sie davor“, sagte Schmidt, „gegen mich gerichtliche Schritte zu unternehmen.

Einen Prozeß können Sie allein schon aus finanziellen Gründen nicht durchhalten.“

Ein Bekannter von ihm habe auch mal wegen einer Kriegsversehrtenrente prozessiert. Aber der Prozess habe ihn so belastet, dass er darüber gestorben sei.

Auf Hagemeisters Bitte um die Krankenunterlagen verwies Schmidt auf den Kreis Lippe, der dafür zuständig sei. Er empfehle Hagemeister überdies, sich an die neutrale Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen bei der Ärztekammer Westfalen- Lippe zu wenden.

Er, Schmidt, würde deren Urteil akzeptieren. Auch Schmidts Haftpflichtversicherung, die Allianz, signalisierte mündlich die Bereitschaft, das Urteil der Kommission anzuerkennen.

Die Kommission, von Hagemeister im September 1978 um ein Gutachten gebeten, sagte eine Prüfung des Falles zu.

Der Kreis Lippe, von Hagemeister auf die Herausgabe der Krankenhaus- Unterlagen angesprochen, sperrte sich- mit wechselnden Begründungen:

Mal würde die Sache wohlwollend geprüft; mal befanden sich die Krankenunterlagen nicht mehr im Archiv des Krankenhauses; mal verwies Oberkreisdirektor Hilmar Lotz darauf, dass es juristisch umstritten sei, ob Krankenhäuser überhaupt ihre Unterlagen herausgeben dürften.

Erst als Hagemeister dem Oberkreisdirektor den Beschluß eines Oberlandesgerichtes präsentierte, das ein Krankenhaus zur Herausgabe der Unterlagen verpflichtet hatte, lenkte Lotz ein- unter der Bedingung, daß die Unterlagen nicht an die Presse weitergegeben werden dürften.

Einen entsprechenden Schrieb hatte er zur Unterschrift vorbereitet.

Hagemeister lehnte eine Unterschrift ab, erhielt die Unterlagen aber schließlich dennoch - Ende 1979, neun Monate nachdem er sie beantragt hatte.

Da die Ärztekammer Westfalen- Lippe, obgleich nun seit über einem Jahr mit dem Fall befasst, immer noch mit einer Stellungnahme auf sich warten ließ, beschloß Hagemeister, sich auf eigene Faust medizinische Gutachten zu besorgen.

Hagemeister versuchte zunächst, bei zwei niedergelassenen Ärzten im Kreis Lippe anhand der Krankenblätter Aufschlüsse über mögliche Fehler bei der Geburt zu erlangen.

Doch die Ärzte weigerten sich, ein Urteil abzugeben. Für so was seien sie nicht zuständig.

Der Detmolder Frauenarzt Hanns Keller, in einem ähnlichen Fall um Rat gefragt, nannte hier hinter vorgehaltener Hand den wahren Grund für solch eine Weigerung:  „Wir sind vom Krankenhaus abhängig.“

Hagemeister bat daraufhin den Kreis Lippe, ihm bei der Suche nach einem Mediziner behilflich zu sein. Es gebe für die Verwaltung keine Möglichkeit, antwortete der Kreis, Ärzte in Lippe zur Deutung von Krankenunterlagen zu bewegen.

Und auch der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister, von Hagemeister um Hilfe gebeten, ließ mitteilen, er könne keinen Gynäkologen als Gutachter benennen.

Das erste medizinische Urteil über Mona- Marleens Herztonkurve erhielt Hagemeister von einem befreundeten Tierarzt: "Da muß bei der Geburt etwas schrecklich schiefgelaufen sein.“

Und der Oberarzt einer Klinik aus der DDR schrieb dem Lehrer nach Lektüre der Papiere zurück: „Es wäre ein Wunder, wenn bei dieser Art der Geburtshilfe ein nicht hirngeschädigtes Kind zur Welt gekommen wäre.“

Daß dieses Urteil stimmt, bestätigte kurz darauf die Gutachterkommission der Ärztekammer Westfalen- Lippe, die den Fall Hagemeister im Juni 1980 abschloß:

„nach allem ist festzustellen, daß Dr. Pingsten nicht sämtliche diagnostischen Möglichkeiten ausgeschöpft und im Sinne der modernen Geburtshilfe mit allen Möglichkeiten der Überwachung zu langsam gehandelt hat, denn unter optimalen Bedingungen hätten in dieser Situation 20 bis 30 Minuten eingespart werden können.“

Gesamturteil:

Aus geburtshilflicher Sicht sei Dr. Pingsten von ärztlichem Fehlverhalten nicht freizusprechen.

Darüber hinaus sah es die Kammer als erwiesen an, dass Leonie Hagemeister nicht ausreichend aufgeklärt worden sei.

Normalerweise hätten die Hagemeisters jetzt aufatmen können. Nur in etwa 20 Prozent der Fälle hat die Gutachterkommission – jeweils zwei Fachärzte und ein zum Richteramt befähigter Jurist- bislang zugunsten der Patienten entschieden.

Im Falle Hagemeister hatte der renommierte Gynäkologe Fritz Beller, Chefarzt an der Uniklinik Münster, als Gutachter mitgewirkt.

„Ziehen Sie sich mal warm an“, hatte Beller dem Detmolder Chefarzt nach Lektüre der Akten in einem privaten Telefonat gesagt, „da kommen Sie so leicht nicht raus.“

„In aller Regel“ sind laut Bundesärztekammer „bei einer für den Patienten positiven Begutachtung die Haftpflichtversicherungen der Ärzte zu einer außergerichtlichen Schadensabwicklung bereit.“

Nicht so im Fall Hagemeister, der erst jetzt, zwei Jahre nach Mona Marleens Geburt richtig begann.

Prof. Schmidt erkannte, entgegen seiner anfangs geäußerten Absicht, das Gutachten der Ärztekammer nicht an.

Das Urteil schien ihm auf einmal nicht einwandfrei, die betreffenden Gutachter hätten keine Erfahrung gehabt, ein „neutraler Obergutachter“ müsse her. Der Kreis Lippe stimmte Schmidt zu.

Man könne doch, begründete Oberkreisdirektor Lotz dem verblüfften Lehrer Hagemeister das Veto, Chefarzt Schmidt, nicht verübeln, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Verdacht ärztlichen Fehlverhaltens auszuräumen.

Der Versicherung konnte die Aussicht, eventuell doch nicht zahlen zu müssen, nur recht sein. Sie bat, auf Empfehlung von Schmidt, Professor Ludwig Beck von der Universitätsfrauenklinik Düsseldorf um ein neues Gutachten.

Doch Beck, mit Chefarzt Schmidt aus gemeinsamer Tätigkeit an der Mainzer Universitätsfrauenklinik bekannt, empfahl, „im Falle eines Gerichtsverfahrens“ den Wuppertaler Gynäkologen Professor Helmut Meinrencken, den lautstärksten Befürworter der Paracervikalblockade.

Die Hagemeister verstanden: Arzte, Kreis und Versicherung wollten es auf einen Prozeß ankommen lassen.

Ein halbes Jahr nach dem Urteil der Gutachterkommission klagte das Ehepaar im Namen ihres Kindes Ende 1980 beim Landgericht Detmold gegen die beteiligten Mediziner und den Kreis auf Schmerzensgeld und lebenslange Rente für ihr Kind.

Im Jahr 1981 stellte sie überdies gegen die vier direkt oder indirekt beteiligten Ärzte, unter anderem gegen Schmidt, Strafantrag wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Bereits bei der Vorbereitung der Gerichtsverhandlungen begann ein Tauziehen um die Zulassung der medizinischen Sachverständigen.

Günter Hagemeister hatte im Bundesgesundheitsministerium um einen Tip gebeten, den er auch erhielt:

Der Berliner Gynäkologe und Geburtshelfer Professor Erich Saling ist wegen seiner kritischen Einstellung gegenüber Berufskollegen bekannt.

Zu viele unter ihnen erledigen nach Salings Meinung die Geburtshilfe mit der „linken Hand“.

Aber der Detmolder Chefarzt Schmidt lehnte Saling ab. Dieser Mann sei „ein nicht unumstrittener Experimentalgynäkologe“.

Die Detmolder Richter unter Vorsitz von Richter Pölkner akzeptierten den Einwand.

Auch mit ihren zweiten Gutachtervorschlag, Professor Fritz Beller kamen die Hagemeisters nicht durch: Professor Beller hatte Schmdts Ärzten bereits in seinem Gutachten für die Ärztekammer Westfalen- Lippe Fehler angelastet. Schmidt und das Gericht lehnten wiederum ab.

Schmidt schlug stattdessen den Düsseldorfer Gynäkologen Beck vor, was Hagemeister mit dem Hinweis verhindern konnte, es handele sich bei Schmidt und Beck um zwei alte Bekannte.

Das Gericht akzeptierte schließlich einen anderen Schmidt- Vorschlag:

Für die Hauptverhandlung sollten der Aachener Gynäkologe Professor Hugo Jung und der Wuppertaler Gynäkologe Helmut Meinrencken gutachten.

Neben dem gemeinsamen Beruf verbindet die Professoren Schmidt und Meinrencken auch eine gemeinsame Weltanschauung. Beide sind Mitglied des Rotary-Clubs. Auch der Kollege Beck, der Meinrencken empfahl, ist Rotarier.

Der Bielefelder Medizinprofessor von Bernuth, selber Rotarier, hatte Hagemeister in diesem Zusammenhang erklärt, was Rotatier sind:

„Herren, die sich treffen, um gemeinsame Prozesse lösen zu können.“

Schmidts Strategie ging auf- die voraussichtlich arztkritischen Gutachter waren aus dem Weg geräumt, die den Ärzten vermutlich freundlich gesinnten installiert.

Der Prozeß konnte, von Schmidt wegen, beginnen.

Jung, der sich damals noch selbst gern als den Vater der programmierten Geburt bezeichnete, nahm im entscheidenden Punkt vorm Landgericht Detmold für die Ärzte Partei.

Man habe im Fall Hagemeister nicht sicher entscheiden können, ob beim Abfall der kindlichen Herzfrequenz sofort ein Kaiserschnitt notwendig gewesen wäre.

Jung hatte offenbar angesichts seines Gutachtens solche Gewissensbisse, dass er dem Ehepaar Hagemeister zwei Monate nach dem Gerichtsurteil brieflich seine private Meinung über die Sache mitteilte:

„Abschließend ist es auch meine Meinung, dass im Falle einer Bradykardie- dem Abfall der kindlichen Herzfrequenz unter 120 Schläge pro Minute- bei einer PCB sofort ein Kaiserschnitt durchgeführt werden muß.“

Meinrencken, zur Zeit des Prozesses Leiter der Wuppertaler Landesfrauenklinik und einer der renommiertesten Verfechter der Paracervikalblockade, ließ vor Gericht auf seine Methode und jene, die sie praktizierten, nichts kommen:

„Ein Behandlungsfehler“ sei „nach den Krankenunterlagen und den Ergebnissen der mündlichen Verhandlung nicht erkennbar.“

Frau Synatschke, unter deren Aufsicht das Unglück im Kreißsaal begann, avancierte vor Gericht zu einer „qualifizierten“ Kollegin (Meinrencken).

Dort erwies sie sich so hilflos, dass ihr Ehemann, ebenfalls Gynäkologe und Mitglied im Detmolder Kreiskrankenhaus- Ausschluß, ihr im Gerichtssaal fast jedes Wort vorflüstern musste.

Und obgleich sie vor Gericht selber eingestand, dass sie in entscheidenden Momenten nicht im Kreißsaal anwesend war, bestätigte ihr das Gericht schließlich, dass sie alles in ihrer Macht stehende getan habe.

(Einschub: Die Formulierung dieses folgenden Verdachts stammte von Prof. Fritz Beller, Münster.)

Als Günter Hagemeister den Richtern seinen Verdacht mitteilte, Oberarzt Pingsten habe nach seinem verspäteten Eintreffen im Kreißsaal die Lage sofort erkannt und das Kind angesichts des katastrophalen Sauerstoffmangels mit einer Syntomitrin- Injektion im Mutterleib töten wollen, um ihm ein späteres Dahinvegitieren zu ersparen, wiegelte Richter Pölkner ab:

„Über Euthanasie haben die Gerichte in früheren Jahrzehnten genug nachgedacht.“

Aufgrund der beiden Gutachten von Jung und Meinrencken urteilte das Landgericht im Mai 1982, ärztliche Kunstfehler seien bei der Geburt Mona Marleens „nicht bewiesen“. Den behandelnden Ärzten sei lediglich anzulasten, sie hätten ihre Aufklärungspflicht gegenüber der werdenden Mutter vernachlässigt.

Auf den ersten Blick sah das Urteil salomonisch aus.

Es tastete das medizinische Können der Detmolder Ärzte nicht an, verurteilte sie jedoch wegen mangelnder Aufklärung der Mutter zur Zahlung von Schmerzensgeld und Pflegekosten.

Doch selbst das für die Ärzte überaus vorteilhafte Urteil mochten die Mediziner wie der Kreis Lippe nicht hinnehmen. Nicht einmal den Vorwurf mangelnder Aufklärung wollten sie auf sich sitzen lassen.

Obgleich der FDP- Bundestagsabgeordnete Rolf Merker den Oberkreisdirektor im Juli 1982 darauf hinwies, dass das Urteil der ersten Instanz sich auf eine BGH- Entscheidung stutze und die Rechtslage eindeutig sei, ließ Lotz (Spitzname: „Casino- Offizier“) Revision beim Oberlandesgericht einlegen.

„Muß sein, aus versicherungsrechtlichen Gründen“, rechtfertigte Rechtsrat Kemper von der Detmolder Kreisverwaltung die neue Gerichts- Runde.

Inzwischen waren bei den Hagemeisters trotz Prozesskostenhilfe fast 100.000 Mark Schulden aufgelaufen, die monatlichen Pflegekosten nicht mitgerechnet.

Rund 3000 Arbeitsstunden hatten Hagemeisters bereits in die Aufklärung des Falles investiert. Mona- Marleens Großvater, ein pensionierter Lehrer, half dabei wie ein Vollzeit – Angestellter.

Das Kind selbst konnte nur unter ständiger Aufsicht leben:

Tagsüber musste die inzwischen Vierjährige gewaschen, gewickelt, gefüttert und bei jeder Bewegung gehalten werden. Nachts wurden ihre röchelnden Atemgeräusche über eine Lautsprecheranlage ständig ins Elternschlafzimmer übertragen.

Den Kreis Lippe und die Detmolder Mediziner beeindruckte so was nicht sonderlich.

Oberkreisdirektor Hilmar Lotz empfing die Hagemeisters („Helfen Sie uns, wir können nicht mehr“) auf deren Bitte in seinem Amtszimmer und fand schöne, verständnisvolle Worte („Wir tun ja alles, was in unserer Macht steht“).

Dann schenkte er den beiden den Bildband „Deutsche Landschaften“ in englisch und deutsch mit persönlicher Widmung.

Leonie Hagemeister, die Mutter der behinderten Mona- Marleen, war inzwischen am Leid ihres Kindes zerbrochen.

Oberkreisdirektor Lotz hatte ihr mit der Übergabe der Krankenunterlagen ohne jegliche Kompetenz, aber schwarz auf weiß bescheinigt, dass ihr Mutterkuchen „krankhaft verändert“ gewesen sei.

Als das Gerichturteil nun auch noch einen Freibrief ausstellte, schloß sie daraus, sie selbst müsse also Schuld am Schicksal ihres Kindes sein.

Die früher lebensbejahende Leonie Hagemeister, überdies eine der besten englischen Akkordeonspielerinnen, musste sich in psychiatrische Behandlung begeben.

Nach mehrmaligen Klinikaufenthalten in der Bundesrepublik kehrte sie zu ihren Eltern nach England zurück. Ihre Ehe wurde geschieden; ihr seelisches Befinden machte ein Zusammenleben unmöglich.

Um den Lehrer Hagemeister für die zweite Prozeß- Runde noch ein bisschen mürber zu machen, hatte Dr. Pingsten einen Einfall, während er Hagemeister in Detmold vor einem Kiosk traf.

Als das Gespräch zufällig auf Marianne Bachmeier kam, die damals gerade den Mörder ihres Kindes niedergeschossen hatte, kommentierte Hagemeister:

„Das kann ich gut verstehen, dass sich so eine Frau eine 45er nimmt und losschießt.“

Pingsten kolportierte den Spruch auf seine Weise im Krankenhaus; das Krankenhaus alarmierte den Kreis, der Kreis die Staatsanwaltschaft.

Wenige Tage darauf erschienen Kripo-Beamte mit einem richterlichen Durchsuchungsbefehl vor Hagemeisters Tür: Sie hätten den Auftrag, nach dem Revolver zu suchen.

Kuriose Gedankenkette der Staatsanwaltschaft; weil Hagemeister keinen Waffenschein besitze, sei davon auszugehen, dass er sich illegal eine Waffe besorgt und gebraucht habe. In Wahrheit hatte Hagemeister nie eine Waffe besessen.

Unterdessen sah es in den Verhandlungen der zweiten Instanz vor dem Oberlandesgericht Hamm, für Hagemeisters zunächst günstig aus.

Der Gutachter Professor Schneider beschränkte die maximale Wartezweit vor dem Kaiserschnitt bei einer Sauerstoffmangelsituation des Kindes im Mutterleib auf maximal elf Minuten, sein Kollege Kaulhausen auf 15 Minuten.

Nur für den Wuppertaler Meinrencken war es eine Temperaments- oder Überzeugungsfrage, „ob man hier nach 15, 20 oder 30/35 Minuten eingegriffen hätte.

In der Detmolder Öffentlichkeit war das Verfahren inzwischen so populär, dass die konservative „Lippische Landeszeitung“, derer sich Kreis- Größen wie Lotz gern als Sprachrohr bedienten, immer vehementer auf Arztkurs ging.

„Es ist unsere Absicht“, textete das Blatt Weihnachten 1983, „das Ansehen des Kreiskrankenhauses nicht länger nur den zügellosen Kritikern zu überlassen, denen es mehr um die Befriedigung ihrer Sensationslust als um menschliche Schicksale und Gerechtigkeit geht.“

Und siehe da: Das OLG Hamm bestätigte das Urteil des Detmolder Landgerichts im Jahre 1984. Und weil`s bisher so gut gelaufen war, legten Ärzte und Kreis auch noch Revision beim Bundesgerichtshof ein – vielleicht war es auch der zweite Vorwurf gegen die Ärzte, mangelnde Aufklärung, noch zu Fall zu bringen.

Erst als der Bundesgerichtshof die Urteile der Vorinstanzen im vergangenen Jahr bestätigte, zahlte der Kreis die bis dahin entstandenen Pflegekosten und ein Schmerzensgeld von läppischen 100.000 Mark.

„Wenn Sie damit nicht zufrieden sind“, meinte Rechtsrat Kemper lakonisch, „prozessieren wir halt weiter.“

Zur selben Zeit billigte in einem vergleichbaren Fall ein britisches Gericht einem geschädigten Kind 1,9 Millionen Mark zu.

Bestens davongekommen waren die Detmolder Ärzte vor allem in Sachen medizinisches Können.

Was nach einschlägiger medizinischer Fachliteratur verheerende Folgen haben muß, ist nach dem Fazit aller drei Gerichtsinstanzen kein ärztlicher Behandlungsfehler:

Dass die Ärzte trotz Abfalls der Herzfrequenz des Kindes im Mutterleib und einem pH-Wert unter 7,1 dennoch über eine Stunde mit einem Keiserschnitt gewartet haben.

1)Der Gynäkologie- Professor Lutz Heller beispielsweise beschreibt in seinem Lehrbuch „Notfälle der Gynäkologie und Geburtshilfe“ die Microblutgasanalyse so:

„pH- Werte unter 7,1 müssen stets als Indikation zur sofortigen Geburtsbeendigung gelten.“

Ein solcher pH- Wert zeige stets eine „schwere akute Gefährdung des Kindes“ an.

Als noch von keinem Prozeß die Rede war, hatte auch der nun freigesprochene Gynäkologe Pingsten die Wahrheit noch unverblümt auf der Zunge.

In einer Broschüre der Detmolder Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen („Das behinderte Kind- Informationen für Eltern und Bürger“) hatte der Frauenarzt die Frage 8 („Was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen für Behinderungen?“) so beantwortet:

Zu den „schädigenden Einwirkungen unter der Geburt“ gehöre „ besonders Sauerstoffmangel des Kindes.“

Der günstige Ausgang des Zivilverfahrens bescherte den beteiligten Ärzten beinahe noch einen weiteren Freispruch:

Im März 1984 teilte die Staatsanwaltschaft Detmold mit, sie habe die Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen die vier Mediziner Schmidt, Soika, Pingsten und Synatschke eingestellt: in dem Zivilverfahren sei den Medizinern kein Behandlungsfehler nachgewiesen worden.

Hagemeister widersprach. Aber im Juni 1985 wies auch der Generalstaatsanwalt in Hamm die Strafanzeige als unbegründet zurück – ausgenommen die gegen Chefarzt Schmidt, die er mit der Bitte um Wiederaufnahme an das Landgericht Detmold zurückschickte.

Eine daraufhin eingebrachte Anklage der Staatsanwaltschaft wies das Gericht ab.

Hagemeisters Anwalt versucht seit Monaten vergeblich, Einsicht in die Unterlagen zu erhalten: Immer sind die Akten gerade woanders.

Oberkreisdirektor Lotz fand, nach diesem Prozeß-Ausgang brauchte er sein Krankenhaus nicht mehr verstecken.

„Die ärztliche Versorgung im Kreiskrankenhaus in Detmold ist im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in jeder Hinsicht anerkannt gut“, lobte er sein KKH.

Und auch Chefarzt Schmidt war für ihn weiterhin „ein anerkannter Fachmann“, seine Qualifikation als Mediziner „in Lippe und über seine Grenzen hinaus über jeden Zweifel erhaben“, „völlig unbestritten“.

Schmidt selbst lobte sich öffentlich:

Die Säuglingssterblichkeit in seiner Abteilung liege „weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt.“ Die Belegzahlen hätten trotz der Prozesse noch zugenommen.

Das bedauerliche Schicksal der kleinen Mona-Marleen Hagemeister war für Schmidt halt die Folge einer „extrem seltenen und für die behandelnden Ärzte nicht vorhersehbaren Reaktion auf ein geburtshilfliches Anästhesieverfahren“.

Und selbst was die vom Bundesgerichtshof vermisste Aufklärung angeht, so sei vieles „nach wie vor ungeklärt“ und auch durch den BGH „nicht beantwortet worden“.

In seltsamen Kontrast zu diesem Selbstbewußtsein standen Schmidts Prozesse: Zu diesem Zeitpunkt war der Chefarzt in fünf Kunstfehler- Verfahren verwickelt.

Gegen ihn unterstellte Ärzte liefen zur gleichen Zeit fünf weitere Verfahren.

Das entlastende Prozessergebnis im Rücken wurden nun alte Rechnungen beglichen.

Nachdem vor allem das dritte Programm des WDR seit Ende 1983 mehrfach über Auffälliges in der Gynäkologie des KKH Detmold berichtet hatte, verklagte Schmidt Ende 1985 der WDR Redakteure wegen „`Rufmord` der am Krankenhaus Detmold tätigen Ärzte, insbesondere des persönlich angegriffenen Klägers“.

Er verlangte für den „ihm entstandenen materiellen Schaden“ einen „finanziellen Ausgleich“ – ein Ansinnen, das das Detmolder Landgericht vor wenigen Wochen ablehnte.

An sein Portemonnaie dachte nach dem vorteilhaften Prozeß- Ausgang auch der Dr. med. Claus Pingsten.

Weil die Klägerin, die kleine Mona- Marleen Hagemeister, kurz nach Prozeß-Ende im März 85 verstorben war, und ihre vom Gericht auferlegten Kosten folglich nicht selber zahlen konnte, beantragte der Gynäkologe „zum Zwecke der Zwangsvollstreckung“ beim Amtsgericht Detmold einen Erbschein auf den Namen der toten Mona Marleen.

Das Gericht erteilte den Erbschein, obgleich Pingsten nicht antragsberechtigt war. Überdies unterließ es, die tatsächlichen Erben zu benachrichtigen.

Pingsten, der nach Meinung mehrerer kompetenter Gutachter mitschuldig war an der schweren Behinderung Mona- Marleens, möchte von den Eltern Hagemeister anstelle der toten Tochter, 19.529.80 Mark an Prozesskosten erstattet bekommen.

Bei der Berechnung der Kosten irrte sich Pingsten überdies zu seinen Gunsten – um rund 5000 Mark, was ihm nun eine Strafanzeige wegen falscher eidesstattlicher Versicherung eintrug.

Weil das Tübinger Institut für Medizinschaden-Begutachtung und sein Chef Bernhard Giese medizinische Gutachten im allgemeinen und die Vorgänge am KKH Detmold im besonderen kritisiert hatte, bekam auch Giese jetzt aus Detmold eins mit.

Während der Tübinger Jurist seit Jahren gemeinsam mit zwei Internisten den Opfern ärztlicher Kunstfehler durch neutrale Gutachten zu ihrem Recht zu verhelfen versucht, wird er in Arztkreisen häufig verächtlich gemacht.

Schulz, Vorsitzender des Verwaltungsbezirks der Ärztekammer Detmold der Ärztekammer Westfalen-Lippe, warnte in der „Lippischen Landeszeitung“ „im Sinne der Erhaltung unseres Rechtsstaates dringend vor Giese, der „die Urteile ordentlicher Gerichte zu umgehen und stattdessen Fernsehurteile und Massenpolemik zu erzeugen“ trachtete.

Und Chefarzt Schmidt schob nach: Giese-Urteile über das KKH seien „leichtfertig“, „offensichtlich ungeprüft“, „einseitig“.

Von den Fakten, die Giese zu seiner Tätigkeit bewegten, sprachen Schmidt und Schulz nicht: dass nach Schätzungen von Patienten-Verbänden in der Bundesrepublik jährlich etwa 15.000 Babys mit körperlichen oder geistigen Schäden geboren werden, weil bei ihrer Geburt ärztliche Kunstfehler unterlaufen sind, aber nur zehn Prozent der Fälle vor ein Gericht kommen und nur jeder zehnte der verhandelten Fälle für den Patienten ausgeht.

Während Schmidt noch wortreich auf seine Kritiker einhieb, überlegten Kreispolitiker, wie sie den Arzt loswerden könnten – zu sehr war er zum Symbol für fehlerhaftes Arztverhalten geworden.

Die Gelegenheit bot sich, als in diesem Frühjahr darüber entschieden werden musste, den Ende September auslaufenden Dienstvertrag des Chefarztes zu verlängern.

Die Kreismehrheit aus Sozis und Grünen beschloß, sich von Schmidt zu trennen, wegen „mangelndem Fingerspitzengefühl im Umgang mit der Öffentlichkeit“  („Lippische Landeszeitung“).

Die CDU –Abgeordneten waren der Abstimmung demonstrativ ferngeblieben.

Erstmals zeigte sich bei der Gelegenheit auch, dass der fast sieben Jahre lang dauernde Hagemeister- Prozeß nicht spurlos vorübergegangen war.

Lippe- Landrat Budde vorwurfsvoll an die Adresse von Schmidt:

„Ein Chefarzt muß auch eine Situation bewältigen, die durch ein geschädigtes Kind entstanden ist, und zwar so, dass das Krankenhaus nicht bundesweit in die Schlagzeilen gerät“.

Budde räumte sogar ein, dass gar der Kreis selber bei der Behandlung des Problems Hagemeister „vielleicht einen Fehler gemacht hat“.

Schmidt selber wurde, als er vor dem Krankenhaus- Ausschuß um die Verlängerung seines Vertrages kämpfte, erstmals ganz klein:

Er gebe zu, er habe sich „falsch verhalten“; er habe „zu wenig Erfahrung“ in solchen Prozessen gehabt.

Und zuweilen schien es, als würden auch die Spitzen der Verwaltung umdenken.

Als unlängst im Kreiskrankenhaus Lemgo ein Neugeborenes unmittelbar nach der Geburt von der Liege auf den Boden fiel, mit dem Kopf aufschlug und dadurch einen Wasserkopf entwickelte, sagte der Kreisdirektor erstmals sofort unmittelbare finanzielle Hilfe zu.

Es müsse verhindert werden, „daß die Geschichte wider durch die Gazetten geht“. Doch solch ein Fall ist zu eindeutig, um vertuscht werden zu können,

Daß der Weggang von Schmidt und auch der Wechsel in der Kreis-Spitze (auf Oberkreisdirektor Lotz folgte vergangenes Jahr Oberkreisdirektor Udo Haase) kein grundsätzliches Umdenken in der Behandlung von Kunstfehler-Fällen bedeutet, beweisen die noch laufenden Prozesse:

Sie werden wohl vom Kreis wie von den Richtern geführt, als hätte es den Fall Hagemeister nie gegeben.

Regina Graewe – im KKH möglicherweise völlig unnötig so verunstaltet, dass sie wegen ihrer Operationsnarbe aus einem Schwimmbad verwiesen wurde, schlug dem Gericht einen holländischen Gutachter vor.

Kreis- Rechtsrat Kemper: „Wenn´s ein Ausläner ist, müssen wir ihn ablehnen“.

Verständlich: Ausländische Gutachter müssen nicht befürchten, von den eigenen Kollegen isoliert zu werden, wenn sie im Sinne der Patienten urteilen.

Im Fall Nadine Versen hat das Landgericht Detmold den Kreis im Februar 1982 zu Schadensersatz und Schmerzensgeld verurteilt, weil der Hirnschaden des Kindes auf ärztlichen Behandlungsfehlern beruhe.

Trotz des Urteils feilschte der Kreis über Jahre um die Festsetzung der Mehrbedarfsrente für Nadine.

Da sich die Familie Versen einen weiteren Prozeß nicht leisten konnte, akzeptierte sie schließlich eine um 900 Mark geringere Rente, als sie gefordert hatte.

Seit drei Jahren streitet sich das Ehepaar Kopp mit dem Kreis Lippe um die Festlegung eines Pflegesatzes für das schwer geschädigte Kind.

Und wie se jetzt aussieht, wird es noch drei Jahre dauern:

Statt des Höchstsatzes von 771 Mark erhält das Kind nur 400 Mark.

Das ist deshalb so grotesk, weil das Kind dem Staat weit mehr kosten würde, wenn die Eltern es nicht selber pflegen würden, sondern es in ein fachgerecht geführtes Heim gäben (Pflegekosten monatlich 4000 bis 6000 Mark).

Das Sozialamt lehnt jedoch einen höheren Pflegesatz mit der Begründung ab, Kopps besäßen ein Teilgrundstück im Wert von 80.000 Mark. In Wahrheit beträgt der Wert des Grundstücks nur rund 5000 Mark- ein Grundstück, das sich ohnehin wegen seiner Lage und Beschaffenheit nicht zu Geld machen lässt.

Edeltraud Kopp, die 1983 beim Landgericht Detmold Zivilklage gegen KKH-Ärzte erhob, weil die ihr Kind mindestens anderthalb Stunden zu lange unter Sauerstoffmangel im Mutterleib ließen, wartet in dem Kunstfehler- Prozeß immer noch auf die Eröffnung des Hauptverfahrens.

An einem der Gutachten sitzt Professor Rauskolb vom Albert- Schweizer- Krankenhaus in Nordheim, Mitglied des renommierten Rotary- Clubs, wie Chefarzt Schmidt.

Im Verfahren des Schwergeschädigten Björn Horstkötter hatten die medizinischen Sachverständigen zwar in der gerichtlichen Vorermittlung die Ansicht vertreten, die Ärzte hätten sich mindestens zwei, wenn nicht gar viereinhalb Stunden zu spät für einen Kaiserschnitt entschieden.

Aber Björns Mutter sei während der Geburt an Röteln erkrankt- ein Einwand, den der vorsitzende Richter Bosse, Hausnachbar des Chefarztes und Vorsitzender des Rotary- Clubs Detmold, selbstverständlich erst mal gutachterlich prüfen lassen muß.

Das Mindeste, was dabei herauskommt, ist eine Verzögerung von einem Jahr.

Wie solche Prozesse durch das bloße Hinauszögern zur Farce werden können, bewies Ende Juni die Zeugenvernehmung des Gynäkologen Sojka im Fall Horstkötter:

Er könne sich an die Vorgänge vom 20. Mai 1977 kaum noch erinnern, erklärte der Arzt. Aber eben das könne als Hinweis gewertet werden, dass bei Björns Geburt keine „dramatische Situation“ vorgelegen habe.

Die Richter stimmten zu.

Im Fall der Frau Manke hatten bereits vor dem Prozeß zwei Gutachter festgestellt, dass die Ärzte eine nach der Geburt ihres Sohnes aufgetretene Infektion falsch behandelt und deshalb den Tod der Mutter mitverschuldet hatten.

Dennoch lehnte Richter Isenbeck zweimal einen Manke- Antrag auf Prozesskostenhilfe mir der Begründung ab, es bestünden mangelnde Erfolgsaussichten.

Wie gut Schmidt für kranke Mütter ist, wurde kurz darauf in einem Leserbrief der „Lippischen Landeszeitung“ deutlich.

Drei Unterzeichnerinnen bedankten sich darin für Schmidts

 „großartige Betreuung wie auch für seine menschliche Zuwendung“ 

während der Krankheit ihrer Mutter.

Eine der Briefschreiberinnen war Marion Isenbeck, Gattin des Richters Isenbeck.

Zweieinhalb Jahre war Richter Isenbeck im Falle Manke tätig, ehe er, im März dieses Jahres, erkannte, dass er selber mit einem der beklagten Ärzte „entfernt bekannt“ sei und deshalb den Vorsitz niederlege.

Isenbeck hatte sich auch in anderen Fällen mit anfechtbaren Argumenten für die Ärzte entschieden.

Im Kreiskrankenhaus Lemgo hatte Ärzte das Ergebnis einer Fruchtwasserspiegelung verschlampt; Frau Bolt gebar ein mongoloides Kind.

Doch Richter Isenbeck lehnte die Klage der Mutter ab: Es sei keineswegs sicher, dass sie das Kind abgetrieben hätte, wenn sie das Ergebnis der Fruchtwasserspiegelung erfahren hätte.

Franziska Szabo war 1981 von Schmidt zu einer Totaloperation überredet worden. Drei Tage nach dem Eingriff kam es zu einem Darmverschluß – hatte der Arzt bei der Operation versehentlich eine Darmwand verletzt?

Frau Szabos Klage wurde 1983 von Isenbeck abgewiesen. Sie legte keine Berufung ein, weil sie das Prozessieren nicht mehr verkraften konnte.

Ihr Mann war 1983 an den Aufregungen des Prozesses verstorben.

Glück für Schmidt. Von mehreren Patienten der Detmolder Gynäkologie ist bekannt, dass sie bislang auf eine Klage verzichteten, obgleich der Verdacht auf ärztliche Fehler besteht.

Teils fühlen sich die Betroffenen seelisch, teils intellektuell oder finanziell überfordert, einen Prozeß durchzustehen.

Andere verzichteten aus Opportunitätsgründen auf eine Klage.

Eine Lehrerin aus dem Umkreis von Detmold fürchtet Schwierigkeiten, wenn sie sich als Beamtin mit dem Staat anlegt.

Eine Kosmetikerin fürchtet den Verlust ihrer Kunden, unter denen sich mehrere Arztfrauen befinden, wenn sie gegen Krankenhaus-Ärzte prozessiert.

Bereits drei Anträge der Grünen auf Einsetzung eines Krankenhaus-Unterausschusses wurden vom Kreistag Lippe abgelehnt.

Als die Grünen den U- Ausschuß im vergangenen Februar zum dritten Mal beantragten, erscholl aus den Reihen der anderen Fraktionen nur hönisches Gelächter.

Kreisdirektor Reck begründete die Ablehnung:

Das in der Forderung eines U- Ausschusses sei nicht gerechtfertigt. Schadensfälle seien immer „so oder so“ zu sehen.

Gruß! Müller, RV Düsseldorf


Und hier, Neue Revue, Nr. 38, 1984 mit der Überschrift: „Patienten erst verpfuscht und dann auch noch verhöhnt!"

   

Der kleine Junge, das war Mario!

Ganz anders berichtete damals, 1984, noch die lokale, loyale Presse vor Ort, die Lippische Landeszeitung. "Aber bis zum Januar 1982 war in den Regionalzeitungen Lippische Rundschau ( Westfalen-Blatt-Ableger) und Lippische Landeszeitung (Neue Westfälische -Anhängsel) kein einziger Bericht zu finden. Erst dann begann die Lippische Rundschau auf vermehrten Druck der Öffentlichkeit hin zu berichten.

      

"Die Presse Mauert" - Ausschnitte aus:

Die Wage, April 1984: "Und die Lippische Landeszeitung treibt es noch doller." (...) bequemte sich die LZ zu halbseidenen Veröffentlichungen. Zum Beispiel: Der Vater von Günther Hagemeister gibt einen Leserbrief an die LZ. Zwei Wochen dauert es, bis er abgedruckt wird, und dann ist auch sofort darunter eine Entgegnung des Oberkreisdirektors Hilmar Lotz."

Einige Ausschnitte daraus:

        

Das Fernsehen, u.a. die Aktuelle Stunde, berichtete, die Lippische Landeszeitung schwieg auch hierzu;

auch der Leserbrief des Herrn Hagemeister Senior, gesendet an die Lippische Landeszeitung, lag eindeutig und unzweifelhaft vor Veröffentlichung auf dem Schreibtisch des OKD, Hilmar Lotz. Im Gegensatz zu Neue Revue, Spiegel, Stern, Westfalen-Blatt  und dem Fernsehen sprach man bei der Lippischen Landeszeitung zunächst auch noch von "Ehrenerklärung für das KKH Detmold", aber auch das sollte sich dann bald ändern.

Was ist heute, 2012, anders? Die Lippische Rundschau gibt es nicht mehr!

Übrigens, beide Medien, die Landeszeitung und die Neue Revue, berichten tatsächlich von der gleichen Veranstaltung:

Hier "Ehrenerklärung", da "Einschüchterungsversuche."

   

Ohne meine Initiative, und ohne einige engagierte Journalisten hätte man all das damals schon systematisch totgeschwiegen. Damals gab es noch kein Internet. Aber korrekte und ehrenhafte Richter vor Ort, beim LG in Detmold, beim OLG in Hamm und schließlich auch beim BGH in Karlsruhe, haben Rückgrat bewiesen.

Ohne dieses Vorgehen wären all diese Vorfälle in Detmold nicht an die Öffentlichkeit gelangt, und die in der Geburtshilfe als risikobehaftete bekannte Parkazervikalblockade wäre zum Nachteil weiterer möglicher Opfer damals in der Gynäkologie längst nicht vom Markt genommen worden. Auch ein sehr anerkannter Arzt und Wissenschaftler, inzwischen verstorben, unterstützte uns damals, selbst gegen einzelne seiner verlogene Kollegen. Das war Prof. Dr. Fritz Beller aus Münster.

Hier hinterlegt ist ein Zeitungsbericht vom 13. September 1967, der über die Ankunft von Marios Mutter in Deutschland berichtet. "16 Jahre alt und schon ein Star"  "Ein Talent aus dem Land der Beatles"

 

Noch heute, nach all den Jahren, findet man sie im Internet unter der Überschrift: "The show must go on  Cumbrian Club Stars", auf den englischen Seiten

     http://dannyholmes.net/1.html     und        http://www.dannyholmes.net/2.html

                                              

Die Wage, April 1984:"Kreiskrankenhaus Detmold" "Dreck am Kittel" ,zwei Ausschnitte daraus:

"..liegen weitere 15 Adressen von Familien vor, deren Kinder geschädigt zur Welt kamen, wo die Mütter im Kreiskrankenhaus Detmold gestorben sind und Frauen nach gynäkologischen Operationen z.T. schwerstbehindert sind."

           

      

"So werden wir durch Instanzen gejagt", die Überschrift eines weiteren Zeitungsartikels.

Entscheidung in Hamm       Entbindung im Kreiskrankenhaus Detmold

      

"Auf dieses Urteil wartet ganz Lippe" - die Überschrift eines weiteren Artikels aus der Zeitung im im Jahr 1984, hier zwei Ausschnitte:

 

Nach der Vertagung, OLG Hamm:                    Die PCB, die Paracervikalblockade

 

Und dann BGH Karlsruhe:

 

Dagegen der unverschämte und skandalöse Gipfel in diesem Geschehen in Lippe Detmold: Chefarzt verklagt Monitor Chef Dr. Klaus Bednartz und fordert 60.000 DM Schmerzensgeld- weil über ihn im Fernsehen berichtet wurde!

 Dr. Klaus Bednarz, "Monitor"-Chef    Klage vom LG Detmold abgewiesen

    

Die Serie der Skandale von Detmold geht aber weiter:

Und so unrühmlich endete die "Ehrenerklärung" von Lippe, Westfalenblatt Nr. 97:

Fehlverhalten bei Geburt:       Gericht weist Klage ab: 

Ex-Chefarzt aus Detmold verurteilt Ex-Klinikchef mit Schadensersatz-Forderung gescheitert

  

                                   ...das hatte dann aber alles keinen Erfolg!

Wie Ärzte trotz skandalösestem Verhalten zusammenhalten: Detmold: Kreis droht mit Disziplinarmaßnahmen

         

Marleen wurde durch die Folgen einer schon damals umstrittenen Geburtsmethode hochgradig behindert, und hatte so von Anfang an keine Chance im Leben.  

Auf Seite 240 seines  Buches  "Unter der Folter", Prometheus Verlag, kommt  Dr. Fehn, der sich darin auch mit den besonderen Verhältnissen in Detmold auseinandersetzt zu dem Schluss: 

 

„Das triste Kapitel der Gutachter- Problematik ist längst für eine Überprüfung reif. Was Gutachter nicht nur in Ausnahmefällen mit einer unerträglichen Arroganz und Wichtigtuerei zum Nachteil der nachweislich Geschädigten angerichtet haben, ist landauf landab hinreichend bekannt. Für die Betroffenen können Gutachten genauso tödlich sein, wie das grauenhafte Dahinsiechen von Angehörigen.“ „Lipp. Landeszeitung 17.-18. Juni 1988)

Im Vorwort dieses Buches schreibt Dr. Fehn: „Ob Justiz und wuchernde Bürokratie in Deutschland, so wie sie sich seit Jahren bereits gebärden, rechtsstaatlich reformierbar sind, unterliegt erheblichen Zweifeln. Sie sind zu Hilfstruppen organisierter Vereinigungen verkommen, die sich ausschließlich dem Ziel der Machterhaltung privater Profite bei gleichzeitiger Verlagerung der Verluste auf die Allgemeinheit verschrieben haben.

Um Raffgier und Pfründe zu bewahren, kommt es zu einer immer brutaleren Rechtswirklichkeit in Deutschland. Opfer sind die Schwächsten der Gesellschaft“

Auf der Rückseite dieses knapp 300 Seiten starken Buches steht:

 

„Sie ruinieren jeden, der ihre Kreise stört.

Die Kartelle der Gierigen foltern und vernichten wie eh und je. Die Hexenjagden haben nie aufgehört und das Abzocken der Wehrlosen auch nicht.

Fälschung, Betrug, Erpressung und Intrige sind so aktuell wie vor der Zeit der Inquisition.“

„Die Mafia der Ärzte, Juristen, Staatsdiener und Krankenkassen arbeiten Hand in Hand, wenn es abzusahnen gilt. Sie laben sich an fetter Beute. Die kostspieligen Folgen ihrer Schandtaten trägt der Steuerzahler.“

Die Dinge wiederholen sich. Damals, ganz am Anfang, kurz nach der Geburt unserer Tochter, sagte der damalige Chefarzt, Prof. Dr. Schmidt, Detmold, zu mir:

"Und lassen Sie es nicht auf einen Prozess gegen mich ankommen, den halten sie allein schon aus finanziellen Gründen nicht durch.“

Und so wird wieder, im Oktober 2009, bei diesen / trotz diesen eindeutigen veröffentlichten Tatsachen, massiv Druck ausgeübt:

Diese Vollmacht - und das, was ich unterschreiben sollte - man muss sagen, beschreiben die bewiesenen Tatsachen sehr genau und bieten so eine gute Zusammenfassung:

„Verpflichtung zur Unterlassung unter Zusage einer Vertragsstrafe

Hiermit sage ich, Günter Hagemeister , Reelkirchener Straße 1 in 32805 Horn-Bad Meinberg, unter Meidung einer Vertragsstrafe von € 10.000,00 für jeden Fall der Zuwiderhandlung unter Ausschluss eines Fortsetzungszusammenhangs, zu, folgende Behauptung künftig zu unterlassen und ab dem 15.Oktober 2009 auch sämtliche entsprechende Äußerungen meinerseits aus dem Internet zu entfernen:

1. „Frau Prof. Dr. med. Herpertz und/oder die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Rostock haben den Suizid von Herrn Mario Hagemeister (nicht) verschuldet

2. „Frau Prof. Dr. med. Herpertz und/ oder andere Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Rostock haben fachlich gebotene Handlungsschritte und/ oder diagnostische Maßnahmen unterlassen, die den Suizid von Herrn Mario Hagemeister verhindert haben“

3. „Frau Prof. Dr. med. Herpertz und/ oder andere Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Rostock haben fachlich nicht gebotenen Behandlungsschritte durchgeführt, die den Suizid von Herrn Mario Hagemeister begünstigt bzw. verursacht haben.“

4. „Frau Prof. Dr. med. Herpertz und/ oder andere Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Rostock habe seine Aufsichtspflicht gegenüber Herrn Mario Hagemeister im Zusammenhang dessen Selbstmord verletzt.“

5. „Frau Prof. Dr. med. Herpertz und/ oder andere Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Rostock hat die Behandlungsunterlagen von Herrn Mario Hagemeister gefälscht bzw. falsch geführt.“

Die Unterlassungsverpflichtungen gelten nicht intern gegenüber der Staatsanwaltschaft Innerhalb eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens bis zu dessen rechtskräftigen Abschluß.

Hornbach – Meinberg, den....   Günter Hagemeister“

..siehe dazu dieses Gutachten: www.todinrostock.de/sanner.pdf

,wichtige Passagen daraus: www.todinrostock.de/gutachter.pdf

..und alle auf dieser Internetseite www.todinrostock.de/ veröffentlichten Beweise:

 

In diesem Stil lässt eine deutsche Universität vor einem Landgericht vortragen!

Eingegangen am 28. März 2011 am Landgericht Detmold:

Seite 1   Dr. Schackow und Partner Rechtsanwälte 12051/08  In Sachen Universitätsklinik Rostock  ./. Hagemeister

„Herr Dr. Sanner hat sein Gutachten weithin mit bloßen Vermutungen und geradezu bösartigen Unterstellungen, ohne diese belegen zu können, gestaltet. Seine Ausführungen sind polemisch und in Hinblick auf Prof. Herpertz wiederholt ehrabschneidend. Es wird nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch die von Herr Prof. Dr. Freyberger und Herrn Dr. Wolfersdorf  dort in Zweifel gezogen.

(..) Herr Dr. Sanner hat sein Gutachten „für“ den Beklagten erstattet, in jedem Fall aber gegen die früher für die Klägerin tätige Frau Prof. Dr. Herpertz.“

Seite 4

Man muss kein intimer Kenner der Materie sein, um nach der Lektüre des Gutachtens von Herrn Dr. Sanner festzustellen,

dass er Frau Prof. Dr. Herpertz jedenfalls nicht mag

Ob er ihr und den Herren Proffessoren Wolfersdorf und Freyberger die jeweilige berufliche Karriere neidet, wollen wir nicht beurteilen.

Neben der ungefragten Kritik an der Auswahl der Gutachter im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Rostock (GA85) hält er Frau Prof. Dr. Herpertz und Herrn Prof. Wolfersdorf unverblümt für Karrieristen und es darüber hinaus auch für nötig, deren allgemeine Kompetenz infrage zu stellen.“

Es ist klar, warum man lieber "nahestehende Gutachter" hat:

DGPPN Kongress 2005, hier hinterlegt, das komplette Programm: Man findet sie alle, aktiv als Funktionäre der DGPPN, Prof. Dr. Herpertz, Oberarzt Dr. Habermeyer, Prof. Dr. Freyberger, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf und  

Prof. Dr. Norbert Leygraf.

Hier vertreten sie gemeinsam ihre finanziellen Interessen: Prof. Dr. Herpertz und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf, gemeinsam, im Team, in Köln, am 23. und 24. März 2012, im Gürzenich.

               

Prof. Dr. Norbert Leygraf feierte schon am 4. Dezember 2004 mit Prof. Dr. Herpertz und ihrem Oberarzt, Dr. Elmar Habermeyer, in trautem Kreis, gesponsert von der Pharmaindustrie, gemeinsam Geburtstag:                               Auch hier, 2010, die "Schüler und Enkel":

"Wir danken den Firmen Lilly, AstraZeneca und Janssen für ihre großzügige Unterstützung bei dieser Veranstaltung."

      

Mit dem ersten Gutachter, Professor Harald J. Freyberger, gab es schon ab 2002 gemeinsame finanzielle Interessen und Gemeinsamkeiten.

 

Waren da, im Februar 2006, während dieser Geburtstagsfeier, nur kurze Zeit nach dem Tod des Patienten, die Weichen schon gestellt und das zu erwartende Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen "Ermittlungen" längst abgesprochen und „in trockenen Tüchern?“

 

 

Die Staatsanwaltschaft in Rostock und Prof. Dr. Harald J. Freyberger arbeiten auch gut zusammen, auch in anderen Fällen!

 

Novartis ist der Hersteller von Leponex, daneben eine aktuelle Werbung im Netz für Leponex und der Bericht der Mutter eines weiteren Opfers aus Rostock, die zwischen den Kleidungsstücken ihres toten Sohnes ca. 20-30 Schachteln Leponex im Schwesternzimmer fand:

 

"According to his complaint, Novartis paid doctors "honoraria" of between $1,500 and $2,000 to speak at physician "events" about the benefits of Novartis' drugs. Some doctors earned as much as $150,000 a year in honoraria. In 2007 alone, Novartis paid $9.5 million to doctors through its speakers bureau."

Im Pflegebericht dieses Patienten: "Leponex - Dosis immer noch reduziert, da der Patient am 18.12. unter Therapie einen epileptischen Anfall erlitt Pat. wurde um 11.20 Uhr liegend, nicht ansprechbar, prustend im Zimmer aufgefunden. Liegt wieder im vorderen Bereich- Verlegung auf Überwachung meinte, der KA (Krankenhausaufhalt) wäre Gottes Strafe für seine Trägheit heute Vormittag."

Depressionen und Suizidalität sind weitere Risiken, über die Psychiater eher reden, wenn sie unter ihresgleichen sind, obwohl sie laut internen Berichten bei zwei Drittel der Betroffenen behandlungsbedingt auftreten.

Suizidale Auswirkungen haben auch moderne Neuroleptika wie Leponex,

Schon im Jahr 2002:

Prof. Dr. Sabine Herpertz, damals noch PD Dr. Sabine Herpertz, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, und Prof. Dr. Harald J. Freyberger, gemeinsam in Rostock, auch sie arbeiteten schon lange gut zusammen, und wieder, welch ein Zufall.

Die ersten Veröffentlichungen im Internet zu den Zuständen in Rostock vom dortigen Angehörigenverband, hier hinterlegt, darin Gutachter Prof. Freyberger, am 29.10.2007:

"Vielen Dank für Ihre mail. Da ich offensichtlich in dieser Sache als Gutachter tätig gewesen bin, werde ich mich dazu öffentlich nicht äußern können,

 

um meine Neutralität zu wahren."

 

Welche "Neutralität?" - siehe die Bilder, oben, und die zahlreichen gemeinsamen Veröffentlichungen.

So blieben auch alle Bedenken bezüglich des zweiten Gutachters,  Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf, Bayreuth, unbeachtet.

 

Schreiben an die Staatsanwälte in Rostock vom 16. Januar 2009:

     

Wer sich mit den auf diesen Seiten veröffentlichten Tatsachen beschäftigt, kommt zu einen ganz eindeutigen Ergebnis, denn hier ist alles belegt!

Man lies Mario in der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 2006 als schutzbefohlener Patient der Psychiatrie der Universitätsklinik in Rostock sterben!

     

Die Seiten eins, zwei und drei dieser Dokumentation sind übervoll, und doch sind dort noch längst nicht alle vorwerfbaren Fehlverhalten und Manipulationen der Krankenakte aufgeführt und, gekoppelt an entsprechende Beweise aus der Aktenlage, auch bewiesen.

Die Krankenakte und die darin enthaltenen Dokumente sind voller Lug und Betrug. Obwohl klar und deutlich zu erkennen war, wurde er zweimal hilflos ausgesetzt und aus Kostengründen in den Tod geschickt; § 221 StGB trifft in vollem Umfang zu.

Mit Hilfe von nachträglich erstellten und getürkten Dokumentationen, mangelhaften Arztberichten, Manipulationen in der Krankenakte und Gefälligkeitsgutachten aus der DGPPN - Vorstandsebene sollen massive und skandalöse Fehler in der Behandlung eines Patienten in der Psychiatrie der Universität Rostock und die skandalösen Umstände seines Todes gemeinschaftlich vertuscht werden.

Patient hilflos in den Tod geschickt - letzter Stand

Dieser Link öffnet ein sehr bezeichnendes, ein geradezu demaskierendes Schreiben der Staatsanwaltschaft in Rostock. Hier wird mehr als deutlich, wie gemeinschaftlich betrogen, getrickst und geschoben wird - ein ungeheuerlicher Vorgang! Dabei waren der Staatsanwaltschaft in Rostock alle Informationen dieser Internetseiten und die vorwerfbaren Fehlverhalten bekannt, so, wie sie auch in diesem Sachverständigengutachten, im Auftrag eines Landgerichts erstellt, dokumentiert sind.

Prof. Dr. Herpertz lässt erst 2010 durch ihre Anwälte der Staatsanwaltschaft in Rostock mitteilen:

Nach der festen Überzeugung von Frau Prof. Dr. Herpertz ist es undenkbar, dass die seinerzeit eingesetzten Pflegekräfte Herrn Mario Hagemeister zerstreut, hilflos und ratlos und ohne Hinzuziehung eines diensthabenden Arztes in einen Wochenendurlaub gelassen haben.

Frau Prof. Dr. Herpertz selbst hatte Herrn Mario Hagemeister zuletzt am 27. September 2005 gesehen und mit ihm gesprochen. Sie befand sich vom 28. September 2005 bis einschließlich 03. Oktober 2005 nach dem Kalender von Frau Prof. Dr. Herpertz nicht in der Klinik, nach ihrer Erinnerung befand sie sich in einem Kurzurlaub.

In die Entscheidung, Herrn Mario Hagemeister über das Wochenende zu beurlauben, war Frau Prof. Dr. Herpertz nur in Hinblick auf die Entscheidungsgrundlagen bis zum 27. September 2005 eingebunden.

Der Vorwurf einer Aussetzung nach § 221 Abs. 1 StGB kann ihr gegenüber daher nicht formuliert werden.“  Und:

Frau Prof. Dr. Herpertz nahm am frühen Morgen des 4. Oktober 2005 ihren Dienst wieder auf und stellte bei Herrn Hagemeister einen weiterhin mutistischen Patienten fest.“

„Kann ihr gegenüber nicht gemacht werden“  und „ist es undenkbar, dass die seinerzeit eingesetzten Pflegekräfte Herrn Mario Hagemeister zerstreut, hilflos und ratlos und ohne Hinzuziehung eines diensthabenden Arztes in einen Wochenendurlaub gelassen haben“ sind indirekte Eingeständnisse eines gravierenden Fehlers, der in ihrer Abwesenheit in der Klinik gemacht wurde.

Es besteht kein Zweifel daran, dass dieser ungeheuerliche Vorgang tatsächlich so stattgefunden hat.

Prof. Dr. Herpertz übernimmt hier den genauen Wortlaut der Krankenakte, denn dieser ist, tatsächlich so in der Krankenakte dokumentiert, und beweist die Aussetzung des hilflosen Patienten:

Das lässt Prof. Dr. Herpertz aber erst 2010 der STA in Rostock mitteilen!

Das ist die Anerkennung eines schweren Behandlungsfehlers, gleichzeitig ist es aber auch der Versuch, die Verantwortung dafür an die Kollegen weiterzuleiten, die während ihrer persönlichen Abwesenheit in der Klinik in Rostock die Verantwortung für ihren Privatpatienten hatten.

Selbst das reicht nicht aus, um die dortige Justiz endlich handeln zu lassen.

Die als Folge dieser Aussetzung in hilflosem Zustand eingetretenen Ereignisse haben das Krankheitsbild dieses Patienten dramatisch verschlechtert, danach, nach dem erlebten Missbrauch, will er nicht mehr leben und erklärt, auch das ist in der Krankenakte so dokumentiert:

Nur wenige Tage nach dem erlebten Missbrauch in völlig hilfloser Situation sagt der Patient am 13.10.05 - und das steht so in einem Arztbericht der Krankenakte:

„möchte sich am liebsten von einem Hochhaus stürzen und nichts mehr merken“

Nichts von diesen in der Krankenakte dokumentierten Vorgängen wird aufgearbeitet/verarbeitet. Die behandelnde Chefärztin hat Wichtigeres zu tun.

Das Krankheitsbild verschlechtert sich dramatisch, selbst in der behandelnden Ärztin und auch in seinem Vater sieht der Patient nur noch „Außerirdische“, die alles in der Welt steuern, wie in dem Film „Matrix“.

In diesem Wahn ist er gefangen, auch als man ihn am 8. Januar 2006, wiederholt in hilflosem Zustand aussetzte, und er, wie Neo in diesem Film, vom Hochhaus sprang.

Er geht, wie im Film „Matrix“ in seinem Wahnzustand an seinem letzten Tag, auf eine „Zeitreise“.

Seite 17 in seinem Gutachten, zitiert Prof. Freyberger einen Zeugen, dem Mario nur Stunden vor seinem Tod das sagte:

"Mario habe ihm erzählt, dass er keinen Sinn mehr im Leben sehe und dass er sich auf eine Art Zeitreise bebeben wollte. Er wollte zu einem Zeitpunkt in seinem Leben zurück, der ca. einen Monat vor der Einweisung in die Psychiatrie liege.“

Das ist wahnhaftes Denken und - anders als der Held dieses Films

http://www.youtube.com/watch?v=3vlzKaH4mpw

- landet Mario Hagemeister durch seinen Sprung vom Hotel Neptun nicht in der Wirklichkeit

                                                          er ist tot!

Das Hotel Neptun, Mario vor der Einlieferung, nach Missbrauch, kurz vor dem Tod:

  

Sofort erfolgt eine Anzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

In Rostock entstehen, jetzt, erst nach dem Tod des Patienten, in aller Eile Dokumente.

Diese sollen einen angeblich korrekten Verlauf der Behandlung vortäuschen.

Das Problem ist, diese, in aller Eile hergestellten „Dokumente“ passen aber später in keiner Weise zu den bis dahin dokumentierten Vorgängen der vorhandenen Aktenlage, sie widersprechen sich sogar völlig.

Diese, überhaupt erst nach dem Tod des Patienten angefertigte Aktenlage, wird aber zur Grundlage der Gutachten der STA Rostock gemacht. Da diese nachträglich erstellten Angaben aber nur wenig mit den tatsächlichen Geschehnissen gemein haben, sind diese Gutachten Mogelpackungen, die dem Schutz der Kollegen dienen, mehr nicht.

Beide Gutachter der STA Rostock, hier ein Zitat Prof. Wolfersdorf, bauen ihre Gutachten nur auf nach dem Tod des Patienten erstellten "Dokumenten" auf, die einzig dem Zweck dienen, eine Behandlung vorzutäuschen, die niemals so stattgefunden haben kann - ganz eindeutig Lug und Betrug!

"Im Wesentlichen handelt es sich um Stellungnahmen und Dokumentation der Einzelgespräche von Frau Prof. Dr. Herpertz mit dem Patienten Herrn Mario Hagemeister auf der Basis handschriftlicher Aufzeichnungen diktiert und am 10.01.2006 abgezeichnet, dann folgen handschriftliche Verlaufsbeobachtungen vom 02.08. bis zum Eintrag über die Nachricht, dass der Patient sich suizidiert habe, eine handschriftliche Beschreibung der Behandlungswoche 03.01. bis 06. durch den Arzt Dr. Kumbier vom 06.01.2006, weiterhin eine Epikrise zum Krankheitsverlauf bis zum Suizidereignis, unterschrieben von Frau Prof.Dr. Herpertz, Herrn Dr. E. Habermeyer als Leitender Oberarzt und der Stationsärztin Frau Dr. med. U.Lemke."

Er beruft sich also auf eindeutig nachgewiesen, erst nachträglich erstellte und getürkte Dokumente, die zusätzlich, und auch das ist nachgewiesen, dazu noch voller Fehler sind!

Die wesentlichen, aber auch dokumentierten schwerwiegenden Vorkommnisse, auch in der Krankenakte dokumentiert und dazu noch durch mehrere Zeugenaussagen bestätigt, finden überhaupt keine Beachtung, obwohl immer wieder, selbst öffentlich, auch im Internet, darauf hingewiesen wurde.

Am Tag nach seinem Tod wird er nachträglich sogar rückwirkend von einem Assistenzarzt, der laut eigenen Angaben den Privatpatienten der Chefärztin so gut wie überhaupt nicht kannte, für gesund erklärt!

siehe dazu  http:/www.todinrostock.de/gesund.pdf

und  http:/www.todinrostock.de/kumbier.pdf

In Kenntnis all dieser Informationen verhält sich die Verantwortlichen in Mecklenburg- Vorpommern seit Jahren so:

        

Ich komme mir bei der Einschaltung der Justiz von MV mit der Absicht der Aufklärung der skandalösen Umstände des Todes meines Sohnes und den nachgewiesenen Machenschaften zur gemeinschaftlichen Vertuschung dort vor, wie jemand, der zu Walter Ulbrichts Zeiten in der ehemaligen „DDR“ ein Strafverfahren gegen einen Mauerschützen einleiten will und bei der "DDR"-Justiz die Bestrafung des Mauerschützen beantragt.

Trotz hieb und stichfesten Beweisen und Zeugen hätte er damals in der „DDR“ bei dem herrschenden Unrechtsregime mit seinem Anliegen nicht den Hauch einer Chance gehabt, elementares Menschenrecht durchzusetzen. Nichts anderes geschieht heute in Mecklenburg- Vorpommern mit psychisch Kranken.

Zeugen und zahlreiche Beweise nützen auch heute dort nichts.

Nachgewiesene gemeinschaftliche Manipulationen von KrankenaktenAusschnitte aus der Fieberkurve: Es geht um die Worte „ Tagesurlaub/ Urlaub“, Stempel, ganz unten, auf den folgenden Bildern:

        

Wann entstanden diese Veränderungen? Ganz sicher hat hier, über dieser Zeile, zunächst etwas anderes gestanden.

Eine Manipulation wie diese gibt es in der gesamten Fieberkurve nur hier, am Todestag, am 08.01.2006!

Ganz unglaublich sind die Stempeleinträge am ersten und zweiten Oktober 2005, anlässlich der ersten Beurlaubung, die zur Katastrophe geführt hat: Ganz klein, ganz winzig, ganz am unteren Rand erscheinen da diese Stempel.

Wären diese Einträge erfolgt zu einem Zeitpunkt VOR der eingetretenen Katastrophe, die ja mehr als deutlich in der Fieberkurve dokumentiert und für jedermann sichtbar ist, dann, aber nur dann hätte man diese Stempel nicht in die unterste Ecke quetschen müssen!

Man beruft sich immer noch auf die lange öffentlich widerlegte Falschbegutachtung des guten Kollegengutachters aus dem gemeinsamen Vorstand der DGPPN, die mit der Wahrheit und den tatsächlichen Ereignissen nichts zu tun hat.

Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfersdorf wurde wohl offensichtlich gezielt zu diesem Zweck eingesetzt: Aus einem Schreiben der STA Rostock vom 23.04.09, hier hinterlegt.

   

Auf diesen Seiten im Internet ist für jedermann klar und deutlich bewiesen, dass die „Ausführungen“ des Prof. Wolfersdorf auf erkennbar nachträglich erstellten und getürkten Dokumenten aufbauen, die sich inhaltlich ganz eindeutig widersprechen und nur dem Zweck dienen, die tatsächlichen skandalösen Vorkommnisse zu vertuschen und zu verleugnen.

Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 1.03.2008: Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Urkundenfälschung, in einem Schreiben vom 09.03.2012 der Staatsanwaltschaft Rostock heißt es plötzlich nur noch:

   

Die Wahrheit ist: Belastende Tatsachen und Zeugenaussagen werden immer noch nicht zur Kenntnis genommen und gezielt unterdrückt. Die Aktenlage ist voller Lug und Betrug, aber auch voller Erkenntnisse! So wird mit der Wahrheit umgegangen!

Die schändlichen, hier veröffentlichen Vorkommnisse und Beweise werden weiterhin stringent verleugnet. Die Zeitzeugen werden weiterhin gezielt nicht zur Kenntnis genommen. Recht und Gesetz werden nach Gutdünken manipuliert, das ist die traurige Realität in Mecklenburg- Vorpommern, heute.

Täterschutz vor Opferschutz, hier hinterlegt die Serie der Psychiatrietoten in MV.

In der "DDR" waren es die so genannten "Republikflüchtlinge", die vom damals herrschenden Unrechtssystem zum Abschuss freigegeben wurden.

In MV ist es heute wieder straffrei, wenn psychisch Kranke hilflos in den Tod geschickt werden.

Mario Hagemeister wurde unter dem Einfluss von Medikamenten, von denen auch schon lange bekannt war, dass sie zu Suiziden führen, in einem völlig hilflosen Zustand, für jedermann klar erkennbar, absolut nicht Herr seiner Sinne, in Rostock in völlig hilflosem Zustand in den Tod geschickt.

Das ist "Aussetzen einer hilflosen Person" - § 221 StGB

Frontal 21: http://www.youtube.com/watch?v=RFFmSnyoXpc&feature=related

„Jahrelang haben die Pharmaunternehmen Pfizer, Glaxo und Eli Lilly das Suizidrisiko der Antidepressiva Zoloft, Paxil und Prozac geleugnet und gegenüber der Ärzteschaft und Öffentlichkeit verschwiegen. Auch das deutsche Bundesgesundheitsamt BGA wusste schon vor zwanzig Jahren von diesem Risiko und hat diese Medikamente dennoch schließlich zugelassen. Auch hatte die Behörde Anfang der 80er Jahre Zweifel an der Wirksamkeit dieser Antidepressiva, wie aus internen Dokumenten hervorgeht. Darum wurde auch zweimal die Zulassung von Prozac versagt. Was hat das BGA bewogen, Prozac dennoch zuzulassen? War auch Korruption im Spiel wie so in Schweden? 

Warum haben die Politiker und die Justiz jahrelang zugesehen und nicht unternommen? Stimmt es, dass die Pharmaunternehmen praktisch freie Hand haben und keine rechtlichen Konsequenzen fürchten müssen, wie der deutsche Kriminalexperte Uwe Dolata meint?“

Duo cum faciunt idem, non est idem. "Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe".

Freitag, 23. Dezember 2011, Lippische Landeszeitung: "Billigend in Kauf genommen" Tod durch Überdosis: BGH bestätigt Urteil, daraus: "..die Studentin habe sich `freiverantwortlich` selbst töten wollen. Deshalb sei der Angeklagte nicht zur Hilfe verpflichtet gewesen. Dem folgte der Bundesgerichtshof nicht."

Hier, in diesem, vom BGH entschiedenen Fall, heißt es "freiverantwortlich" selbst töten wollen, im Rostocker Fall, in einem Schreiben, eingegangen bei Gericht am 25.Sep. 2009, wird dennoch von der Universität Rostock dreist und wider besseren Wissens behauptet:

"Herr Hagemeister befand sich zum einen aufgrund freiwilliger Selbsteinweisung in der Klinik der Klägerin und wollte sie nach mehrmonatigen Aufenthalt verlassen.“

Und die Wahrheit, es erfolgt eine Zwangseinweisung zunächst für zwei Wochen, dann verlängert bis zum 30.09.05.

3.8.05 Richter - Anhörung: Unterbringung für zwei Wochen (Krankengeschichte)

Wo sind die entsprechenden dafür erforderlichen Untersuchungen dokumentiert? Wo ist die notwendige richterliche Anordnung? Wo ist ein erforderlicher rechtsnotwendiger Vorgang dokumentiert? Wo ist das Protokoll einer Anhörung? In der Gerichtsakte der Staatsanwaltschaft Rostock gibt es jedenfalls nichts dazu.

 

- So wird immer noch weiter gelogen und betrogen.

Auch die Epikrise, von drei Ärzten unterschrieben, bestätigt den Eindruck des Uninformiertseins und der nachträglich erfolgten massiven Manipulation, hier hinterlegt, entweder "an einem Stück" oder analysiert, im Vergleich zur der erst nach dem Tod des Patienten geschriebenen Dokumentation der Einzelgespräche der Chefärztin Prof. Dr. Herpertz.

All diese skandalösen Vorkommnisse und massiven vorwerfbaren Fehlverhalten versuchen die dafür Verantwortlichen gemeinsam auch in der Epikrise mit dieser Worthülse zu vertuschen:

„..kam es Anfang Oktober unter zunehmender Aktivierung während einer Wochenendbeurlaubung zu einer akuten psychiotischen Dekompensation.“

 

Dieser Worthülse, Dekompensation, schließt sich Dr. med.  Groß in angeblicher Kenntnis der Aktenlage und auch der Zeugenaussagen in vollem Umfang in seinem „Gutachten“ an und übernimmt sie kritiklos:

 

Dr. Groß, der letzte Gutachter, übernimmt die Strategie der Vertuschung, erwähnt auch nur die Worthülse  „Dekompensation“ und übernimmt auch kritiklos die Behauptung, dass eine ZWE nur für 2 Wochen bestand:

 

  „Diesen Ausführungen wird auch in der hiesigen Beurteilung zugestimmt,“ ist alles, was Dr. med. Groß dazu einfällt.

 

In der Epikrise steht aber diese falsche Behauptung:

 

„..wurde bei fehlender Behandlungsbereitschaft des Patienten eine Behandlung nach PsychKG für 14 Tage richterlich angeordnet, im Anschluss blieb der Patient freiwillig in Behandlung. Lediglich kurzzeitig wurde eine 24- Stunden- Unterbringung notwendig, als der Patient stuporös zur Wiederaufnahme kam, eine längere Unterbringung war jedoch nicht notwendig.“

 

Erklärung für stuporös; „Ein psychogener Stupor entsteht aufgrund einer heftigen emotionalen Reaktion, oft auf extreme Ereignisse (gewissermaßen „starr vor Schreck“)“ .  http://de.wikipedia.org/wiki/Stupor

 

Das war hier der erlebte Missbrauch am 1.10.05, der vertuscht werden sollte und bei Dr. Groß nicht einmal Erwähnung findet; und das war das Ergebnis nach der ersten Aussetzung in völlig hilfloser Lage:

 

Am 1.10.05 steht im Pflegebericht von einer Fachkraft am Morgen eingetragen: „Pat am Morgen sehr verlangsamt, in seinen Gedanken- und Handlungsabläufen, wirkte sehr zerstreut, hilflos, ratlos“. Und in diesem Zustand schickte man den Patienten raus, allein, ohne Überprüfung, gegen alle Regeln der Psychiatrie, und er wird zum Missbrauchsopfer, das sich danach aus Scham nur noch umbringen will.

Am 7.10. 05 wurde eine Unterbringung beantragt: http://www.todinrostock.de/antrag.pdf

 

Das war Anfang Oktober, und nicht Anfang November, wie aber auch in der Epikrise behauptet wird, aber auch in der Dokumentation der behandelnden Chefärztin. Auch das soll ein Einzelgespräch dokumentieren: http://www.todinrostock.de/einzel2.pdf

 

„7.11.05 Weiterhin keinerlei Besserungstendenz. Da Einwilligungsfähigkeit aufgrund des Wahns nicht besteht, Entscheidung, Antrag auf Betreuung zu stellen.“

Ebenfalls stimmt nicht, dass der Patient freiwillig in Behandlung blieb.

 

In diesem ärztlichen Protokoll steht klar und deutlich: „ZWE besteht weiter bis 30.09.“

http://www.todinrostock.de/3.10.PDF

Dazu ist diese halbe Seite mit wenigen Sätzen alles, was im ganzen Monat September 05, vor der ersten Aussetzung an ärztlicher „Behandlung“ des Patienten überhaupt dokumentiert wurde. Das ist keine Behandlung, das ist nicht einmal eine mangelhafte Dokumentation.

Auch in der Fieberkurve steht  ZWE bis 30.09.05. 

Hier steht übrigens auch die Unterschrift der Chefärztin und eine angebliche Behandlung am 16.09. in der Fieberkurve eingetragen, aber  Prof. Herpertz hält gleichzeitig in Saarbrücken Vorträge.   

und gleichzeitig führt sie am 16.09.05 mit ihrem Patienten angeblich ein Einzelgespräch in Rostock  

 Auch in der Dokumentation der Einzelgespräche der behandelnden Chefärztin, 19.8.:

„Verlängerung der zunächst nur zweiwöchigen Unterbringung bis 30.9.“

m 3.10.05 äußert der Patient, den 2. Tag widerrechtlich angeschnallt, nach Aussetzung in hilflosem Zustand und Missbrauchserlebnis, dass er nach einem Anwalt verlangt, um aus dieser Klinik herauszukommen, schriftlich in einem Arztprotokoll von Assistenzarzt Dr. Sepp so festgehalten. Den Anwalt bekommt er nicht. Stattdessen befördert man ihn laut Gesundheitszeugnis innerhalb von drei Tagen in den Zustand der Willenlosigkeit:

Das alles, vor allem alle skandalösen Einzelheiten aus der Einleitung, oben, hat Dr. med. Groß entweder aus Ignoranz oder gezielt, absichtlich und parteiisch, komplett weggelassen, vertuscht.

Alle Dokumente der Aktenlage plus Zeugenaussagen, die auch alle Angaben in dieser Einleitung belegen, lagen Dr. med. Rudolf Groß vor Erstellung seines so genannten Gutachtens aber vor.

Auch nicht mit einem einzigen Wort ist er darauf eingegangen. Nichts, absolut nichts davon, hat er sehen wollen.

Stattdessen bezieht er sich fast ausschließlich nur auf inhaltlich nicht haltbare und völlig widersprüchliche ärztliche Berichte, die erst nach dem Tod des Patienten entstanden sind, als in Rostock bekannt war, dass eine Strafanzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung unterwegs war.

 

Ohne diese Strafanzeige hätte es diese nachträglich erstellten Berichte, die eine Behandlung vortäuschen sollen, die niemals so stattgefunden haben kann, überhaupt nicht mehr gegeben.

 

Besonders deutlich wird das in der Dokumentation der angeblichen Einzelgespräche von Prof. Herpertz, von der es als behandelnde Ärztin in der gesamten Krankenakte als behandelnde Ärztin während fast eines halben Jahres auch nicht einen einzigen Satz gibt; die aber am Tag nach dem Tod des Privatpatienten bei den Eltern ihres Patienten anruft, um dessen weitere Behandlung zu besprechen:

Zwischen den angeblichen „Einzelgesprächen“ stehen Kommentare, die den Bezug zur Wirklichkeit herstellen und damit auch dieses „Dokument“ ad absurdum führen.

 

Und gerade diese Dokumentation hat Dr. med. Rudolf Groß zum Kern seiner sonst mageren und bezüglich Epikrise und Zwangseinweisung völlig falschen Argumentation (bei linksbündig, normalem Zeilenabstand, sind das nur 15 Seiten) gemacht.

Seite 11, Gutachten Dr. Groß: „Insbesondere die zahlreichen Gespräche mit der Chefärztin sind hier aufzuführen.“

18 Termine in dieser Dokumentation der angeblichen Einzelgespräche in einem halben Jahr (der letzte angegebene Gesprächstermin, 9.1.06, zählt nicht mehr, da war der Patient nämlich schon tot), erst nach dem Tod des Patienten geschrieben, wie kann man da von „zahlreich“ sprechen? Man kann nicht einmal von Einzelgesprächen sprechen, das allein ist absurd, Beispiel 7.11.05.

Vier davon sind „bis“ – Termine. „Bis“-Termine gibt es überhaupt nicht.

Am weiteren angeblichen und dokumentierten Gesprächsterminen war die behandelnde Chefärztin überhaupt nicht vor Ort. Das, was übrig bleibt, einige Zweizeiler, dagegen der vergleichsweise enorm lange Bericht vom 5.1.05, aber auch erst nach dem Tod des Patienten geschrieben; das erweckt eher den Eindruck, aus zum Teil falsch datierten Protokollen der Assistenzärzte abgeschrieben zu sein.

Siehe in diesem Zusammenhang die Aussage des Zeugen K. .

18 Termine – 4XbisTermine  – 10 Angaben ohne Gesprächsinhalt = 4  Termine Rest, die gutwillig geschätzt übrig bleiben.   Das ist nicht viel für die Dokumentation einer angeblich korrekten und umfassenden privatärztlichen Behandlung eines Schutzbefohlenen bei angeblicher Behandlung der psychischen Grunderkrankung plus Traumatisierung nach Missbrauch plus mehrfach dokumentierter aber nicht behandelter Suizidalität. während fast eines halben Jahres bei diesen Abwesenheiten der behandelnden Ärztin ohne kompetente und angemessene Vertretung vor Ort.

Auch das hätte Dr. Groß bei den Vorgaben, die er hatte, auffallen müssen. Ihm ist aber absolut nichts aufgefallen.

 

Damit ist das Wenige, das Dr. Groß außer dem seitenlangen Abschreiben überhaupt selbst formuliert hat, völlig falsch und ist in Gänze zu verwerfen.

 

Auch der Zeuge1, Herr K., fand bei ihm keine Berücksichtigung.

Es sei noch einmal betont:

 

1.In der Dokumentation der angeblichen Einzelgespräche und auch nirgendwo in der Krankenakte steht auch nur ein Wort zu einer notwendigen Aufklärung des Patienten in irgendeiner rechtsgültigen Form. Das spricht auch Dr. Groß nicht an.

2.Hier in dieser Dokumentation und nirgendwo anders in der Aktenlage steht etwas zu einer organisierten adäquaten Vertretung für ihren Privatpatienten während der häufigen und langfristigen Abwesenheiten von Prof. Dr. Herpertz, siehe:

http://landeskonferenz-nrw.de/infobrief/200807-5.pdf  mit entsprechenden Gerichtsentscheidungen.  Kein Wort dazu kommt von Dr. Groß.

 

3. Die genannten Zeugen, die Ärztin, Frau Freitag, der Zeuge Peter S. (unter Eid), haben oft mit dem Patienten in der Klinik in dieser Zeit telefoniert.

Der Zeuge Guido D. hat den Patienten oft besucht, nicht nur kurz vor dessen Tod.

 

Nichts von dessen inhaltlich wichtigen Aussagen (z.B.:...“und die ganze Zeit in der Klinik verbringen musste“), die Bestätigung selbst in den Pflegeberichten der Klinik finden keine Beachtung. Die Vermerke „kein Ausgang“ werden inhaltlich auch nicht berücksichtigt und sind sicher kein Argument für die Freiwilligkeit des Patienten.

Der Zeuge Guido D. macht nicht nur sehr konkrete Angaben zum 3.1.06. Er äußert sich auch sehr konkret zum erfolgtem Missbrauch am 1.10.05:

Auch darauf geht Dr. Groß mit keinem Wort ein. Überhaupt, tatsächlich absolut alle wesentlichen Vorkommnisse, die Inhalte aller Zeugenaussagen, belegt und bewiesen, werden von ihm systematisch nicht beachtet.

Nichts, was die Kollegen belasten könnte, hat, wenn man ihm folgt, überhaupt stattgefunden, kein Missbrauch, keine lange erkannten, aber nicht beachteten und nicht behandelten Selbstmordabsichten, obwohl mehrfach dokumentiert, und keine Manipulation/Fälschung der Krankenakte zur Vortäuschung einer Behandlung, die niemals so stattgefunden hat.

Er beruft sich nur auf die nach dem Tod des Patienten deutlich erkennbar zusammengereimten „Dokumente“ wie z.B. auch die erst nach dem Tod entstandene nachträgliche rückwirkende „Gesundschreibung“ durch einen Assistenzarzt, der diesen Patienten laut eigener Angabe dazu noch so gut wie überhaupt nicht kannte:

 

4. Weder der Missbrauch noch die mehrfach dokumentierte Suizidalität, das Stimmen Hören erst nach Missbrauch (beides sind, jedes für sich, ganz massive, extreme Verschlechterungen des Krankheitsbildes), wurden auch nur ansatzweise behandelt, wie das die Fachliteratur selbst für Anfänger fordert; nichts ist dazu dokumentiert.

Das sind ganz massive, schwere Fehler, die auch alle bei Dr. Groß keine Beachtung finden; genau so, wie der Patient weder vor dem 1.10.05, noch vor seinem Tod laut Aktenlage auch nur ansatzweise bezüglich Belastbarkeit exploriert wurde, so, wie das die Fachliteratur fordert und das Dr. Sanner in seinem Gutachten auch ausführlich dargestellt und bemängelt hat.

 Auch das hat Dr. Groß nicht gesehen/sehen wollen, ja, er behauptet sogar, und das ist auch eine ganz eindeutige Lüge, Seite 33, Gutachten Dr. Groß, unten:

„Aus den Krankenblattunterlagen geht jedoch plausibel hervor, dass die erforderlichen psychopathologischen Untersuchungsergebnisse und eine angemessene therapeutische Begleitung durch die zuständigen Ärzte in dem Zeitraum vor der Wochenendbeurlaubung am 01.10.2005 erfolgten.“

Das ist eine handfeste Lüge, eine Falschaussage, ausführlich begründet im Schreiben vom 9.11.2012.  Im ganzen Monat September 05 gibt es nur ganz knappe Arztberichte zu zwei Tagen bevor man den Patienten hilflos aussetzt.

Am 29.09.05 steht da nur:

 „GSK Rollenspiel. Pat hat Schwierigkeiten im Umgang mit Kritik, pos. Rückmeldungen wichtig.“    Ist das eine therapeutische Begleitung?

Wem will Dr. med. Rudolf Groß damit vormachen, wer soll glauben, dass dieser Eintrag, 1½ Zeilen vom 29.9.05, der Letzte vor der ersten Aussetzung in hilflosem Zustand, einer gründlichen Exploration eines Schutzbefohlenen Patienten entspricht:

Aus den Krankenblattunterlagen geht jedoch plausibel hervor, dass die erforderlichen psychopathologischen Untersuchungsergebnisse und eine angemessene therapeutische Begleitung durch die zuständigen Ärzte in dem Zeitraum vor der Wochenendbeurlaubung am 01.10.2005 erfolgten.“

Dr. Sanner stellt in seinem Gutachten das Gegenteil fest – und jeder, der lesen und denken kann, auch.

5. Aber wirklich alle - und das sind die entscheidenden Ereignisse und vorwerfbaren Fehlverhalten – nach dem Missbrauch, die widerrechtliche tagelange Fixierung, die Nichtbeachtung aber dokumentierte Absicht des Patienten, von Dr. Sepp dokumentiert, mit Hilfe eines Anwalts die Klinik zu verlassen; die Tatsache, dass der Patient keinen Anwalt bekam und stattdessen in den Zustand der Willenlosigkeit gespritzt wurde, die deutliche Verschlechterung des Zustands des Patienten danach, die danach erstmals dokumentierte Selbstmordankündigung am 13.10., das nach dem Missbrauch erstmalig aufgetretene Stimmen Hören.... .

haben alle, folgt man Dr. Groß, einfach überhaupt nicht stattgefunden.

 

Es hat aber laut Aktenlage ohne jeden Zweifel stattgefunden, und das ist für jedermann, der lesen und denken kann, deutlich zu erkennen.

Danach, nach dieser Phase voller Qualen Anfang Oktober 05, wurde dem Patienten deutlich gesagt, dass, wenn er sich weiter gegen eine Behandlung sperren würde, dann würde man dafür sorgen, dass er nie wieder aus der Psychiatrie herauskäme. Da erfolgte die in der Aktenlage dokumentierte erste Suizidankündigung überhaupt am 13.10.05.

 

Das war auch der Grund, weshalb ich als Vater dort in der Klinik kurz danach am 1.11.05 mit unserem Hausarzt war, eben, um meinen Sohn nach den schrecklichen Ereignissen am 1.10.05 wieder nach Telgte verlegen zu lassen. Das wurde aber gezielt verhindert.   Beweis auch Aussage Zeuge Dr. R.

 

6. Die Krankenakte wurde der Polizei nicht ausgehändigt, als diese sie am Tag nach dem Tod beschlagnahmen wollte. Die Polizei bekam sie erst am Ende der Woche. Die Akte war bei Prof. Herpertz daheim. Nachweislich entstanden in der Krankenakte noch Berichte, geschrieben, lange nach dem Tod des Patienten. Auch das findet bei Dr. Groß keine Beachtung.

 

Und so, wie hier hinterlegt, hätte man handeln müssen.

Das sind elementare Kenntnisse der Psychiatrie. Analog zu dem, was meiner Tochter in Detmold geschah, nenne ich die Geschehnisse in Rostock:

Fahrerflucht in der Psychiatrie unter Mithilfe und unter dem  Schutz der Ermittlungsbehörden, eine kaltblütige Tat mit Hinrichtungscharakter - und die Justiz von MV in Kenntnis aller Hintergründe, schweigt. Der Tod des Patienten wurde billigend in Kauf genommen!

Hier hinterlegt wird in einer weiteren Zusammenfassung dokumentiert, wie nach dem Tod des Patienten in Rostock die katastrophalen Vorgänge dort systematisch mit Manipulationen der Aktenlage und mit Lügen vertuscht werden sollten.

Eine Entlassungsanzeige, hier hinterlegt, sagt aus, dass der Patient zum Zeitpunkt seines Todes aus der Klinik seit ca. zwei Stunden entlassen war. Der Patient hatte aber nur einen zeitlich befristeten Ausgang für einen Tag.

In einem in den Tagen davor klar erkennbar völlig hilflosen Zustand wurde der schutzbefohlene Patient in den Tod geschicktDiese Vorgehensweise der Vertuschung, wie auch hier geschehen, scheint nicht unbekannt zu sein:

Wenn sich der Suizid während eines Urlaubs ereignet hatte, wurde er nicht selten rückwirkend entlassen.“ Siehe die Entlassungsanzeige.

Nach den Vorkommnissen in Rostock, Anfang Oktober 2005, habe ich in einem Gespräch am 1.11.05 mit dem dortigen Oberarzt, Dr. Habermeyer, in Anwesenheit unseres Hausarztes erneut versucht, meinen Sohn aus der Klinik in Rostock in Heimatnähe verlegen zu lassen.

Zeuge dieses Gesprächs war unser Hausarzt aus Steinheim, der mitgefahren war, um sich einen persönlichen Eindruck zu machen.

Als mir das nicht gelang, habe ich eindringlich auf die Tatsache hingewiesen, dass ich schon ein Kind durch Ärztepfusch verloren hatte, und ich eine Wiederholung derartiger Ereignisse kaum verkraften könne.

Ich habe inständig darum gebeten, aus diesen Gründen besonders auf ihn zu achten. Lange habe ich mich gescheut, bestimmte Einzelheiten des Leidensweges meines Sohnes zu veröffentlichen. Aber es blieb mir keine Wahl. Ohne diesen Gang in die Öffentlichkeit hätte man diese skandalösen Machenschaften längst vertuscht. Je länger ich mich mit der Aktenlage befasste, umso mehr ungeheure Vorgänge konnte ich entdecken. Ich gehe davon aus, dass längst nicht alles aufgedeckt ist.
Jede Menge nachträgliche Veränderungen, Korrekturen, Manipulationen und Widersprüche wurden bisher in der Krankenakte gefunden und auf diesen Seiten im Netz dokumentiert.

Warum manipuliert und lügt man derartig massiv, wenn man nichts zu verbergen hat?

All das hat aber die Staatsanwaltschaft in Rostock bisher nicht veranlasst, auch nur annähernd sachgerecht tätig zu werden.
Man hat den Eindruck, dass systematisch gezielt nichts festgestellt werden soll, deshalb wohl auch die Auswahl dieser Gutachter, Prof. Dr. Freyberger und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf, die auch eindeutig und zielgerichtet handeln, eben nur anders, mit einer anderen, eine, ihre gute Kollegin schützende Zielvorgabe.

Dieser Taktik folgt man auch noch zielgerichtet am 26.09.2012.

Am 6.1.2006, zwei Tage vor seinem Tod, wird in den Pflegebericht des Patienten eingetragen: „hat seine Tabletten das erste Mal selber aufgestellt, hat er gut gemacht“

War das etwa die " gewisse Symptomverbesserung und die Zukunftsorientierung"?
Der Gutachter, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf schreibt, bezogen auf die Verlegung auf eine offene Station, nur Tage vor dem Tod meines Sohnes: .."insbesondere wenn sich eine gewisse Symptomverbesserung andeutet, auch wenn die Stabilität und Belastbarkeit noch unbefriedigend sind..“

„Moderne klinische Psychiatrie und Psychotherapie geht diesen Weg heute, allerdings auch unter einem zeitlichen Druck, der mit Kosten  zu tun hat, sozusagen von einer Phase der Symptombesserung hin zu einer Phase der sozialpsychiatrischen rehabilitativen Orientierung.

   ,Gutachten Wolfersdorf

Dass nichts von dem, was er selbst öffentlich an Verhalten von Ärzten bezüglich notwendiger Behandlung einfordert, hier aber in keiner Weise umgesetzt wird, das übersieht Prof. Wolfersdorf, aber auch die anderen Kollegen aus dem gemeinsamen Verein, glatt.

Die Reihenfolge dieser drei Bilder zeigen mehr als deutlich, dass von "Symptomverbesserung" keine Rede sein kann:

Alle Unterlagen der Krankenakte, die zu Lebzeiten des Patienten geschrieben wurden, und die Zeugen, sagen aber das Gegenteil von dem aus, was Prof. Wolfersdorf behauptet.

Erst nach dem erlebten Missbrauch, folgt die klare Suizidansage am 13.10.05,

„möchte sich am liebsten von einem Hochhaus stürzen und nichts mehr merken“, ging es nur noch stetig bergab.

    

"Als Spätfolge eines physischen oder sexuellen Missbrauchs / Vergewaltigung kann es durchaus zu einer psychotischen Dekompensation kommen, wenn lange Zeit dissoziierte / verdrängte Trauma-Inhalte flashback-artig ins Bewusstsein dringen und die normalen Verarbeitungsmöglichkeiten überfordern. 

Diese psychotischen Symptome können durchaus so heftig ausfallen, dass die dahinterliegende PTBS (oder andere dissoziative Störung) davon weitgehend zugedeckt wird und die Psychose ganz in den Vordergrund rückt."

Hier ist eine Zeugenaussage hinterlegt, die diese Aussage bestätigt.

 

Dieser Zeuge wurde den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern schon wenige Tage nach dem Tod des Patienten benannt!  Auch er wurde bis heute nicht gehört.

Eine weitere Zeugin, eine Ärztin, sprach Stunden danach, am späten Abend dieses Tages, dem letzten Abend vor seinem Tod mit Mario Hagemeister, sie wurde auch nicht gehört:

Und in diesem Zustand schichte man ihn am Morgen danach in den Tod.

Ist das eine "Symptomverbesserung"?

Nein, das ist eine Schutzbehauptung, das ist eine Lüge.

Der Patient lebte tatsächlich völlig im Wahn und war nicht Herr seiner Sinne.

In der Fachliteratur der Psychiatrie findet man recht viele klare Aussagen dazu, was „sozialpsychiatrisch“ und „rehabilitativ“ im Sinne der Psychiatrie bedeuten.

Selbst Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf macht an anderer Stelle klare und deutliche Aussagen. Das wird von ihm hier komplett unterschlagen!

Die DGPPN selbst gibt eindeutige Vorgaben und veröffentlicht Forderungen (im Link „rehabilitativ“), die bei etwas genauerer Betrachtung aber in diesem hier vorgestellten „Behandlungsverlauf“ an keiner Stelle auch nicht im Ansatz Berücksichtigung fanden. Auf diese Weise wird in diesem Gutachten etwas als Tatsache in den Raum gestellt und als gegeben suggeriert,  was aber während der Behandlungszeit tatsächlich nicht stattgefunden hat.

Stattdessen wird das zweimalige Aussetzen in hilflosem Zustand, klar und deutlich in der Aktenlage dokumentiert und nicht zu übersehen, offensichtlich gezielt nicht zur Kenntnis genommen und unterschlagen.

Auch diese Art des Vorgehens, hier hinterlegt, ist nicht korrekt und erst recht nicht wissenschaftlich. Eine korrekt und objektiv arbeitende Staatsanwaltschaft in Rostock hätte das bei einer korrekten Vorgehensweise erkennen müssen.

So ist es "verbale Rumeierei“, denn, wenn es als Erfolg schriftlich festgehalten wird, dass der Patient nach fast sechs Monaten Behandlungsdauer das erste Mal selber seine Tabletten aufgestellt hat, kann man dann wohl kaum aus diesem Eintrag eine signifikante Symptomverbesserung ableiten.

Stabilität und Belastbarkeit sind hier nicht unbefriedigend, wie das der Gutachter aussagt, nein, sie sind überhaupt nicht vorhanden. Das belegen Pflegebericht und alle bisher gezielt nicht berücksichtigten Zeugen!“

Aber selbst eine festgestellte „unbefriedigende Stabilität und Belastbarkeit“ hätte bei der Vorgeschichte einen Ausgang allein, ohne Begleitung, ausschließen müssen.  

Selbst im Maßregelvollzug gelten in MV Regeln, wie sie auch analog in der psychiatrischen Literatur eingefordert werden. Nicht einmal das, was in MV im Maßregelvollzug Vorschrift und scheinbar die Regel ist, und auch der gängigen Fachliteratur entspricht, fand in vorliegenden Fall bei einem Privatpatienten auch nicht einmal ansatzweise Berücksichtigung. Genau das, was hier in dem hinterlegten Flyer steht, fordert die Fachliteratur.

Dieser Flyer, zahlreich Exemplare davon liegen/lagen als Auslage in dem Eingangsbereich der Staatsanwaltschaft in Rostock. Aber auch das, was darin steht, wird verschwiegen.  

Welche Absicht steckt wohl dahinter, wenn man einen Patienten in eindeutig völlig hilflosem Zustand und im Wahn gefangen, in Kenntnis derartiger Regeln dennoch völlig allein, ohne jede Information von Bezugspersonen außerhalb, die sich um ihn kümmern können, schutzlos aussetzt?

   ,sagt Gutachter Wolfersdorf

Also erklärt dieser Gutachter hier unmissverständlich, dass dieser Patient "unter einem zeitlichen Druck, der mit Kosten zu tun hat" geradewegs in den Tod geschickt wurde, jedenfalls wurde dieses Risiko bewusst in Kauf genommen: "Moderne klinische Psychiatrie und Psychotherapie geht diesen Weg heute."

Eben das stimmt nicht, das ist eine perfide gutachterliche Falschaussage: Die Fachliteratur macht völlig andere aussagen, selbst die behandelnde Ärztin, Prof. Dr. Herpertz und Prof. Wolfersdorf selbst auch, an anderer Stelle auf dieser Internetseite umfassend dokumentiert und auch hier hinterlegt.

Auch das Gutachten des Landgerichts in Detmold kommt zu völlig anderen und für jedermann nachvollziehbaren Ergebnissen.

Das, was in der Klinik in Rostock stattfand, ist dann aber ein menschenverachtendes und unwürdiges "Russisch Roulette" mit Schutzbefohlenen.

Die hier veröffentlichten real existierenden Berichte der Ärzte  >>KH-Akte<<  entsprechen in keiner Weise einer ordnungsgemäßen und detaillierten Dokumentation der diagnostischen und therapeutischen Geschehnisse, wie die Rechtssprechung sie fordert.


Stattdessen sind sie sind voller Fehler, Manipulationen und Widersprüche. Nach den katastrophalen Ereignissen Anfang Oktober 2005, dokumentiert durch Pflegebericht, Fieberkurve, Protokoll der Fixierung, Medikation und Zeugenaussagen hätte man die Wiederholung einer Aussetzung im hilflosen Zustand, wie hier nachweislich geschehen und in der Krankenakte dokumentiert, verhindern müssen.

Eine notwendige Behandlung des nach der ersten Aussetzung in hilfloser Lage erfolgten Missbrauchs am schutzbefohlenen Patienten und der danach mehrfach festgestellten, aber völlig unbehandelten Suizidalität, so, wie das die gesamte Fachliteratur überall als Regel fordert, hat nicht stattgefunden; stattdessen schickt man den hilflosen Patienten in den Tod

In dieser Dokumentation aus dem Jahr 2004 wird sehr deutlich die geltende Rechtssprechung dargestellt:

„Haftungsrechtliche Problematik beim Patientensuizid“, daraus:

"Die Sicherheit des Patienten muss auch bei stationären Behandlungen in einer psychiatrischen Krankenanstalt oberstes Gebot sein.

Auf den personellen und sachlichen Aufwand kann es unter den zitierten bundesgerichtlichen Kriterien nicht ankommen195. 

Der akut selbstmordgefährdete Patient bedarf ständiger Aufsicht und einer im Rahmen der Gegebenheiten möglichst risikoarmen Unterkunft 196.

In der fehlenden Klärung einer eventuell bestehenden akuten Suizidalität sah der Bundesgerichtshof einen Behandlungsfehler und verurteilte den beschuldigten Behandler zur Zahlung von Schadensersatz." und:

"Wer aber als Garant 138, d.h. eine dem Suizidenten besonders verpflichtete Person, einen Suizid nicht verhindert, macht sich der Tötung durch Unterlassung strafbar. Allerdings kann, da die Rechtsprechung den Suizid als Unglücksfall sieht, auch ein Nichtgarant, der nichts zur Rettung unternimmt, wegen unterlassener Hilfeleistung gemäß §323c StGB139 bestraft werden."

„Der Bundesgerichtshof bewertet die Dokumentationspflicht als vertraglich und deliktisch begründetet Pflicht des Arztes zur Aufzeichnung des Behandlungsgeschehens und bezeichnet sie als unverzichtbare Grundlage für die Sicherheit des Patienten in der Behandlung (vgl. BGH NJW 1986, 2365; NJW 1988, 762).“ http://www.kassenarztrecht.net/behandlungsfehler/50122295a8113ba01.html

"Die Therapiesicherung soll eine sachgerechte Behandlung und Weiterbehandlung des Patienten ermöglichen.

Daher müssen die Aufzeichnungen gewährleisten, dass jeder mit- oder nachbehandelnde Arzt jederzeit im Stande ist, sich anhand der Dokumentation über die bis dato durchgeführten Maßnahmen und die angewandte Therapie zu unterrichten. Dies gilt um so mehr, als das arbeitsteilige Zusammenwirken von Ärzten mehrerer Fachrichtungen immer bedeutender wird."

"Ist etwa eine bestimmte medizinische Maßnahme nicht dokumentiert, so geht die Rechtsprechung bis zum Beweis des Gegenteils durch den Arzt davon aus, dass diese Maßnahme auch nicht stattgefunden hat."

Vor keiner der beiden Aussetzungen im hilflosen Zustand fand eine notwendige Untersuchung auf Stabilität statt. Nichts ist dokumentiert.

Nachträglich ist es klar, warum weder Ärzte, Chefärztin und auch die beiden Gutachter aus dem gemeinsamen Vorstand der DGPPN es geradezu vermieden haben, diese ungeheuren Vorgänge überhaupt nur anzusprechen und warum nachträglich schnell noch einige Dokumente entstanden.

Jetzt versteht man auch, warum die Staatsanwaltschaft in Rostock sich lange geweigert hat, die Krankenakte zur Einsicht freizugeben.

„Die Akten sind zu brisant für eine Herausgabe“, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft in Rostock. Es stellte sich schon bald heraus, dass die Aktenlage tatsächlich "brisant" war.

Neben zahlreichen Manipulationen stellte sich nämlich heraus, dass die Dokumente weder inhaltlich noch bezogen auf die angegebenen Termine  zueinander passen, und selbst die handschriftlichen Angaben einer Amtsrichterin in keiner Weise sachlogisch eingeordnet werden kann.

http://www.todinrostock.de/index70.jpghttp://www.todinrostock.de/index27.gifhttp://www.todinrostock.de/index362.jpg

Protokoll der Richterin vom 6.10.05  "Er wirkte bis Samstag letzter völlig gebessert", gemeint ist: Samstag letzter Woche!

Da fand aber, in der Krankenakte so dokumentiert, die eigentliche Katastrophe mit der Aussetzung in völlig hilflosem Zustand statt!

Am Morgen des 01.10.05 wird von qualifiziertem Personal noch in die Krankenakte eingetragen:

"Pat. am morgen sehr verlangsamt in seinen Handlungs- und Gedankenabläufen,

http://www.todinrostock.de/index95.jpg wirkte sehr zerstreut, hilflos, ratlos"

Es ist unglaublich, aber das, was hier folgt, ist alles, was die behandelnde Chefärztin, auch erst nach dem Tod des Patienten zu Papier gebracht, in der Zeit zwischen dem 1.9.05 und dem 10.10.05,

also in sechs Wochen!"

Kein Wort erscheint zu Aussetzung in hilflosem Zustand, psych. Krampfanfall, Wachkoma, tagelanger Fixierung ihres Privatpatienten.

Das ist alles, was sie zu diesem katastophalen Zustand zu sagen hat:

http://www.todinrostock.de/index485.jpghttp://www.todinrostock.de/index360.gif

 

Am 16.9 ist die behandelnde Ärztin tatsächlich im Schloss in Saarbrücken und nicht in Rostock.

Das "Einzelgespräch" am 4.10.05 besteht nur aus Abgeschriebenem aus der Aktenlage, den die behandelnde Ärztin war da noch im Urlaub. 

Zum tatsächlichen Datum 4.10.05, da soll das "Einzelgespräch" in widerrechtlich fixiertem Zustand stattgefunden haben, steht nicht ein einziges Wort. Sie stellt nicht einmal fest, dass ihr Patient fixiert ist!

Am Vortag verlangte er noch laut Aktenlage einen Anwalt, um seine Entlassung zu erreichen- somit wurde er zusätzlich widerrechtlich festgehalten. Ab jetzt wird nichts hinterfragt und nichts festgestellt.

Somit verbleiben zwei Zeilen angeblicher Behandlung für einen Zeitraum von sechs Wochen!

       

6.10.2005, teils handschriftliches Schreiben der Amtsrichterin Ute Blindow, Anhörung in der Betreuungssache.

Eine Unterbringung nach PsychKG.

An Hansestadt Rostock

Der Oberbürgermeister   Rostock, 7. Oktober 2005

Unterbringungsantrag (das Original ist hier hinterlegt)

Da sich bisher kein ausreichender Behandlungserfolg eingestellt hat, der eine Entlassung zulässt und der Gesundheitszustand weiter als sehr bedrohlich anzusehen ist, kann hier nur eine stationäre Behandlung folgen.

(weiter in der Anlage das Ärztliche Zeugnis)

Der/die Betroffene ist deshalb am 7.10.2005 aufgrund einer Anordnung nach §15 PsychKG untergebracht worden (sofortige Unterbringung).

Aus dem geschilderten Sachverhalt in Verbindung mit dem beigefügten ärztl. Zeugnis von Herrn/Frau Dr. med. U. Lemke Arzt auf der P2 ergibt sich, dass der/die Betroffene psychisch krank ist und dass durch sei /ihr krankhaftes Verhalten eine gegenwärtige erhebliche Gefahr 

Angabe der gefährdeten Rechtsgüter   Leib, Leben und Gesundheit  (...)

Die einstweilige Anordnung ist erforderlich, weil die Anordnung der sofortigen Unterbringung am 8.10.05 um 24.00 Uhr endet, die Gefahr jedoch fortbe-

Gesetzliche Vertreter des/der Betroffenen sind  X Betreuer Aufgabenkreis (keine Angabe)

Darunter folgt das Gesundheitszeugnis mit Datum 6.10.05, darin:

„Nahrungs- und Kontaktaufnahme zu Ärzten vollständig verweigert“

„Es wird gebeten, die sofortige Unterbringung nach § 15 PsychKG zu veranlassen“

und: „X befindet sich in im Zustand der Willenlosigkeit“ Ulrike Lemke  6.10.05

Danach bestand ohnehin eine Unterbringung bis zum 8.10.2005

"befindet sich in im Zustand der Willenlosigkeit“, am 6.10.

Wie passt das zum Protokoll der Richterin, Frau Blindow, auch vom 06.10.05, siehe auch die Fieberkurve an diesen Tagen, die an diesem Tag angeblich ein lockeres Gespräch mit dem Patienten führt! Hier passt nichts,

siehe dazu auch die Argumentation des Dr. Garbe von der STA Rostock.

Protokoll der Richterin vom 6.10.05  

"Er wirkte bis Samstag letzter völlig gebessert", steht da. Gemeint ist der Samstag letzter Woche, das war aber der 1.10.05, und da stand nun wirklich nichts von Besserung im Pflegebericht, sondern: "Pat. am Morgen sehr verlangsamt in seinen Handlungs- u. Gedankenabläufen,

   

Aber auch an den Tagen davor ist eine deutlich eingeschränkte und nicht ausreichende Belastbarkeit des Patienten dokumentiert.

Diese völlige Fehleinschätzung der Stationsärztin, hier nochmals handschriftlich von einer Richterin klar und deutlich dokumentiert, führte zur Katastrophe mit dem erlebten Missbrauch:

Ausgesetzt in hilflosem Zustand, und auch das sollte danach systematisch vertuscht werden. Wo war ein für den Privatpatienten tatsächlich zuständiger Arzt?

Das war aber die Vorgeschichte laut Aktenlage, und da sieht das ganz anders aus:

Am 02.10.05 wird der völlig verstörte Patient vom Klinikum Südstadt, Rostock, in das er eingeliefert wurde, weil er völlig hilflos und verwirrt durch die Straßen Rostocks irrte, wieder in die Psychiatrie geschickt, als Herr Unbekannt, mit der Diagnose

              psych. Krampfanfall und DD Wachkoma.

Tagelang wurde der Patient widerrechtlich fixiert, auch an diesem Tag, und auch am Tag danach. Kein Wort erscheint dazu am 06.10.05 in diesem handschriftlichen Protokoll der Richterin. In diesem Zustand befand sich der Patient am 6.10.05!

Man hat den Eindruck, dass in aller Eile erst nachträglich Dokumente entstanden, um gemeinsam eine ungeheure Schlamperei zu vertuschen.

 

Diesen Vorwurf habe ich auf diesen Seiten im Internet mehr als ausreichend anhand der Aktenlage bewiesen.

Sehr früh, schon am 9.1.2006, als die Chefärztin, Prof. Dr. Herpertz, als behandelnde Ärztin, einen Tag nach dem Tod ihres Privatpatienten bei uns anrief, um die weitere Behandlung zu besprechen, war uns mehr als deutlich klar, dass es hier nicht "mit rechten Dingen" zuging.

Dieses Gespräch können mehrere dabei anwesende Trauergäste bezeugen.

http://www.todinrostock.de/index.21.gif

Für den 08.01.06 erscheint ein Bericht in der Akte, der eindeutig nicht vom 08.01.06 stammen kann, da er Inhalte enthält, die erst Tage danach bekannt werden. Am Abend des 8.1. war nämlich nur die diensthabende Schwester Dorothea in der Klinik zu erreichen. 

Dieser Bericht ist erstellt und unterschrieben von Frau Dr. Lemke, die weder für den Privatpatienten der Chefärztin, noch für die Station P3 zuständig ist, wie das Protokoll der Polizei Rostock belegt. Der Anruf am späten Abend des 08.01.06 kam nämlich ganz eindeutig von einer Krankenschwester und nicht von Dr. Lemke, darin die Zeitangabe 22.15. Uhr!

http://www.aerztepfusch-psychiatrie.de/dokumente/letzte_tage_im_pflegeblatt.pdf

Hier im Pflegebericht steht deutlich:

"Vater rief mehrfach an" - und da war kein Arzt, nur eine Krankenschwester - und dann erscheint da die hier hinterlegte ärztliche Dokumentation, wie "an einem Stück geschrieben", der letzte Eintrag:

"10.1.06 Nachricht, dass sich Patient suizidiert habe durch Sprung vom Hotel Neptun in Warnemünde am 9.1.06"

Das steht da und das ist unfassbar:

Nicht nur die behandelnde Chefärztin, Prof. Dr. Herpertz, wusste lange nichts vom Tod ihres Patienten, auch die Stationsärztin bestätigt hier die ärztliche Unwissenheit.

Die letzten Worte: "Eintrag am 13.1.06" - das ist lange nachdem die Polizei die Akten beschlagnahmen wollte!

Von der für diesen Privatpatienten verantwortliche Ärztin, Prof. Dr. Herpertz, gibt es in der gesamten Aktenlage von fast einem halben Jahr, nicht eine Seite, nicht einmal einen einzigen Satz!

Am Tag nach seinem Tod weiß die zuständige Chefärztin, Prof. Dr. Herpertz, nicht einmal, dass ihr Privatpatient schon lange tot ist!

  

Die letzten beiden Einträge in die „Dokumentation der Einzelgespräche“ der Chefärztin, Prof. Dr. Herpertz mit ihrem Privatpatienten Mario Hagemeister, bemerkenswert daran ist, dieser Textanteil ist deutlich länger als alle anderen Einträges während des ganzen vergangenen halben Jahres der angeblichen Behandlung zuvor:

wird besprochen“, steht da aber, und nicht „..habe ich mit ihm besprochen“ „wird Tagesurlaub nach Hause zugesagt“, steht da und nicht „.. habe ich zugesagt“.

Warum stammt diese fragwürdige Beurlaubung dann von einer Stationsärztin, von Dr. Lemke, die überhaupt nicht für diesen Patienten zuständig ist

Die „gute Planung des Sonntags“ hatte ich, der Vater, Prof. Dr. Herpertz am frühen Abend des 9.1.06 mitgeteilt, als Prof. Dr. Herpertz im Elternhaus des Patienten in fast 500 Kilometern Entfernung von Rostock, lange nach dem Tod dieses Patienten in Anwesenheit von Zeugen anrief.

Erst nach dem Tod des Patienten entsteht eine weitere Beurlaubung eines weiteren Assistenzarztes, Dr. Kumbier, , der laut eigenen Angaben diesen Privatpatienten der Chefärztin, Prof. Dr. Herpertz, so gut wie überhaupt nicht kannte:

Dr. Kumbier, Assistenzarzt der P3 in Rostock kennt laut eigenen Angaben den Patienten Mario Hagemeister erst seit dem 4. oder dem 5. Januar 2006 und gibt am Tag nach dessen Tod, am 9.1.2006, wissend, dass eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Fahrlässigen Tötung unterwegs ist, diesen Bericht ab, umgesetzt von Handschrift:

 Name: Hagemeister, M.G.  Station P3  Behandlungswoche 3.1. –6.1.06

 I. Befund: Pat. im Gespräch zugewandt, freundlich; gibt subjektiv Besserung Konzentrationsvermögen an (z.B. zum Lesen, lernen)

affektiv Schwingungsfähig, kein Anhalt für depressive oder manische Symptomatik

II. Gefährdungsaspekte:

kein Anhalt für akute Eigen oder Fremdgefährdung 

II Psychopharmakologie Leponex mg 100 – 75 – 100  siehe 25.12  Solian mg 200 – 0 – 200   Gastrozepin  2x 25 mg

Wirkungen  gute antipsychotische Wirkung

Nebenwirkungen  bis auf bekannten Speichelfluß keine Erhöhung  Transaminasen rückläufig

 III Psychotherapie Teilnahme an Zusatztherapien Gruppe 2, nach Absprache aus Wunsch Pat keine Teilnahme an Ergotherapie und Sport im Keller damit er täglich Zeit zum Lernen hat (besorgt sich Prüfungstermine)

IV Soziotherapie /Entlassungsvorbereitende Maßnahmen

Schrittweise Belastungssteigerung – und Erprobung vorgesehen,

am Samstag auf Wunsch Pat. TU  (Tagesurlaub) möchte Sonntag Freund treffen, freue sich darauf

 V Ausgangsregelung   PA  allein möglich

 5.1.05    Einzelgespräch mit Fr. Prof Herpertz, siehe Bericht

 9.1.06      Zeichen für Kumbier

(aus einer 6 wurde, klar erkennbar, im Nachgang eine 9 gemacht) 

Das Original:  http://www.todinrostock.de/kum.jpg

.............................................................................................................................................

„affektiv Schwingungsfähig, kein Anhalt für depressive oder manische Symptomatik“ ,dazu:

Am Tag nach seinem Tod wird Mario Hagemeister, der Privatpatient der Chefärztin Prof. Dr. Herpertz in der Psychiatrie in Rostock von einem Assistenzarzt, der diesen Privatpatienten seiner Chefin laut eigenen Angaben so gut wie überhaupt nicht kennt, nachträglich für völlig gesund erklärt.

besonders Bedenkenswert:

1. „siehe Bericht“ – dieser Bericht der Chefärztin wird tatsächlich aber überhaupt erst am Folgetag, am 10.1.06 geschrieben!

2. „Behandlungswoche“ vom 3.1. –6-1.06, - dienstags bis freitags – ist das eine Woche?

3. „Behandlungswoche“ vom 3.1. –6.-1.06 Dr. Kumbier kennt diesen Patienten laut eigener Angabe erst seit dem 4. oder dem 5. Januar (Donnerstag) 2006!

4. Am Tag nach dem Tod, am 9.1.2006 wird „Patientenausgang allein für möglich erklärt (in Kenntnis einer inzwischen erfolgten Strafanzeige)

von einem Assistenzarzt, Dr. Kumbier, der diesen Patienten so gut wie nicht kannte und für den Privatpatienten der Chefärztin nicht zuständig war.

5. Vor diesem Wochenende hat ganz eindeutig keine Überprüfung der gesundheitlichen Verfassung des Patienten in der Klinik stattgefunden, der letzte Arztbericht, geschrieben zu Lebzeiten des Patienten:

am 5.1.06 (Donnerstag vor dem Wochenende) geschrieben, auch von keinem Arzt, der für den Privatpatienten der Chefärztin zuständig war – da ist eindeutig keine Überprüfung / Untersuchung auf Stabilität und vorhandene Suizidalität dokumentiert!

Zwei Zeugen für den Vortag des Todes, der Beweis, wie gelogen wird:

http://www.todinrostock.de/zeuge2.pdf                           http://www.todinrostock.de/eid.

 

In der Hektik macht man schnell Fehler: Abgesehen davon, dass Dr. Kumbier sicherlich 2006 und nicht 2005 meinte, hat er übersehen, dass die Berichte der Chefärztin erst am folgenden Tag, nämlich am 10.01.06 erstellt werden!

http://www.todinrostock.de/einzel.pdf          http://www.todinrostock.de/universi.pdf

Also, wann wurde wohl dieser „Wochenbericht“ in welcher Absicht erstellt?

Eine Woche mit vier Tagen, beginnend am Dienstag, 3.1., endend am Freitag, 6.1.06? Freitag ist Feiertag! Dann Wochenende – und am Sonntag schickt man den hilflosen Patienten wieder raus.

Der Donnerstag, der 5.1.2006, ist der Tag, an den Krankenschwester Genendsch von der Station P2 laut eigenen Angaben bei der Kriminalpolizei Rostock aber noch auf der Station P2 für den Patienten Hagemeister zuständig war: http://www.todinrostock.de/genen.pdf

Dazu noch der Satz aus dem Gutachten Wolfersdorf, Seite 21:

  "Der Arzt, Dr. Ekkehard Kumbier, Assistenzarzt auf der Station P3 (Bd. 1, Bl. 161-164) gibt an, dass er Oktober/ November 2005 auf die Station P3 gekommen sei, den Patienten Mario Hagemeister habe er erstmals am 04. oder 05. Januar 2006 persönlich kennen gelernt.

Zur Entscheidung für den genannten Tagesurlaub am Suizidtag erinnert er sich, dass diese an dem Donnerstag vor dem 08.01. erfolgt sei in einer so genannten Teambesprechung."

Diese Beurlaubung, ohne Datum, stammt also (oder auch nicht) von Donnerstag, dem 5.1.06, aber ausgestellt von der Stationsärztin der P2, Dr. Lemke, und nicht von für diesen Privatpatienten tatsächlich zuständigen Ärzten.

Dieser Donnerstag war der 5.1.2006.

Danach hat Dr. Kumbier den Privatpatienten der Chefärztin wahrscheinlich, wenn überhaupt, nur einmal gesehen, denn

Dr. Kumbier schreibt einen Bericht zur Behandlungswoche 03.-06.01.2006 (Dienstag bis Freitag), kennt den Privatpatienten der Chefärztin aber erst seit dem 4. oder 5. Januar? http://www.todinrostock.de/kum.jpg

Der 05.01. war ein Donnerstag, der 6.1., Freitag, war Heilige Drei Könige, der 08.01.2006 war ein Sonntag, also Wochenende. .....Dr. Kumbier wusste auch nichts von einer Suizidgefahr, siehe Gutachten Wolfersdorf, hinter diesem Link).

Zitat: "In der kurzen Zeit, in der er den Patienten kennen lernen durfte, hat er nie darüber geredet.“

„Er habe auch nichts davon mitbekommen, es wurde auch vom medizinischen Personal nichts an ihn herangetragen."

Kommentar: Warum auch hätte Mario Hagemeister mit Dr. Kumbier darüber reden sollen? Offensichtlich kannte er ihn nicht einmal.

Seine behandelnde Ärztin war Frau Prof. Dr. Herpertz, die war nur, wie so oft, nicht da.  

Für diesem Tag existiert in der Dokumentation der Chefärztin auch ein recht umfangreiches Gespräch. In der Befragung der Stationsschwester steht aber nichts von der Anwesenheit ihrer Chefin an diesem Tag.

Kann eine mangelhafte Dokumentation und eine geradezu ungenügende Organisation überhaupt noch deutlicher dargestellt werden?

Außerdem widerspricht das elementaren Grundregeln in der Psychiatrie.

Selbst ein Prof. Wolferdorf veröffentlicht das, wie viele andere auch, an anderer Stelle. Nur hier, da übersieht er komplett alle vorwerfbaren Fehlverhalten!

Bis zu welchem Tag hatte Dr. Kumbier in dieser Woche wohl Dienst? Nicht nur Dr. Kumbier machte in der Eile nach dem Tod des Patienten Fehler:

Ich frage mich, wie „Tagesurlaub nach Hause“ zugesagt werden konnte, wo doch augenscheinlich bekannt war, dass das Zuhause und die Bezugspersonen dieses Patienten sehr weit weg von Rostock (ca. 500 km) waren und seine Studentenbude ein kalter Trümmerhaufen. Das war hochgradig verantwortungslos.

Wie kann es sein, dass die behandelnde Ärztin eines Privatpatienten, zumal die erste "Belastungserprobung" in ihrer Abwesenheit Anfang Oktober 2005 schon in einem absoluten Desaster endete, hier überhaupt nichts davon wusste, und sich von mir, dem Vater, berichten ließ, was am letzten Lebenstag seines Sohnes geschehen war?

Lange bevor wir Einsicht in die Krankenunterlagen hatte, ging dieses hier hinterlegte Schreiben an die Staatsanwaltschaft in Rostock, an Herrn Oberstaatsanwalt Ritter. Zitat aus diesem Schreiben:

Frau Herpertz erklärte, sie „..wolle sich nur mal wieder melden, man habe ja so lange nichts voneinander gehört und müsse ja nun überlegen, wie es denn mit Mario weitergehen solle..“

Dieser Anruf und die Inhalte des Gesprächs mit dem Zeugen aus Südafrika am Tage zuvor, waren für mich der Anlass, sofort eine Strafanzeige zu erstatten.

Als die Kripo Rostock in der Klinik sofort die Krankenunterlagen sicherstellen wollte, ging das nicht. Die Krankenunterlagen dieses Privatpatienten befanden sich nicht in der Klinik.

Sie waren bei der Chefärztin, bei Frau Prof. Dr. Herpertz, daheim und wurden erst mehrere Tage später den Ermittlungsbehörden übergeben. 

Nicht nur ich, alle Anwesenden im Raum, waren mehr als erschüttert über diesen Anruf.

Am 05.01.06 wird im Pflegebericht der Klinik eingetragen: "wird morgen geklärt, was für Therapien für ihn gut sind"

Das war vor dem Wochenende, und am Montag danach, am 09.01.06, kam dieser Anruf am frühen Abend.

Am 05.01.06 ist die Erklärung, der Hintergrund dieses unglaublichen Anrufs - dokumentiert, geradezu angekündigt.

Der Anruf, nur verspätet, ist sogar im Pflegebericht in der Krankenakte der Klinik dokumentiert!

Mehrere Trauergäste, die im Elternhaus im fast 500 Kilometer entfernten Horn-Bad Meinberg anwesend waren, können diesen Anruf und die Inhalte bezeugen.

Sofort wurde das hier hinterlegte Gedächtnisprotokoll verfasst und an die Kripo in Rostock übermittelt.

Nichts von den Inhalten wurde bisher berücksichtigt. Trotz zahlreicher Aufforderungen wurde auch der darin genannte Zeuge bis heute gezielt nicht zur Kenntnis genommen. 

Das und die gezielte Auswahl der eindeutig befangenen Gutachter Prof. Dr. Freyberger und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf zeigen mehr als deutlich auf, wie in Mecklenburg- Vorpommern gezielt manipuliert/gemauschelt wurde.

Nicht einmal das, was in MV im Maßregelvollzug Vorschrift und scheinbar für Straffällige die Regel ist, und auch der gängigen Fachliteratur der Psychiatrie entspricht, fand in vorliegenden Fall bei einem Privatpatienten der Chefärztin auch nicht einmal ansatzweise Berücksichtigung. Dieser hier hinterlegte Flyer lag in der Staatsanwaltschaft in Rostock im Jahr 2007 zu Hunderten aus.

Aus diesen Gründen werde ich auch in Zukunft nicht nachlassen zu verhindern, dass diese hier veröffentlichten und bewiesenen skandalösen und unwürdigen Machenschaften unter den Tisch gekehrt werden, so, wie es in Mecklenburg- Vorpommern derzeit in konzertierter Aktion und systematisch betrieben wird, getreu dem Motto: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen."

Das Oberlandesgericht in Rostock hatte zu entscheiden, ob es wieder in Deutschland von einer Staatsanwaltschaft toleriert werden kann und darf, dass psychisch Kranke aus Kostengründen in klar erkennbar hilflosem Zustand in den Tod geschickt werden können / entsorgt werden können entsorgt werden können entsorgt werden können und Beweismaterial vertuscht und unterschlagen werden darf – und das ungestraft unter völliger Missachtung der geltenden Gesetze und aller veröffentlichten elementaren Kenntnisse der Psychiatrie.

Eine weitere Zeugin, eine Ärztin, sprach am späten Abend, dem letzten Abend vor seinem Tod mit Mario Hagemeister:

Diese Zeugin, wie auch der schon wenige Tage nach dem Tod des Patienten genannte Zeuge aus Südafrika, wird und wurde von den "Ermittlungsbehörden in Mecklenburg- Vorpommern gezielt nicht gehört.

Zur Medikation, aus einem Artikel des Spiegel aus dem Jahr 1988: Nach den ersten Wochen des Entzugs haben psychotische Wahngebilde sein Denken überschwemmt."

So war das bei Mario auch, in den letzten Wochen, vollgepumpt mit Medikamenten bis hin zur Provokation eines Epileptischen Anfalls, eben, durch diese Medikamente.

Aus dem Pflegebericht:

18.12. Leponex - Dosis immer noch reduziert, da der Patient am 18.12. unter Therapie einen epileptischen  Anfall erlitt Pat. wurde um 11.20 Uhr liegend, nicht ansprechbar, prustend im Zimmer aufgefunden.

Liegt wieder im vorderen Bereich- Verlegung auf Überwachung meinte, der KA (Krankenhausaufhalt) wäre Gottes Strafe für seine Trägheit heute Vormittag

Auch das haben die DGPPN-Gutachter geflissentlich „übersehen“ –und so orakelt stattdessen der DGPPN- Experte Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf:

"Der Zustand des Patienten war Ende Dezember und Januar jedoch gebessert und der Patient zukunftsorientiert."

Welch ein unverschämter Lügner!

Die Wahrheit sieht aber ganz anders aus, selbst die Aktenlage straft ihn Lügen:

          

lt. Prof. Herpertz kein Urlaub nach Hause, am 23.12.05

Völlig  anders, aber so, beschrieb das selbst die behandelnde Ärztin am 19.12. und am 23.12,05, zwar auch erst nach dem Tod ihres Privatpatienten, aber zeitnah, auch die Stationsärztin, am 20.12.05:

"bei wohl akuter Suizidalität, die nur i.R. wahnh. Erlebens nicht umgesetzt wird"

Dazu diese Einträge im Pflegebericht:

am 25.12.2005 : " Pat. ist unterschwellig aggressiv"

am 27.12.2005: "scheint unterschwellig gereizt"

am 02.0 1.2006: "Pat. Ist nicht mehr so zugänglich - teilweise etwas lappich läppisch?)"

am 03.01.2006: "gibt aber an, dass er weiter an zwei Realitäten glaube"

am 04.01.2006: "es würde ihm schlecht gehen, könnte nur schlecht unterscheiden, was reell ist und was nicht, möchte sobald wie möglich entlassen werden"

am 05 .01.2006: "Pat. hatte Gespräch mit der Chefarzt in, wird morgen geklärt, was für Therapien für ihn gut sind"

am 06.01.2006: "Pat. kommt den ganzen Vormittag kaum aus dem Bett; kaum Kontakt zu MP (Mitpatienten)"

am 07.01.2006: "Pat. heute etwas öfter auf als gestern; sieht etwas blass aus; Patient zu kleinem Gespräch mit pp (Pflegepersonal) bereit".

Dazu die Zeugen: Zeuge 1Zeuge 2,  Zeuge 3

Ist das: "Ende Dezember und Januar jedoch gebessert und der Patient ist zukunftsorientiert?"

siehe auch,  www.todinrostock.de/lemke2.pdf     ,daraus:

Google: „Einer flog über das Kuckucksnest“ im Volkstheater | Rostock-Heute

            

13. Apr. 2010 ... Einer flog über das Kuckucksnest“, ein Klassiker der Filmgeschichte, kommt jetzt in einer spannenden Inszenierung auf die Bühne des ...

www.rostock-heute.de/einer-flog-ueber-das-kuckucksnest-volkstheat...  Weitere unglaubliche Bilder der Ärzte

Zu den Medikamenten, aus dem Spiegel vom 29.08.1988:
Die Lage heute: http://media2.roadkast.com/vielfalter/addae-mensah-2012-05-23.mp3  

Am 8. April 2011 wird dieses Verfahren am OLG in Rostock in Kenntnis all dieser hier veröffentlichten Vorwürfe aus formalen Gründen eingestellt. Die eigentlichen lange veröffentlichten und bewiesenen Vorwürfe bleiben auch hier unberücksichtigt. Nach dem Totmachen kommt das Totschweigen - und Recht und Gesetz halten in MV still. Das gab es in Deutschland schon einmal, und danach wollte auch damals niemand davon gewusst haben.

Somit wird es wieder toleriert, und ist es wieder straffrei, wenn psychisch Kranke in Mecklenburg - Vorpommern (MV) aus Kostengründen in klar erkennbar hilflosem Zustand in den Tod geschickt werden und Beweismaterial systematisch gefälscht, vertuscht und unterschlagen wird.  

Das Landgericht in Detmold stellte 2009 schon die richtigen Fragen, hier hinterlegt. Die im Netz hier veröffentlichen Beweise liegen der Kammer vor.

Im ersten vom Gericht in Auftrag gegebenem gerichtspsychiatrischen und –psychologischen Gutachten, also in einem tatsächlich unabhängigem Gutachten, sind sehr viele diese Angaben auch zu finden und werden dort klar und deutlich bestätigt.

Der nächste Gutachter, Dr. med. Rudolf Groß wiederum, verbreitet auf wenigen Seiten massive Unwahrheiten, auf die wesentlichen Aspekte, z.B. das zweifache Aussetzen in hilfloser Lage und das nicht Behandeln einer nach erlebtem Missbrauch erstmals dokumentierten Suizidalität geht er überhaupt nicht ein. 

Er behauptet sogar, und das ist nichts als eine unverschämte Lüge: 

..„dass die Behandlung des Mario Hagemeister in der Klinik der Klägerin entsprechend den im Behandlungszeitraum geltenden anerkannten und bewährten ärztlichen Behandlungsregeln erfolgt ist.“

Hier hinterlegt stehen die tatsächlichen "Behandlungsregeln". 

Davon wurde aber in Rostock nichts umgesetzt und nichts wurde dazu dokumentiert.  Stattdessen wurde nach dem Tod des Patienten versucht, eine Behandlung vorzutäuschen, die niemals so stattgefunden haben kann.

„Offensichtlich ist, dass es Rechtsstaatlichkeit für psychisch Kranke nicht gibt und sich niemand dem grundgesetzlichen Auftrag für diese Mitbürger verpflichtet fühlt." Diese bittere Aussage ist damit auch, bezogen auf diesen Fall, bewiesen. Was eigentlich überall in Deutschland Grundlage der Rechtsprechung bis zu den höchsten Gerichten ist, wird hier komplett missachtet, einige wichtige Sätze aus: http://www.kassenarztrecht.net/behandlungsfehler/50122295a8113ba01.html Ein Service der Wienke & Becker – Köln® Rechtsanwälte Rechtsanwalt Olaf Walter Bonner Straße 323
50968 Köln Tel. 0221/3765-30 Fax:0221/3765-312 OWalter@Kanzlei-WBK.de
www.Kanzlei-WBK.de

„Der Inhalt der ärztlichen Dokumentation richtet sich nach dem jeweiligen Zweck, für den die Aufzeichnungen angefertigt werden. Im Vordergrund stehen dabei regelmäßig die Therapiesicherung, die Beweissicherung und die Rechenschaftslegung.

1.
Die Therapiesicherung soll eine sachgerechte Behandlung und Weiterbehandlung des Patienten ermöglichen.

(Einschub: Von der behandelnden Ärztin dieses Privatpatienten gibt es zu dessen Lebzeiten während eines ganzen halben Jahres nicht einen einzigen Satz in der Krankenakte. Die nach dem Tod entstandene Dokumentation ist voller Fehler und Manipulationen.)

Daher müssen die Aufzeichnungen gewährleisten, dass jeder mit- oder nachbehandelnde Arzt jederzeit im Stande ist, sich anhand der Dokumentation über die bis dato durchgeführten Maßnahmen und die angewandte Therapie zu unterrichten. Dies gilt um so mehr, als das arbeitsteilige Zusammenwirken von Ärzten mehrerer Fachrichtungen immer bedeutender wird.“

„Ist etwa eine bestimmte medizinische Maßnahme nicht dokumentiert, so geht die Rechtsprechung bis zum Beweis des Gegenteils durch den Arzt davon aus, dass diese Maßnahme auch nicht stattgefunden hat. Da die in Arzthaftungsprozessen streitgegenständlichen Sachverhalte regelmäßig einige Jahre zurückliegen, dürfte es dem Arzt und seinen Mitarbeitern schwer fallen, sich bei einer zeugenschaftlichen Vernehmung daran zu erinnern, ob diese Maßnahme erfolgt ist oder nicht.“

„Die forensische Erfahrung lehrt, dass bei der Beurteilung, ob das streitgegenständliche ärztliche Handeln dem aktuellen wissenschaftlichen Standard entspricht, grundsätzlich der dokumentierte Behandlungsverlauf zu Grunde gelegt wird.“  

(Einschub:.."und nicht nachträgliche Manipulationen. An keiner Stelle findet sich auch nur ein Hinweis auf eine notwendige Behandlung der erst nach dem Missbrauch aufgetretenen Suizidalität - und so wird der Patient unbehandelt in den Tod geschickt.)

„Dokumentiert werden muss ferner das Verlassen des Krankenhauses durch den Patienten gegen den ärztlichen Rat sowie Sicherheitsvorkehrungen, die gegen eine Selbstschädigung des Patienten getroffen worden sind.

„Die Summe richterlicher Erkenntnisse kann man in einer Formel zusammenfassen: Medizinische Selbstverständlichkeiten sind nicht zu dokumentieren. Das Nichtdokumentieren einer ärztlich gebotenen Maßnahme kann demgegenüber zur Vermutung führen, dass diese Maßnahme unterblieben ist.“

„Im Übrigen ist dem Arzt zu raten, größtmögliche Sorgfalt auf das Krankenblatt und seine Annexe zu verwenden, da der Beweiswert umso höher ist, je sorgfältiger die Dokumentation vorgenommen wurde.“

 „V. Zeitpunkt der Dokumentation
Die medizinischen Aufzeichnungen müssen in unmittelbarem Zusammenhang mit der jeweiligen Behandlung erfolgen und sind nicht beliebig nachholbar.

Eine erst nach Wochen oder Monaten verspätet angefertigte Aufzeichnung kann in einem Haftungsprozess ebenso zu einer Umkehr der Beweislast führen, wie in Fällen einer unterlassenen oder lückenhaften Dokumentation.

So hat das Oberlandesgericht Zweibrücken die Auffassung vertreten, dass ein Operationsbericht, der dem nachbehandelnden Arzt und dem Patienten erst ein Jahr nach dem Eingriff zugegangen ist,

allein auf Grund der Verspätung

genügend Anhaltspunkte dafür biete, die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Dokumentation zu erschüttern (OLG Zweibrücken, VersR 1999, 1546).“

Siehe dazu die "DOKUMENTATION DER EINZELGESPRÄCHE", zusammengeschrieben nach dem Tod des Privatpatienten, ein halbes Jahr nach dessen Einlieferung in die Klinik, Lug und Trug, und dieses "Dokument":

Am Tag nach seinem Tod wird der Patient von einem Assistenzarzt, der den Privatpatienten der Chefärztin so gut wie überhaupt nicht kannte, 

nachträglich und rückwirkend für gesund erklärt!

Alles, was die Gutachter im Auftrag der Staatsanwaltschaft Rostock zusammengeschrieben haben, baut auf der erst nach dem Tod des Patienten geschriebenen "Dokumentation" angeblich stattgefundener Einzelgespräche auf, somit auf einer Reihe von nachgewiesenen Lügen.

Hergestellt wurde diese "Dokumentation der Einzelgespräche" erst ein halbes Jahr nach der Einlieferung des Patienten in die Klinik - in Kenntnis einer inzwischen erfolgten Strafanzeige, die erfolgte, weil schon zu dem Zeitpunkt klar und deutlich zu erkennen war, dass gegen grundlegende Regeln im Umgang mit schutzbefohlenen Patienten in Serie verstoßen wurde.

In Kenntnis der gültigen Rechtsrechung und in Kenntnis der zahllosen nachgewiesenen und veröffentlichten Manipulationen und Lügen, macht man in Rostock so weiter:

In einem Schreiben, eingegangen beim Landgericht in Detmold am 25.Sep. 2009, wird dennoch von der Universität Rostock dreist und wider besseren Wissens behauptet:

"Herr Hagemeister befand sich zum einen aufgrund freiwilliger Selbsteinweisung in der Klinik der Klägerin und wollte sie nach mehrmonatigen Aufenthalt verlassen.“

Ist das eine freiwillige Selbsteinweisung?

 http://www.todinrostock.de/index312.gif  http://www.todinrostock.de/index313.gif

Das hier Folgende ist der erste Eintrag in der von ihr selbst so genannten „Dokumentation der Einzelgespräche, geschrieben erst nach dem Tod des Patienten."

Ihr persönlicher Privatpatient, den sie als ambulanten Patienten seit über einem Jahr zur Verhinderung eines Rückfalls betreuen sollte, ist zu diesem Zeitpunkt schon eine Woche lang in der Klinik. Undüberhaupt – ist das hier Folgende die Dokumentation eines Einzelgesprächs, die Dokumentation einer "Behandlung"?

http://www.todinrostock.de/index84.jpg     http://www.todinrostock.de/index192.gif

- So wird immer noch weiter gelogen.

Und die Staatsanwaltschaft in Rostock bleibt dabei nicht unbeteiligt:

Dr. Garbe  Leitender Oberstaatsanwalt", Rostock http://www.todinrostock.de/DG.pdf

Und das ist der Gipfel der Manipulation und Rechtsbeugung,

da wird der Patient tagelang rechtswidrig ohne Genehmigung fixiert und in ständiger Abwesenheit der behandelnden und für ihn verantwortlichen Ärztin massiv unter Drogen gesetzt - bis hin zur Willenlosigkeit -

 

X befindet sich im Zustand der Willenlosigkeit

Ausschnitt aus dem Gesundheitszeugnis vom 6.10.05

 

Und das macht die Staatsanwaltschaft, Dr. Garbe, daraus bei der darunter folgenden und bekannten Beweislage:

Und hier ist das nachgewiesen. Das wird natürlich wieder vertuscht:

Dabei ist in der Krankenakte klar und deutlich dokumentiert, dass der Patient in diesem fixiertem Zustand einen Anwalt verlangt. Der steht ihm auch vom Gesetz her zu. - Assistenzarzt H. Sebb:

03.10. Pat. liegt mit geschlossenen Augen im Bett, nimmt keinen Kontakt auf,... ca.16.00 Uhr Besuch der Eltern:

„Mit diesen unterhält der Patient sich lebhaft, als ich ins Zimmer trete schließt er die Augen, verstummt, lässt sich ins Kissen zurücksinken und reagiert nicht mehr auf Ansprache.

Lt. Auskunft des Vaters verlangt der Pat. einen Anwalt zusprechen, um seine Entlassung aus der Klinik zu erreichen.

Mit den Ärzten wolle er nicht sprechen, da er überzeugt sei, nur des Geldes wegen hier festgehalten zu werden. Pat. macht mir gegenüber keinerlei Äußerungen. gez. H.Sebb, Assistenzarzt  (wieder keiner der zuständigen Ärzte!)

Hier wird dokumentiert, dass der Patient einen Anwalt verlangt, um die Klinik verlassen zu können. Offensichtlich ist er nicht mit seiner Behandlung einverstanden.

Dem Wunsch nach einem Anwalt, hier zur Kenntnis genommen und dokumentiert, wird nicht nachgekommen und der Patient wird weiterhin widerrechtlich fixiert und medikamentös behandelt.

Auch das ist ein klarer und eindeutiger Rechtsbruch.

Hier ist auch dokumentiert, dass der Patient zu Willensäußerungen fähig ist.

Drei Tage später hat man es mit Fixierung und Medikamenten geschafft, ihn willenlos zu machen.

Am 6.10. steht jetzt in einem Gesundheitszeugnis:

"befindet sich in im Zustand der Willenlosigkeit“

und: „Nahrungs- und Kontaktaufnahme zu Ärzten vollständig verweigert“  Ulrike Lemke  6.10.05

Und daraus macht der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Garbe das:

"Die in dem Bericht vermerkte „ständige Kontrolle“ der Fixierung lässt darauf schließen, dass Ihr Sohn zunächst die Möglichkeit hatte, sich von der Fixierung zu befreien, wenn er dies gewollt hätte.

Die spätere, seine Bewegungsfreiheit umfassend einschränkende Fixierung ist ersichtlich erst am 06.10.05 erfolgt und konnte bereits am folgenden Tag /07.10.2005) aufgehoben werden.

Im übrigen sind auch insoweit dieser Maßnahme entgegenstehende Willensbekundungen Ihren Sohnes nicht nachzuweisen.

Hochachtungsvoll    im Auftrag   Dr. Garbe  Leitender Oberstaatsanwalt"

Wenn man einen Patienten innerhalb von drei Tagen "in den Zustand der Willenlosigkeit" mit widerrechtlicher Fixierung und Medikamenten bringt und keinen Anwalt zulässt und fernhält wird das Gründe haben. Die Sache mit dem Missbrauch und die Aussetzung in hilflosem Zustand war jedenfalls erst mal vom Tisch!

Der Patient hat klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, was er wollte.

Er war also ganz eindeutig nicht mit dem einverstanden, was mit ihm geschah. Das steht so, dokumentiert in der Krankenakte.

Wurde das so eingestielt, um den zuvor stattgefundenen Missbrauch und die in dem Zusammenhang gemachten zahlreichen Fehler zu vertuschen?

Innerhalb von drei Tagen hatte man den Patienten durch zielgerichtete Behandlung willenlos.

Am 06.10.05 will auch laut eigener schriftlicher Aussage die Amtsrichterin, Frau Blindow, mit dem Patienten ein lockeres Gespräch geführt haben.

„Ich sehe ein, dass ich weiter behandlungsbedürftig bin, ich bleibe freiwillig hier“, soll der Patient am 6.10.05 gesagt haben, in diesem Zustand:

 http://www.todinrostock.de/index486.jpg http://www.todinrostock.de/index309.jpg

Eine Besucherin der Station von außerhalb, eine Physiothrapeutin, kommt unbemerkt bis an das Bett des an fünf Punkten fixierten Patienten Hagemeister (6.10.05) und geht dann wieder, auch unbemerkt vom Personal.

Diese Zeugin beschreibt die Situation des Patienten anders, aber genau so, wie es der Pflegebericht des Pflegepersonals deutlich beschreibt.(6.10.05)

Auch der hier eingetragene Besuch, zwei Kommilitonen, bestätigen diesen Eintrag in den Pflegebericht. (6.10.05) Man kann nur staunen, wie gelogen wird.

Wer sagt hier überhaupt die Wahrheit? Wann wurden diese "fehlerhaften" Dokumente überhaupt erstellt? Sicherlich nicht immer am angegebenen Datum!

In Rostock wird stattdessen über all diese offensichtlichen Lügen von der Justiz systematisch das "Deckmäntelchen des Schweigens" ausgebreitet:

Die Fortsetzung: In diesem Stil lässt eine deutsche Universität vor einem Landgericht vortragen!

Eingegangen am 28. März 2011 am Landgericht in Detmold:

Seite 1   Dr. Schackow und Partner Rechtsanwälte 12051/08  In Sachen Universitätsklinik Rostock  ./. Hagemeister, Seite1/2

„Herr Dr. Sanner hat sein Gutachten weithin mit bloßen Vermutungen und geradezu bösartigen Unterstellungen, ohne diese belegen zu können, gestaltet. Seine Ausführungen sind polemisch und in Hinblick auf Prof. Herpertz wiederholt ehrabschneidend. Es wird nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch die von Herr Prof. Dr. Freyberger und Herrn Dr. Wolfersdorf dort in Zweifel gezogen.

(..) Herr Dr. Sanner hat sein Gutachten „für“ den Beklagten erstattet, in jedem Fall aber gegen die früher für die Klägerin tätige Frau Prof. Dr. Herpertz.“

Seite 4: Man muss kein intimer Kenner der Materie sein, um nach der Lektüre des Gutachtens von Herrn Dr. Sanner festzustellen, dass er Frau Prof. Dr. Herpertz jedenfalls nicht mag. Ob er ihr und den Herren Proffessoren Wolfersdorf und Freyberger die jeweilige berufliche Karriere neidet, wollen wir nicht beurteilen.

Neben der ungefragten Kritik an der Auswahl der Gutachter im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Rostock (GA85) hält er Frau Prof. Dr. Herpertz und Herrn Prof. Wolfersdorf unverblümt für Karrieristen und es darüber hinaus auch für nötig, deren allgemeine Kompetenz infrage zu stellen.“

Wie sonst soll man/kann man in Anstand die Dinge sehen, wenn man Kenntnis von diesen ungeheuren und skandalösen Vorkommnissen hat?

So jedenfalls nicht: Wieder acht Monate dauerte es, bis wieder ein äußerst knappes „Gutachten“ erstellt wurde, wieder von einem Mitglied dieses dubiosen Vereins, der DGPPN, in dem Prof. Herpertz Vorstandsmitglied ist.

Nichts von all den ungeheuren und skandalösen Vorkommnissen, das, was hier schon lange auf diesen Seiten veröffentlicht, aber auch vor Gericht vorgetragen wurde, wird von diesem Gutachter auch nur mit einem Wort angesprochen.

Dr. med. Rudolf Groß tut so, als hätte nichts von alledem, was auf diesen  Seiten dokumentiert ist, überhaupt stattgefunden.

Seite 34, Gutachten Dr. Groß, eingegangen am Landgericht Detmold am 6.Okt.2012  unten, gipfelt in der Aussage,

..„dass die Behandlung des Mario Hagemeister in der Klinik der Klägerin entsprechend den im Behandlungszeitraum geltenden anerkannten und bewährten ärztlichen Behandlungsregeln erfolgt ist.“

Eine in der Krankenakte eindeutig dokumentierte Aussetzung in hilfloser Situation, ein dadurch erfolgter und vertuschter Missbrauch an einem Schutzbefohlenen, die anschließend erfolgte und widerrechtliche tagelange Fixierung und die zahlreichen massiven bewiesenen Manipulationen der Aktenlage und das Nichtbehandeln einer dadurch entstandenen eindeutig dokumentierten Suizidalität des Patienten entsprechen danach "anerkannten und bewährten ärztlichen Behandlungsregeln."

Was geltende Behandlungsregeln tatsächlich sind, ist hier hinterlegt. Somit ist auch diese Aussage des Dr. med. Rudolf Groß nichts als eine weitere Lüge.

Damit behauptet Dr. Groß, ohne seine Behauptung auch nur im Ansatz zu belegen, das Gegenteil von dem, was der abgelehnte aber ehrliche erste Gutachter, Dr. Sanner, anhand der Aktenlage dokumentiert und für jedermann verständlich dargelegt und bewiesen hat.

Stellt man die beiden Gutachten nebeneinander, kann jedermann sofort erkennen, wer von beiden sich mit der Sachlage tatsächlich auseinandergesetzt hat und als Gutachter die Wahrheit sagt, und wer die Tradition des Lügens und Vertuschens fortsetzt.

Gutachten Dr. Sanner,      Gutachten Dr. Groß,

                                 und die Antwort darauf;

hier wird bewiesen, dass systematisch tatsächlich alle relevanten und skandalösen Vorfälle, trotz Vorlage bei Gericht, veröffentlicht im Netz und in der Aktenlage mehr als deutlich belegt, keine Beachtung finden, gezielt und durchgängig vertuscht werden und mit unwahren Behauptungen durchgängig manipuliert wird. Hier liegt also ganz eindeutig wieder ein Falschgutachten vor!

In seinem Schreiben vom 26.09.2012 behauptet Dr. Groß auf der ersten Seite:

„Das Gutachten beruht auf der Kenntnis der mitgegebenen Akten (4 Bände Akten sowie Anlage B5).“

Diese Aussage wird bestritten.

Schon bei einer oberflächlichen Beschäftigung mit der Krankenakte hätte Dr. Groß auf Anhieb erkennen müssen, dass die von ihm in seinem Gutachten anfangs in Gänze zitierte Epikrise aus Lügen und zahlreichen völlig konträren und falschen Angaben besteht.

Sowohl inhaltlich, wie auch terminlich passen die Aussagen der Epikrise nicht einmal zu den Pflegeberichten der Klinik, auch erhebliche Widersprüche zu anderen Dokumenten sind offensichtlich und liegen auf der Hand.

Statt eingehend zu prüfen, und die bei Gericht in der Aktevorgetragenen erkennbaren deutlichen Falschaussagen und Manipulationen zu benennen, kommt Dr. Groß ausschließlich auf Seite 10 seines Gutachtens zu diesem Ergebnis:

„Diesen Ausführungen wird auch in der hiesigen Beurteilung zugestimmt.“

Schon mit dieser Aussage führt Dr. Groß sich selbst als Gutachter und sein äußerst knappes Gutachten, ad absurdum.

Das Gutachten besteht ohnehin zum weitaus größten Teil nur aus seitenlangen und ungeprüften Kopien aus der Aktenlage.

Begründete Stellungnahmen, Analysen der dokumentierten und zu untersuchenden Vorgänge, auch in den Anlagen zu diesem Schreiben dokumentiert, gibt es von Dr. Groß nicht einmal ansatzweise.

Auf die Aktenlage, die tatsächlich zu Lebzeiten des Patienten entstand, z.B. auf die relevanten Pflegeberichte (1.10.05 u.a.), die erste dokumentierte Aussetzung in hilfloser Lage, Missbrauch, tagelanges widerrechtliches Fixieren, geht Dr. Groß auch nicht mit einem einzigen Wort ein.

Auch die zahlreichen klar erkennbaren Widersprüche und Manipulationen in Dokumenten, die erst nach dem Tod des Patienten entstanden, werden von Dr. Groß komplett und systematisch ausgeklammert.

Die von Dr. Groß seitenlang zitierten Zeugenaussagen, die er auch in Gänze zitiert, versucht er in ihrer Bedeutung herunterzuspielen, anstatt aus diesen, und aus den darin enthaltenden Aussagen, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Immerhin ist die von ihm zitierte Zeugin, Frau Freitag, selbst Ärztin; das findet keine Erwähnung.

Die Aussagen der Zeitzeugen Dr. Rupitsch und Dr. Husseini vor Ort in der Aktenlage finden aber auch keinerlei Beachtung.

Wie zufällig hat Dr. Groß dabei auch die wichtige Aussage des Zeugen Kube auch zur Entstehung einer der letzen Dokumentationen in der „Dokumentation der Einzelgespräche“ weggelassen.

Anlage 1  http://www.todinrostock.de/zeuge1.pdf

Das Gutachten des Dr. Groß hat 36 Seiten, Blocksatz, mit vielen Absätzen, zwischen den seitenlangen Zitaten stehen seine kurzen, nicht belegte Behauptungen.

Linksbündig, ohne doppelten Zeilenabstand und enormen Absätzen bleiben letztlich ganze 15 Seiten Text.

Und was da steht, ist aus der Aktenlage kopiert, unterbrochen von wenigen unlogischen Aussagen und Lügen.

Bis Seite 12 seines Gutachtens kopiert Dr. Groß  ausschließlich und in Gänze die, nachgewiesen,  inhaltlich völlig falsche Epikrise und danach folgend, auch absolut kritiklos übernommen, Ausschnitte aus den längst widerlegten Ausführungen seiner Kollegen Prof. Wolfersdorf und Prof. Freyberger,

Anlage 2  http://www.todinrostock.de/mogeln.pdf

Beispiel, Seite 10 Gutachten Dr. Groß, aus dem Gutachten Prof. Freyberger:

„ 4) dass erst am Tage der Beurlaubung gegenüber dem Freund bilanzierende Gedanken von Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit geäußert wurden. Dies spricht für einen kurszeitig aufgetretenen Suizidimpuls.“

Auch aus dem Gutachten Prof. Freyberger, Seite 17, ein Zeuge am letzten Tag:

„Mario habe ihm erzählt, dass er keinen Sinn mehr im Leben sehe und dass er sich auf eine Art Zeitreise begeben wolle. Er wollte zu einem Zeitpunkt in seinem Leben zurück, der ca. einen Monat vor der Einweisung in die Psychiatrie liege.“

Das ist ganz eindeutig Wahn, so im Gutachten Prof. Freyberger, Seite 17,  wie auch an den Tagen zuvor in der Aktenlage dokumentiert.

Diese Zeitreise im Wahn, der Sprung vom Hochhaus, das, was im Film Matrix den Helden der Geschichte wieder in die Wirklichkeit zurückbringt, bedeutet für Mario Hagemeister an seinem letzten Tag, völlig im Wahn, den Tod.

Einhelliger Konsens in der Psychiatrie ist zusätzlich, dass Wahn und bilanzierendes Handeln sich gegeneinander ausschließen.

Das sollten die hier genannten Kapazitäten, auch Dr. Groß, eigentlich wissen

Alles, was Dr. Groß auf Seite 12 zu dieser Sachlage zu sagen hat, ist:

„Diesen Ausführungen wird auch in der hiesigen Beurteilung zugestimmt.“

Damit schließt sich Dr. Groß lange nachgewiesenen und vorm LG Detmold vorgetragenen  und als Falschaussagen benannten Dokumenten  inhaltlich kritiklos an.

Das ist alles, was Dr. Groß zu diesen Seiten der Epikrise voller Widersprüche zu sagen hat.

Dabei geht er mit nicht einem Satz auf die vorgetragenen zahlreichen Widersprüche in dieser Epikrise zur sonstigen Aktenlage ein.

Dieses Dokument ist unglaubwürdig, siehe

Anlage3  http://www.todinrostock.de/epikrise2.pdf

Anlage 4  http://www.todinrostock.de/version.pdf

Das Deckblatt und die Abschrift der Epikrise allein umfassen schon 7 Seiten.

Ganz offensichtlich hat Dr. Groß die Aktenlage nicht gelesen; es hätte ihm auffallen müssen, dass schon unten auf der Seite 3/4 dieser Epikrise die erste von mehreren leicht überprüfbaren Falschaussagen steht:

„..Behandlung nach PsychKG für 14 Tage richterlich angeordnet, im Anschluss blieb der Patient freiwillig in Behandlung.“

Tatsache ist aber, dass laut Aktenlage (Fieberkurve) bis einschließlich 30.09 05, bis zur ersten Aussetzung in hilflosem Zustand, eine Zwangseisung bestand, also keinerlei Freiwilligkeit des Patienten bestand!

Auf der Mitte der Seite 4 des Gutachtens Dr. Groß werden die im Pflegeblatt dokumentierte Aussetzung in hilflosem Zustand, der erfolgte Missbrauch, die Diagnose psych. Krampfanfall und Wachkoma und die tagelange widerrechtliche Fixierung, so, wie bei Prof. Herpertz auch in der Epikrise abgeschrieben,  mit  „psychiotischer Dekompensation“ vertuscht.

Somit ist auch das eine Falschaussage; die weitere Darstellung dieser Tage ist auch völlig falsch.

Beispiel, Gutachten Dr. Groß, Seite 5, Mitte:

„..sodass mehrfach die Frage einer EKT- Behandlung diskutiert wurde.“

An keiner Stelle der Krankenakte zu Lebzeiten des Patienten geschrieben, ist diese Behauptung zu finden.

Die EKT- Behandlung wurde erstmals am 1.11.05 in der Klinik vom Hausarzt der Familie Hagemeister, von Dr. Rupitsch, gegenüber dem Oberarzt, Dr. Habermeyer, überhaupt thematisiert und von diesem abgelehnt, weil die Behandlung mit Leponex angeblich erfolgreich verlief, siehe das einzige Protokoll in der Krankenakte des OA, Dr. Habermeyer vom 1.11.05, was aber inhaltlich völlig im Widerspruch zu den nach dem Tod des Patienten entstandenen Dokumenten der Chefärztin steht.

Anlage 16a http://www.todinrostock.de/1.11.jpg

Weitere völlig widersprüchliche Angaben sind den Anlagen 3 und 4 zu entnehmen.

Anlage 3  http://www.todinrostock.de/epikrise2.pdf

Anlage 4  http://www.todinrostock.de/version.pdf

Auf den Seiten 11 und 12 behauptet Dr. Groß, der Patient sei im psychotherapeutisch- psychosozialen Bereich angemessen behandelt worden.

Woran will Dr. Groß das festmachen? Dr. Groß hat diese Aussage auch nicht belegt.

Es gibt zwar gegen Ende des Jahres einige Stempelabdrücke in der Fieberkurve, mehr gibt es aber nicht.

Die Frage ist, wann wurde von wem gestempelt?

An keiner Stelle der gesamten Aktenlage finden weder der stattgefundene Missbrauch noch eine Behandlung der mehrfach in der Krankenakte dokumentierten akuten Suizidalität auch nur ein Wort der Beachtung.

Nichts wird aufgearbeitet, nichts wird behandelt, nichts ist dokumentiert.

Im Monat September 05  gibt es nur drei ganz kurze Arztberichte für zwei Tage insgesamt, und die stammen auch nicht von Ärzten, die für den Privatpatienten der Chefärztin zuständig waren.

Wie soll da im „psychotherapeutisch- psychosozialen Bereich“ angemessen behandelt worden sein?

Der Entscheidungsprozess in der Klinik verlief am Donnerstag, 5.1.206, drei Tage vor der zweiten Aussetzung in hilflosem Zustand so ab:

„Es läuft immer nach denselben Regeln ab. Eigentlich jeden Donnerstag treffen wir uns um 8.15 Uhr im großen Raum. An dieser Runde nehmen wie gesagt, die Patienten aus dem vorderen Bereich teil, dann ich selbst bzw. meine Vertretung und wenn anwesend noch ein Arzt. Das ist wie gesagt nicht in jedem Fall so.(...)“

„Ich schätze dann auch ein, ("ich", das ist die Stationsschwester ! )ob der Patient soweit stabil ist und dann diesen Urlaub antreten könnte.

Die letzte Entscheidung diesbezüglich trifft aber dann der Arzt, der gerade jeweils dann auf Station ist.“

Anlage 5  http://www.todinrostock.de/genen.pdf

All die in der Fieberkurve handschriftlich eingetragenen persönlichen Unterschriften mit Minutenangaben der Chefärztin dokumentieren ganz sicher nicht, dass Prof. Herpertz an diesen Tagen auch tatsächlich vor Ort war.

So geht Dr. Groß auch mit keinem Wort darauf ein, dass die Polizei in Rostock die Krankenakte nicht am Todestag sicherstellen konnte, da diese bei der Chefärztin daheim war und erst nach ca. einer Woche mit zahlreichen ganz offensichtlichen Manipulationen übergeben wurde.

Die so genannte Dokumentation der Einzelgespräche von Prof. Herpertz entstand auch erst nach dem Tod des Patienten in Kenntnis einer inzwischen erfolgten Strafanzeige.

Deutlich zu erkennen ist, dass die Inhalte der Dokumentation der Einzelgespräche aus der zum Teil falsch datierten Aktenlage stammen, die bei Prof. Herpertz daheim war, und tatsächlich inhaltlich so gut wie nichts mit Einzelgesprächen zu tun haben.

An mehreren der aufgeführten Terminen  war Prof. Herpertz nachweislich nicht in Rostock, trotz Ihrer Unterschriften an diesen Tagen in der Fieberkurve, als Beweis einer angeblich stattgefundenen Behandlung.

Andere Einträge in dieser Dokumentation sind völlig unglaubhaft, weil sie die jeweilige Verfassung des Privatpatienten zu dem Zeitpunkt  im Gegensatz zum Pflegebericht völlig falsch wiedergeben.

Vier dieser Gesprächstermine, angeblich Dokumentationen für stattgefundene Einzelgespräche mit dem Privatpatienten, sind  - „bis- Termine“, Beispiel: „bis 15.08.05“

Oder Prof. Herpertz schreibt ab aus falsch datierten Dokumenten der Stationsärztin, Beispiel, 7.11.05

Das ist das dokumentierte  „Einzelgespräch“ mit ihrem Privatpatienten am  7.11.05, es verlief so:

„7.11.05 Weiterhin keinerlei Besserungstendenz. Da Einwilligungsfähigkeit aufgrund des Wahns nicht besteht, Entscheidung, Antrag auf Betreuung zu stellen.“

Jedermann kann erkennen, dass dies nichts mit der Dokumentation eines Einzelgesprächs zu tun hat.

  1. Der Antrag auf Betreuung wurde tatsächlich am 7.10.05, einen Monat davor, gestellt.
  1. Dr. Groß behauptet, der Patient sei im psychotherapeutisch- psychosozialen Bereich angemessen behandelt worden, beweisen kann er das nicht. Im ganzen Monat September gab es knappe Arztberichte an nur zwei Tagen!

Auch dieser Fehler wurde in der Epikrise auf Seite 5, Mitte, übernommen.

Diese Dokumentation dient einzig dem Zweck, nachträglich eine Behandlung vorzutäuschen, die niemals so stattgefunden hat.

Die beiden Kollegen aus dem Vorstand der DGPPN, Prof. Freyberger und Prof. Wolfersdorf bauten ihre Gutachten ausschließlich auf den erst nach dem Tod des Patienten entstandenen Dokumenten auf.

Dieser Gutachter, Dr. Groß,  erwähnt nicht einmal die Rolle des Assistenzarztes Dr. Kumbier, der den Patienten am Tag nach dessen Tod rückwirkend gesund schreibt und die der Stationsärztin Lemke, die eine Beurlaubung für beide weit auseinanderliegende Tage ausstellt, obwohl sie überhaupt nicht für die Station zuständig ist.

 Anlage 2  http://www.todinrostock.de/mogeln.pdf

 Anlage 6  http://www.todinrostock.de/lemke2.pdf

 Anlage 7  http://www.todinrostock.de/kumbier.pdf

 Anlage 8 http://www.todinrostock.de/gesund.pdf

 Auch das ist ein Vorgang, seit Jahren im Internet so veröffentlicht, der absolut nicht zulässig ist.

 Dr. Groß spricht in seinem Gutachten nichts davon an.

 Bezüglich der von Dr. Groß festgestellten angemessenen Behandlung:

In dem Gespräch, dass der Hausarzt Dr. Rupitsch mit OA Dr. Habermeyer am 1.11.05 führte, erklärte dieser ausdrücklich, dass es auf der Geschlossenen in Rostock nur eine pharmakologische Behandlung gäbe; der Patient war aber bis auf insgesamt zwei Wochen fast ein halbes Jahr ausschließlich auf der Geschlossenen, siehe dazu die Aussage Dr. Rupitsch in der Krankenakte.

In der Fachliteratur, selbst in den eigenen Veröffentlichungen der hier Beteiligten, wird etwas völlig anderes gefordert, als in der Klinik stattgefunden hat:

 Anlage 9   http://www.todinrostock.de/theorie.pdf

 Auch dazu verliert Dr. Groß kein Wort.

Vom Oberarzt, Dr. Habermeyer, gibt es im gesamten halben Jahr Behandlung nur ein Blatt in der Krankenakte.

Von der behandelnden Chefärztin gibt es nichts, was von ihr zu Lebzeiten ihres Privatpatienten dokumentiert ist, nicht einen einzigen Satz in der gesamten Krankenakte, trotz ihrer zahlreichen Abwesenheiten.

Schon zu Beginn der Behandlung ihres Privatpatienten, der zur Vermeidung eines Rückfalls seit über einem Jahr ihr ambulanter Patient war, erscheint Prof. Dr. Herpertz erstmals erst nach einer Woche nach Einlieferung ihres Privatpatienten mit Zwangseinweisung und stellt die inzwischen von anderen Ärzten begonnene medikamentöse Behandlung um auf Leponex.

Wo gibt es eine erforderliche Aufklärung des Patienten, auch  z.B. zu den lange bekannten Nebenwirkungen von Leponex – mögliche Suizidauslösung und Auslösung epileptischer Anfälle?

Beides trat ein, im Dezember und im Januar danach. Auch dazu verliert Dr. Groß kein Wort.

Und das entspricht sicher nicht einer ordnungsgemäßen Dokumentation der Behandlung eines Privatpatienten durch den Chefarzt und ist sicherlich nicht regelmäßig zu nennen!

Seite 11, Gutachten Dr. Groß:

„Insbesondere die zahlreichen Gespräche mit der Chefärztin sind hier aufzuführen.“

Tatsache ist, zu Lebzeiten des Privatpatienten gab es nicht einen einzigen Satz der Chefärztin in der Krankenakte, der eine angebliche Behandlung der Chefärztin dokumentiert!

Seite 12, Gutachten Dr. Groß:

„Nimmt man nun zusätzlich die Anzahl der regelmäßigen Gespräche mit der Chefärztin...“

Ist ihm nicht aufgefallen, dass die so genannte „Dokumentation der Einzelgespräche“ überhaupt erst nach dem Tod ihres Privatpatienten entstand und inhaltlich mit „Einzelgesprächen“ so gut wie nichts gemein hat, einige Termine sogar unmöglich haben stattfinden können?  Einige so genannte „Einzelgespräche“ beginnen sogar mit dem Wort „bis..“.

An einigen dieser angeblichen Termine war Prof. Herpertz somit ganz sicher nicht in Rostock.

Anlage 10 http://www.todinrostock.de/CHA.pdf 

Bis heute liegt keine privatärztliche Rechnung von Prof. Herpertz vor. Welche Termine wollte sie nachträglich auch abrechnen, ohne Gefahr zu laufen?

Außerdem bestehen zahlreiche erhebliche Widersprüche zum Pflegebericht, selbst zur Darstellung ihres Oberarztes, aber auch zu ihren eigenen Schreiben, der so genannten „Dokumentation der Einzelgespräche“, im Vergleich mit der Epikrise.

Anlage 3  http://www.todinrostock.de/epikrise2.pdf

Anlage 4  http://www.todinrostock.de/version.pdf

Deshalb geht Dr. Groß mit keinem Wort in seinem gesamten Gutachten auch mit keinem Wort auf die tatsächlich relevanten Pflegeberichte (27.09.05 - 1.10.05  / 4.1.06) ein.

Diese erst nach dem Tod des Patienten erstellten Dokumentationen sind inhaltlich unglaubwürdig und dienen einzig dem Zweck, nachträglich eine Behandlung vorzutäuschen, die so sicher nicht stattgefunden haben kann.

Z.B. zum Termin 16. 9. 05:

An diesem Tag ist Prof. Dr. Herpertz tatsächlich nicht in Rostock, sondern im Schloss in Saarbrücken!

Die manipulierte Krankenakte täuscht aber eine Anwesenheit der behandelnden Chefärztin an diesem Tag in Rostock vor.

Die Chefärztin dokumentiert an diesem Tag, für diesen Tag in der Fieberkurve eine angeblich stattgefundene Visite bei ihrem Privatpatienten in Rostock, obwohl sie tatsächlich im Schloss in Saarbrücken ist:

„Fortführung der Optimierung der medikamentösen Therapie," steht an diesem Tag in der Krankenakte in Rostock, und nichts von  psychotherapeutisch-psychosoziale Behandlung.“

Der Pflegebericht beschreibt das Gegenteil von dem, was Prof. Herpertz von Saarbrücken aus der Entfernung eruiert, nicht nur an dieser Stelle, nämlich keine Besserung:

Die Ferndiagnose (das Gespräch mit dem Privatpatienten) von Prof. Herpertz aus Saarbrücken:

„16.9. Verlegung auf Stat. P3 bei anhaltender Besserung des psychopathologischen Befundes, noch leicht gehobene Stimmung mit angedeuteten Größenideen. Ansonsten kein Wahn eruierbar.“

Abgesehen davon, dass der Pflegebericht in Rostock für den Tag etwas völlig anders beschreibt, ist hier klar und deutlich eine weitere Manipulation der Krankenakte bewiesen:

Auch in der Fieberkurve des Patienten findet sich für diesen Tag eine Unterschrift der Chefärztin eine Unterschrift als Dokumentation einer angeblich an diesem Tag erfolgten Behandlung in Rostock?

Eine Unterschrift in einem Dokument der Krankenakte in Rostock, geleistet aus der Entfernung aus Saarbrücken?

Und auch das ist ganz eindeutig § 267, Urkundenfälschung an Krankenakten.

Auch das, obwohl längst umfassend vorgetragen, wird von diesem Gutachter gezielt nicht zur Kenntnis genommen.

Was hier folgt, ist alles, was die behandelnde Chefärztin, auch erst nach dem Tod des Patienten zu Papier gebracht, in der Zeit zwischen dem 1.9.05 und dem 10.10.05, also in einem Zeitraum von sechs Wochen!"

Kein Wort erscheint bei Dr. Groß zur im Pflegebericht klar und deutlich dokumentierten  ersten Aussetzung in hilflosem Zustand am 1.10.2005, zum danach erfolgten Missbrauch, zum psych. Krampfanfall, Wachkoma, zur  tagelanger widerrechtlich erfolgten Fixierung des Privatpatienten der verantwortlichen aber abwesenden Chefärztin.

                                 

Das ist alles, was Prof. Herpertz zu diesem katastrophalen Zustand zu sagen hat.

 

Das ist alles bis zum 10.10.05! Das beschreibt in der Summe sechs Wochen privatärztlicher Behandlung bei erlebtem Missbrauch, psych. Krampfanfall, Wachkoma und tagelanger widerrechtlicher Dauerfixierung, vor dem 4.10.05, am 4.10.05 und danach bis zum 7.10.05!

Auch hier gibt es keine erforderliche Exploration der Patienten am Ende einer monatelangen Zwangsunterbringung, zumal im Pflegebericht ganz eindeutige Warnhinweise unübersehbar dokumentiert waren:

Am Dienstag, den 27.09.05 steht im Pflegebericht:

"war leicht überfordert mit Ausflug der Gruppe."

Nichts wurde überprüft, bevor man den Patienten am 1.10.05 in hilflosem Zustand aussetzte.

Auch das ist sehr deutlich im Pflegebericht der Klinik dokumentiert.

All das übergeht Dr. Groß in seinem Gutachten.

Am 4. 10.05 ist der Patient widerrechtlich seit dem 2.10.05 fixiert. 

Selbst das stellt die behandelnde Ärztin bei ihrer angeblichen Visite an diesem Tag, am 4.10.2005, zwischen Urlaub und Terminen in Süddeutschland nicht fest.

Anlage 10 http://www.todinrostock.de/CHA.pdf

Und das sollen die Inhalte von Einzelgesprächen mit einem Privatpatienten in absolut lebensbedrohlicher Situation sein (siehe Bild).

Das nennt Dr. Groß auf Seite 12 seines Gutachtens:

„eine heutzutage übliche bis gute psychotherapeutisch-psychosoziale Behandlung.“

Das und auch diese ungeheuerlichen Vorkommnisse finden schon bei der behandelnden Ärztin und selbst auch noch bei diesem Gutachter, Dr. Groß, mit keinem Wort eine Berücksichtigung.

Dabei handelt es sich hier, bei diesen Ereignissen, um den zentralen Beweis der Vorwürfe.

Gutachten Dr. Groß, Seite 12 /13:

„Die Gesamtbeurteilung stützt sich auf die Angaben der Epikrise und der Krankengeschichte, die in Anlage auch als Kopie vorhanden sind.

Sie geht davon aus, dass die Angaben nicht manipuliert sind.“

Und da spricht er das Kernproblem an, die Aktenlage ist tatsächlich durchgängig manipuliert.

Aber eben das, die Manipulation, findet man bei genauerer Betrachtung der Aktenlage unzweifelhaft an zahlreichen Stellen massiv bestätigt, auch in der Epikrise.

Anlage 3  http://www.todinrostock.de/epikrise2.pdf

Anlage 4  http://www.todinrostock.de/version.pdf

Das steht seit mehr als drei Jahren, millionenfach gelesen, ohne Widerspruch, veröffentlicht im Internet:

„Mit Hilfe von nachträglich erstellten und getürkten Dokumentationen, mangelhaften Arztberichten, Manipulationen in der Krankenakte und Gefälligkeitsgutachten aus der DGPPN - Vorstandsebene sollen massive und skandalöse Fehler, hier hinterlegt in einem Gutachten erkannt und benannt, in der Behandlung eines Patienten in der Psychiatrie der Universität Rostock und die skandalösen Umstände seines Todes gemeinschaftlich vertuscht werden.“

Auf zahlreichen Seiten, in deutscher, englischer, arabischer und russischer Sprache steht das so seit über drei Jahren im Netz und hat inzwischen mehrere Millionen Leser erreicht.

In einem Forum auf einem Rechner der Psychiatrie der Universität Düsseldorf, betreut von ausgewiesenen Fachkräften, läuft seit drei Jahren ein Thread unter der Überschrift:

„Patient hilflos ausgesetzt -letzter Stand“ mit über 2000 Kommentaren und gut 25.000 gezählten Lesern.

Warum steht das immer noch ohne Widerspruch im Netz? Weil es stimmt!

Und da Dr. Groß somit von völlig falschen Voraussetzungen ausgeht, ist diese Begutachtung schon im Ansatz völlig falsch.

Gutachten Dr. Groß, Seite 13, Mitte,

zu Terminen, an denen die Chefärztin Einträge in der „Dokumentation der Einzelgespräche“  gemacht hat, aber tatsächlich nicht vor Ort in Rostock war, dazu dieser Gutachter:

„Es handelt sich allerdings bei diesen konkreten Vorwürfen nur um einige wenige Termine, also auch entsprechender Leistungen, die für den weiteren Verlauf und das Behandlungsergebnis für sich alleine nicht entscheidend waren.“

Einige wenige Termine“? Vier, fünf, oder mehr als zwanzig. Was macht das für einen Unterschied?  Betrug ist Betrug!

Dieses Satz des Gutachters ist ein entscheidender Satz, und ihm ist auf das Schärfste zu widersprechen, beweist aber die deutliche Parteilichkeit des Gutachters Dr. Groß.

  1. Mit der erst nach dem Tod des Patienten entstandenen und inhaltlich nicht haltbaren „Dokumentation der Einzelgespräche“ und den Unterschriften in der Fieberkurve, auch in Abwesenheit, wird versucht, nachträglich eine privatärztliche Behandlung vorzutäuschen, die so nicht stattgefunden haben kann.

 Das ist Urkundenfälschung an Krankenakten, § 267 Strafgesetzbuch.

Gerade die Ereignisse Anfang Oktober 2005 mit der Aussetzung in hilflosem Zustand, Missbrauch, psych. Krampfanfall, Wachkoma, tagelanger widerrechtlicher Fixierung, immer wieder lange Abwesenheiten der angeblich behandelnden Chefärztin, keine adäquate Vertretung,  und dann die Ankündigung des Patienten, am 13.9.05 von der Stationsärztin in der Krankengeschichte festgehalten,

  „..möchte sich am liebsten von einen Hochhaus stürzen und nichts mehr merken“

sind die alles entscheidenden Ereignisse im Leben des Patienten und führten erstmals zur Suizidalität dieses Patienten, das belegt die Krankenakte sehr eindeutig.

Im Eingangsbefund bei der Aufnahme steht ausdrücklich: 

„Keine Suizidalität“

Währenddessen der Privatpatient Anfang Oktober 2005 hilflos ausgesetzt, missbraucht wurde und anschließend tagelang widerrechtlich fixiert wurde, macht die behandelnde und für ihren schutzbefohlenen Patienten verantwortliche Ärztin zunächst Urlaub und anschließend an anderen Orten in Deutschland, weit entfernt, Karriere.

Nichts von diesen Ereignissen, weder der erfahrene Missbrauch noch die mehrfach festgestellte und dokumentierte Suizidalität wurde aufgearbeitet. Beides fand keine Beachtung.

Anlage 10 http://www.todinrostock.de/CHA.pdf

Mehr als deutlich, und das kann jedermann im Pflegebericht nachlesen und überprüfen, verschlechterte sich der Zustand des Patienten nach der Katastrophe Anfang Oktober 2005  zusehends. Das, und nichts anderes, war der Anfang vom Ende des Patienten.

In dieser Zeit tauchen in der Krankenakte wechselnde Assistenzärzte und die Stationsärztin Lemke als Entscheidungsträger für die Belange des Privatpatienten der abwesenden Chefärztin auf. Das ist keine korrekte Chefarztbehandlung.

Wohl deshalb entstand erst Tage nach dem Tod des Privatpatienten diese angebliche „Dokumentation der Einzelgespräche“, und andere, um diesen ganz offensichtlichen Mängel zu vertuschen.

So wurde nichts von diesen schrecklichen Vorkommnissen im Oktober 2005 verarbeitet, nichts wurde mit dem Patienten aufgearbeitet- auch nicht später, nicht bis zu seinem Tod.

Stattdessen wurde der Patient in Abwesenheit der verantwortlichen Chefärztin dauerfixiert und medikamentös ruhig gestellt, siehe dazu die Anlagen

11  http://www.todinrostock.de/mogeln2.pdf

12   http://www.todinrostock.de/aussetzung.pdf

13  http://www.todinrostock.de/passtnicht.pdf

Seite 14, Gutachten Dr. Groß oben, hier folgt der Satz:

„Für die Klägerin beziehungsweise für die zuständigen Ärzte war es nicht vorhersehbar, dass sich der Patient Mario Hagemeister am 08.01. 2006 das Leben nehmen würde.“

Warum aber wurde der Patient von Anfang an praktisch ununterbrochen fast ein halbes Jahr lang auf der Geschlossenen gehalten; oft genug findet man den Vermerk „kein Ausgang“ in der Krankenakte?

Wegen der erkannten Gefährdung.

Warum durfte er an den Weihnachtstagen trotz angeblicher wolfersdorfschen Besserung und Zukunftsorientierung nicht zu seiner Familie?

Die Begründung der Chefärztin, Prof. Dr. Herpertz, am Tag vor Weihnachten war:

„Selbstmordgefährdung.“

Warum durfte er nicht einmal Anfang Dezember ca. 300 Meter seinen Vater zum Auto begleiten, um Wäsche zu holen?

Wegen der Suizidgefahr.

Warum bestätigte Dr. Wolters noch am 29.12.05, er ließe den Patienten nicht einmal allein auf dem Klinikgelände zum Tabakholen (ein entsprechender Bestellzettel des Patienten befindet sich in den Krankenakten)?

Wegen der erkannten und mehrfach dokumentierten Suizidgefahr.

Dass der Patient akut am 8.1.06, aber auch schon an den Tagen zuvor akut suizidgefährdet war, können und haben eine ganze Reihe Zeugen bestätigt.

Neben der direkten Verwandtschaft sind das der Arzt Dr. Husseini, die Ärztin, Frau Freitag, sein Freund, Herr Diehl, selbst Herr Schledorn konnte das von Südafrika aus unzweifelhaft erkennen.

Dr. Groß hat Recht, entscheidend ist die ex ante- Perspektive; die war aber gegeben, die war, von mehreren Seiten bestätigt,  mehr als eindeutig, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, und das ist überprüfbar und bewiesen.

Nur, was zahlreiche Zeugen selbst aus der Entfernung, aber auch vor Ort feststellen konnten, und zwar nicht nur am letzten Tag, das hätten die Experten in der Klinik auch bei einer fundierten Exploration des Patienten feststellen müssen.

Aber das, was die Basisliteratur der Psychiatrie an Maßnahmen fordert, hat in Rostock nicht einmal ansatzweise stattgefunden.

Nichts wurde zu Lebzeiten des Patienten nicht einmal versucht, aufzuarbeiten und zu behandeln, nichts wurde diesbezüglich dokumentiert.

Das ist aktenkundig und kann auch nicht von Dr. Groß, trotz all seiner Bemühungen, weggewischt werden.

In Rostock wurde damals nur ein weiterer junger Assistenzarzt, Dr. Kumbier, der laut eigenen Angaben nichts über die Vorgeschichte dieses Patienten wusste und ihn nach eigenen Angaben so gut wie nicht kannte, herangezogen, siehe

Anlage 7   http://www.todinrostock.de/kumbier.pdf  und

Anlage 8   http://www.todinrostock.de/gesund.pdf

Die Suizidgefahr war seit dem erlebten Missbrauchserlebnis da und ist auch an mehreren Stellen in der Akte klar und deutlich dokumentiert.

Das wurde in der Klinik nur in keiner Weise berücksichtigt; es wird mit keinem Wort angesprochen. Nichts wird unternommen, um den Patienten zu stabilisieren.

Nichts von dem, was die Fachliteratur, auch Prof. Herpertz, Prof. Wolfersdorf ganz besonders, und Prof. Freyberger vorschreiben, wurde hier auch nur ansatzweise umgesetzt, siehe Auszüge aus der Fachliteratur,

Anlage 14   http://www.todinrostock.de/finzen.pdf

Anlage 15  http://www.todinrostock.de/faust.pdf

Anlage   9  http://www.todinrostock.de/theorie.pdf

Nichts von den in der Theorie angeforderten elementaren Verhaltensregeln, Grundlagenwissen, hat hier stattgefunden und erst Recht ist nichts dazu in der Krankenakte dokumentiert.

Aber auch zur Missachtung dieser grundlegenden Kenntnisse der Psychiatrie verliert auch dieser Gutachter, Dr. Groß, kein Wort.

Gutachten Dr. Groß, Seite 14 bis 17:

„Für die Klägerin beziehungsweise für die zuständigen Ärzte war es nicht vorhersehbar, dass sich der Patient Mario Hagemeister am 08.01.206 das Leben nehmen würde.“

Schon am 13.10.05, Tage nach dem Missbrauchserlebnis, steht In der Krankenakte in einem Bericht der Stationsärztin, Dr. Lemke;

13.10.05 „möchte sich am liebsten von einem Hochhaus stürzen und nichts mehr merken“

Auch in der Dokumentation der Einzelgespräche vom Prof. Herpertz taucht diese Ansage zum Selbstmord auf.

Danach gibt es in der Krankenakte weitere ganz eindeutige Hinweise auf Suizidalität.

Was wurde in dieser Zeit getan, um dem Patienten zu helfen, die Ereignisse, die überhaupt zu dieser Suizidalität geführt hatten, zu verarbeiten? Nichts!

Nichts wurde unternommen, nichts wurde diesbezüglich dokumentiert.

Und auch das ist ein klarer und eindeutiger Verstoß gegen alle diesbezüglichen Grundregeln der Psychiatrie.

Hätte man sich vor der wiederholten Aussetzung auch an diesem Wochenende mit dem Pflegebericht beschäftigt und die dort erkennbaren Warnhinweise zur Kenntnis genommen, dann hätte eine gründliche Exploration des Patienten erfolgen müssen.

Das hat aber nachweislich nicht stattgefunden.

Hätte man diese so genannte „Belastungserprobung“ am 08.01.06 nur ansatzweise vorschriftsmäßig ausgeführt und vorher Kontakt zu Personen außerhalb aufgenommen, hätte man sich nur mit dem Patienten beschäftigt und die erforderliche Exploration durchgeführt, wäre es sicher nicht zu einem alleinigen und unkontrollierten Ausgang gekommen und der Patient wäre nicht in den Tod geschickt worden.

Nichts wurde getan, um dem Patienten zu helfen, diese gemachten Negativerlebnisse, eine enorme zusätzliche Traumatisierung, zu verarbeiten.

So, wie hier geschehen, wurde damit ein ungeheures und erkennbares Risiko eingegangen.

Diese Aussage bei der Polizei in Rostock macht deutlich, wie und wann die Entscheidungsprozesse in der Klinik abliefen und wie unorganisiert und planlos die Situation vor Ort tatsächlich war.

Anlage  5  http://www.todinrostock.de/genen.pdf

Seite 14, Mitte, Gutachten Dr. Groß:

„Frau Professor Herpertz dokumentiert die Einzelgespräche mit Mario Hagemeister, stationär 02.08.2005 bis 01.08.2006 auf Blatt 547ff.“

Während der Behandlung des Patienten wurde seitens der Chefärztin nicht ein einziger Satz in der Krankenakte zu Lebzeiten des Patienten dokumentiert; vom OA, Dr. Habermeyer, gibt es ein Blatt – mehr nicht, in fast einem halben Jahr!

Der Richtigkeit halber, aber wohl nicht nur ein Schreibfehler:

Dr. Groß meint wohl den 08.01.2006, aber auch das ist falsch, denn der letzte Termineintrag in dieser „Dokumentation der Einzelgespräche, das ist der 9.1.2006.

Dieser Eintrag erfolgt ganz eindeutig, nachdem die Kripo die Aktenlage beschlagnahmen wollte.

Die Akte war zunächst noch mehrere Tage bei der Chefärztin daheim.

Erst danach entstand diese Dokumentation, abgezeichnet am 10.01.2006

Vergleicht man die letzten drei Einträge in der Dokumentation der angeblichen Einzelgespräche mit dem Patienten, erst zu Papier gebracht nach dessen Tod, so erleben wir nun eine geradezu inflationäre Vergrößerung der letzte Dokumentationen zu allem, was es davor gab.

Man vergleiche das nur mit den 6 Wochen um dem 1. Oktober 05,  auch  

Anlage   13  http://www.todinrostock.de/passtnicht.pdf

In diesem Zusammenhang hat auch die Aussage des Zeugen Kube Gewicht, der bezeugt, dass Prof. Herpertz am Abend nach dem Tod ihres Privatpatienten bei dessen Eltern anrief, um die weitere Behandlung dieses Patienten zu besprechen und sich vom Vater berichten lässt, was am letzten Lebenstag seines Sohnes geschah.

Auch dieser Zeuge und dieser Vorgang, auch vor Gericht vorgetragen, kommen in diesem Gutachten des Dr. Groß nicht vor.

Anlage 1 http://www.todinrostock.de/zeuge1.pdf

Diese Inhalte, was am letzten Tag geschah, finden sich in der Dokumentation der Einzelgespräche unter dem Datum 5.1. wieder, datiert vom 10.1.06, somit offensichtlich geschrieben nach diesem Gespräch am Abend des 9.1.06, in dem der Vater die behandelnde Ärztin, Prof. Herpertz, darüber aufklärte, dass ihr Patient schon längst tot war.

Aus der Dokumentation der nach dem Tod des Patienten entstandenen  „Dokumentation der Einzelgespräche“, 5.1.05:

„Hat sich zur Klausur angemeldet und meint, es schaffen zu können, wenn er systematisch lernt.

Das Therapieprogramm wird so abgesprochen, dass Reduktionen erfolgen, damit er am Tag zwei Stunden arbeiten kann. (..) Für Sonntag wird Tagesurlaub nach Hause zugesagt, das sowohl langfristige Zukunftsplanung als auch gute Planung des Sonntags besteht..“

Zum angeblichen Therapieprogramm, aus dem Pflegebericht:

„26.12. Vater rief erbost an, dass mit seinem Sohn nichts passieren würde, diese Woche lang.“

Zur Glaubwürdigkeit dieser Dokumentation der Einzelgespräche, der Oberarzt in seinem einzigen Bericht in der ganzen Krankenakte, am 1.11.05:

„Behandlung wird noch Monate dauern, danach evtl. teilstat. Weiterbehandlung in der Nähe des Wohnortes des Vaters.“

Das ist nicht der einzige massive Widerspruch zu seiner Chefin auf dieser einen Seite.

Anlage  4  http://www.todinrostock.de/version.pdf

Der Patient war in dieser Zeit tatsächlich nicht in der Lage, auch nur den Einband eines Buches zu verstehen! Und die Chefärztin suggeriert Studierfähigkeit!

Anlage 18 http://www.todinrostock.de/luegen2.pdf

Der Chefärztin war bekannt, dass das Zuhause des Patienten weit weg von Rostock war und dessen Wohnung in Rostock ein kalter und unbewohnbarer „Müllhaufen“ war, kaum zu betreten.

Die angebliche Planung des Sonntags hatte sie im Telefongespräch nach dem Tod des Patienten von Vater erfahren.

Niemand außerhalb war informiert, was so auch ein klarer Verstoß gegen Grundregeln in der Psychiatrie ist. Exakt das wäre wesentlicher Bestandteil einer Planung gewesen!

Der glaubwürdige Bericht des Oberarztes Dr. Habermeyer vom 1.11.05 macht mehr als deutlich, dass die Möglichkeit eines Studiums, dass Prof. Herpertz in ihrem nachträglich geschriebenen Bericht zum 5.1.06 suggeriert, absolut absurd und selbst der realistischen Darstellung ihres Oberarztes völlig widerspricht.

Anlage 4    http://www.todinrostock.de/version.pdf  und 

Anlage 16a  http://www.todinrostock.de/1.11.jpg

In Kenntnis einer erfolgten Strafanzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung entstand diese an vielen Stellen nicht haltbare Dokumentation der Einzelgespräche, um eine Behanglung vorzutäuschen, die ganz eindeutig nicht stattgefunden hat.

Wenn denn tatsächlich ihr angebliches Gespräch am 5.1.06, auch erst nach dem Tod des Patienten niedergeschrieben, so stattgefunden hat, so ist die Frage berechtigt, wie es sein kann, dass Prof. Herpertz als behandelnde Ärztin sich in dieser Situation nicht über den Ausgang der „Belastungserprobung“ informiert, bevor sie bei den Eltern ihres schon lange toten Patienten anruft, um dessen weitere Behandlung zu besprechen, zumal die erste Belastungserprobung Anfang Oktober 2005 schon in einer absoluten Katastrophe endete!

Anlage 13  http://www.todinrostock.de/passtnicht.pdf

Anlage 1    http://www.todinrostock.de/zeuge1.pdf

Beide Belastungserprobungen, auch nicht deren Dokumentation, entsprechen in keiner Weise den Regeln der Psychiatrie.

Schon damals wurde versucht, diese Vorgänge zu vertuschen, siehe 

Anlage 16   http://www.todinrostock.de/lemke2.pdf

Anlage 17 http://www.todinrostock.de/blindow.pdf

All diese darin enthaltenen Angaben lagen diesem Gutachter für seine Beurteilung vor. Wenn man aber völlig darüber hinweggeht, und sonst fast nur aus der Aktenlage zitiert, und dann nur einige haltlose Behauptungen aufstellt, ist es kein Wunder, dass Dr. Groß bei der ihm zur Verfügung stehenden umfangreichen Beweislage mit so wenig Text auskommt.

Bemerkenswert, das Folgende ist alles, was in der Krankengeschichte zu Lebzeiten des Patienten im ganzen Monat September von Ärzten in der Klinik zum Privatpatienten der Chefärztin  zu Papier gebracht wurde.

Die Zwangseinweisung hatte Bestand bis zum 30.09.05, so ist das auch in der Fieberkurve dokumentiert.

Der Satz zum 29.09.05 ist sicherlich keine gründliche und notwendige Exploration des Gesundheitszustands vor der alleinigen Beurlaubung, wie es die Fachliteratur fordert, zumal wenige Tage zuvor noch festgehalten wurde, dass schon ein Ausflug in der Gruppe eine Überforderung war.

     

Anlage 19   http://www.todinrostock.de/3.10.PDF

Diese ärztliche Dokumentation eines ganzen Monats ist ungenügend.

Eine notwendige Exploration des Patienten hat hier ganz eindeutig nicht stattgefunden. Die behandelnde Ärztin ist in Urlaub!

Der Patient wird ohne Einhaltung der im der Psychiatrie sonst üblichen schrittweisen Gewährung von Freiheiten trotz eindeutig erkannten und dokumentierten Gefährdungshinweisen ohne Information Dritter zur Belastungserprobung ins lange Wochenende geschickt.

Niemand außerhalb ist informiert, der häusliche Bereich des Patienten ist fast 500 Kilometer entfernt.

Auch darüber verliert dieser Gutachter nicht ein einziges Wort.

Das entscheidende und zerstörerische Ereignis im Leben des Patienten wird von Dr. Groß hier völlig vertuscht und das ist Manipulation.

Die Seiten 17 bis 19 des Gutachtens Dr. Groß geben den Pflegebericht der letzten Tage wieder.

Zu der Erkenntnis, dass man hier sicherlich auch keine wolfersdorfsche Besserung und Zukunftsorientierung feststellen kann, kommt auch dieser Gutachter nicht.

Selbst der warnende Eintrag vom 4.1.06, „könne nur schlecht unterscheiden, was reell ist..( gemeint ist „real“, sein ständiger Sprachgebrauch) fand in der Klinik, aber auch bei diesem Gutachter überhaupt keinerlei Beachtung.

Nach den Vorfällen und den Erfahrungen und der völligen Fehleinschätzung Anfang Oktober 05 und der klar erkennbaren und auch dokumentierten Suizidalität danach hätte man hier vor Gewährung eines weiteren Ausgangs, und besonders eines unbegleiteten Ausgangs gründlich Explorieren müssen. Das ist aber nachweislich nicht geschehen.

Der letzte Arztbericht zu Lebzeiten des Patienten:

 

Eine notwendige und eingehende Exploration, wie das die Fachliteratur vorschreibt, sieht sicher anders aus!

Auf den Seiten 19 bis 25 werden die Zeugen des letzten Tages wörtlich zitiert.

Vergessen zu erwähnen hat der Herr Gutachter dabei, dass es sich bei der Zeugin, Frau Freitag, um eine Kollegin handelt.

Die einzige Schlussfolgerung dieses Gutachters:

„Leider waren auch diese Angaben der Klinik nicht bekannt, so dass nicht entsprechend darauf reagiert werden konnte.“

Viel entscheidender ist doch wohl festzustellen, dass am Nachmittag vor dem Tod des Patienten für jedermann der mit dem Patienten sprach, selbst von Südafrika aus, Wahn und Suizidalität klar zu erkennen waren. 

Auch von Münster aus konnte das die zu dem Zeitpunkt angehende Ärztin, Frau Freitag, deutlich erkennen.

Auch sein bester Freund, Herr Diehl, hat das für wenige Tage zuvor bestätigt.

Selbst im Gutachten Freyberger bescheinigt ein Zeuge den Wahn für den Todestag:

Seite 17, Gutachten Prof. Freyberger:

„Mario habe ihm erzählt, dass er keinen Sinn mehr im Leben sehe und dass er sich auf eine Art Zeitreise begeben wolle. Er wollte zu einem Zeitpunkt in seinem Leben zurück, der ca. einen Monat vor der Einweisung in die Psychiatrie liege.“  Auch das ist Wahn!

Jeder Laie, der sich auch nur wenige Minuten mit dem Patienten unterhielt, konnte das auf Anhieb erkennen.

Selbst Dr. Wolters machte seine Kenntnis um die Suizidalität in einem Gespräch am 29.12.05 deutlich (die Bestätigung dafür steht in der Aussage des Zeugen aus Südafrika).

Krankengeschichte, Weihnachten,     20.12:

http://www.todinrostock.de/index145.jpghttp://www.todinrostock.de/index358.jpg

Protokoll der Mutter.

Dr. Husseini, der ehemalige Kinderarzt, war am 27.12.05 mehrere Stunden mit dem Patienten zusammen und kann Ähnliches berichten.

Hier gab es nichts Plötzliches, das war ein Dauerzustand!

Das ist sicherlich keine Besserung. Eine gründliche und eingehende Überprüfung hätte stattfinden müssen- so, wie es selbst Wolfersdorf an anderer Stelle einfordert.

Anlage 15  http://www.todinrostock.de/faust.pdf

Warum erkannten die Ärzte vor Ort nichts?

Es lag daran, dass die Ärzte nach der angeblichen Verlegung auf die P3 keinerlei Informationen hatten; so steht es jedenfalls in den Protokollen der Kriminalpolizei.

Warum wird der Patient am Tag nach seinem Tod von einem Assistenzarzt, der ihn laut eigenen Angaben so gut wie nicht kannte, nachträglich und rückwirkend gesund geschrieben?

Anlage 8 http://www.todinrostock.de/gesund.pdf

Die Stationsschwester Genendsch macht in ihrer Zeugenaussage deutlich, wie Entscheidungsprozesse in der Klinik abliefen und wer die relevanten Entscheidungen fällte.

Anlage  5  http://www.todinrostock.de/genen.pdf

Auch dazu verliert Dr. Groß kein Wort.

Ab Seite 25, unten, zitiert Dr. Groß wieder, diesmal aus den Ausführungen seiner Gutachterkollegen. Beachtenswert ist der Satz auf Seite 27, oben: 

„..dass dem Aufbau einer verlässlichen therapeutischen Beziehung die entscheidende Bedeutung bei der Behandlung derartiger Patienten zukommt.“

Es liegt doch auf der Hand. Bei ihren sonstigen Verpflichtungen, Urlauben und Terminen weit entfernt konnte keine Beziehung entstehen, und erst recht keine therapeutische.

Nichts war von der Chefärztin in der Aktenlage zu Lebzeiten festgehalten worden. Wo hätten andere Ärzte  bezüglich fortlaufender Behandlung überhaupt während der Abwesenheit der behandelnden Ärztin ansetzen sollen?

„Der Bundesgerichtshof bewertet die Dokumentationspflicht als vertraglich und deliktisch begründetet Pflicht des Arztes zur Aufzeichnung des Behandlungsgeschehens und bezeichnet sie als unverzichtbare Grundlage für die Sicherheit des Patienten in der Behandlung (vgl. BGH NJW 1986, 2365; NJW 1988, 762).“ http://www.kassenarztrecht.net/behandlungsfehler/50122295a8113ba01.html

"Die Therapiesicherung soll eine sachgerechte Behandlung und Weiterbehandlung des Patienten ermöglichen. Daher müssen die Aufzeichnungen gewährleisten, dass jeder mit- oder nachbehandelnde Arzt jederzeit im Stande ist, sich anhand der Dokumentation über die bis dato durchgeführten Maßnahmen und die angewandte Therapie zu unterrichten. Dies gilt um so mehr, als das arbeitsteilige Zusammenwirken von Ärzten mehrerer Fachrichtungen immer bedeutender wird."

"Ist etwa eine bestimmte medizinische Maßnahme nicht dokumentiert, so geht die Rechtsprechung bis zum Beweis des Gegenteils durch den Arzt davon aus, dass diese Maßnahme auch nicht stattgefunden hat."

Eine ordnungsgemäße Information bei Übergabe des Patenten von der Station P2 zur P3 hat auch nicht stattgefunden.

Das Personal der P3 war völlig unzureichend informiert.

Anlage 7   http://www.todinrostock.de/kumbier.pdf

Seite 29, Gutachten Dr. Groß, unten:

„Dabei wurde, ausgehend von den im Krankenblatt befindlichen Eintragungen, von Frau Prof Herpertz eine latente Suizidgefahr durchaus nicht übersehen.“

Es wird daran erinnert, dass diese Angaben sich auf die Dokumentation beziehen, die überhaupt erst nach dem Tod des Patienten in Kenntnis einer inzwischen erfolgten Strafanzeige geschrieben wurde.

Einen Tag vor Weihnachten 05 lehnte Prof. Herpertz ausdrücklich eine Beurlaubung für Weihnachten ab, wegen Suizidalität ihres Privatpatienten.

Danach war Prof. Herpertz bis Anfang Januar 2006 im Urlaub; mit ihrem Privatpatienten in Rostock geschah in dieser Zeit nichts, bei Visiten machte man in Rostock um das Zimmer dieses Patienten einen Bogen!

Im Pflegebericht: 26.12. Vater rief erbost an, dass mit seinem Sohn nichts passieren würde, diese Woche lang.

Trotz eindeutigem Warnhinweis im Pflegebericht am 4.1.06,

„könne nur schlecht unterscheiden, was reell (real) ist und was nicht“

plus die Zeugenaussagen in den Akten für die letzten Tage, plus diese hier zugegebene Kenntnis einer vorhandenen Suizidalität seit dem Missbrauchserlebnis machen deutlich, dass auch hier wieder, wie schon zuvor Anfang Oktober 05, die in der Psychiatrie übliche stufenweise Belastungserprobung nicht eingehalten wurde und eine unbedingt erforderliche gründliche Überprüfung der Stabilität des Patienten bei der Aktenlage zwangsnotwendig hätte erfolgen müssen!

Das ist nicht erfolgt, Beweis, der letzte wohl zu Lebzeiten geschriebene Arztbericht der Krankenakte:

                                           

„Im Übrigen waren schon zuvor Ausgänge im Klinikgelände und Begleitausgänge mit Verwandten und Freunden gewährt worden.“

Diese Aussage ist völlig falsch, eine weitere Unwahrheit:

Am 27.12. 05 war ein einziger  stundenweiser Ausgang zu Weihnachten aber nur in Begleitung gestattet (Vater plus Kinderarzt), mehr nicht.

Einige Zeit davor durfte der Patient bei Anlieferung von Wäsche seinen Vater nicht einmal ca. 400 Meter zu einem Parkplatz begleiten, um beim Transport seiner Wäsche zu helfen. Der Vater erhielt deshalb eine Sondererlaubnis, mit seinem PKW bis vor die Eingangstür der Geschlossenen vorzufahren.

Auch bei dieser Begegnung am 27.12.2005 war der Patient im Wahn und sah in seinem ehemaligen Kinderarzt, Dr. Husseini, und  selbst in seinem Vater „nicht reale Außerirdische.“

Seite 30, Gutachten Dr. Groß:

„Eine derartige Abwehrhaltung von Patienten kommt bei psychischen Störungen, wie sie bei Herrn Hagemeister bestanden, vor und ist auch für erfahrene Psychiater bei sorgfältiger Untersuchung und Beobachtung nicht erkennbar.“

Jedenfalls war es- ausgehend von den Behandlungsunterlagen – für die zuständigen Ärzte nicht erkennbar, dass sich der Patient Mario Hagemeister am 08.01.2006, lässt sich ebenfalls im Nachhinein nicht  scher klären.“

Tatsache ist, dass mehrere Zeugen bestätigt haben, dass akute Suizidalität vorlag und dass der Patient das auch jedem, der mit ihm sprach, mitteilte.

Tatsache ist, dass dieser Privatpatient in seinen letzten Tagen, wieder in Abwesenheit der behandelnden Chefärztin, nicht von „erfahrenen“ Psychiatern in Vertretung der Chefärztin angemessen betreut wurde, stattdessen war er  einem jungen Assistenzarzt anvertraut, der laut eigenen Angaben nichts von der Vorgeschichte dieses Patienten wusste.

Es hat nicht einmal ansatzweise eine „sorgfältige Untersuchung und Beobachtung“ stattgefunden.

Anlage 7   http://www.todinrostock.de/kumbier.pdf

Seite 30, Gutachten Dr. Groß, unten:

„..sprechen die Aufzeichnungen von Frau Prof. Herpertz über das Gespräch vom 05.01.2006..“

Diese inhaltlich nicht haltbare „Dokumentation“ angeblicher Einzelgespräche, weitgehend inhaltlich falsch und im inhaltlich im Gegensatz zu anderen Dokumenten der Chefärztin selbst, aber auch im Gegensatz zu Angaben ihres Oberarztes, entstand erst in Kenntnis einer erfolgten Strafanzeige nach dem Tod des Privatpatienten, kann somit nicht als Beweis herangezogen werden.

Wenn man unbedingt notwendige Untersuchungen unterlässt, eindeutige Warnhinweise komplett missachtet, sich um dem Patienten nicht kümmert, und auch nichts dokumentiert, dann kann man auch nichts erkennen.

Diese Missachtung und Unterlassung notwendiger und in der Fachliteratur allseits geforderter Maßnahmen bleibt dann aber ärztliches Fehlverhalten und kann nicht als Entlastung der Verantwortlichen gewertet werden.

Hatte man so untersucht, so exploriert, wie es sich gehört, hätte man den desolaten Zustand des Patienten selbstverständlich erkannt.

Ein Laie konnte das am Telefon ganz eindeutig von Südafrika aus erkennen.

Hätte man zu dem Vater vor dieser erneuten „Belastungserprobung im häuslichen Bereich“ Kontakt aufgenommen, zwecks Absprachen, so, wie sich das gehört, hatte man die Dinge rechtzeitig abklären und Schaden verhindern können.

Auch das ist nicht geschehen. Niemand war informiert; auch das ist ein Verstoß gegen die Regeln.

Es gab aber nicht einmal den Ansatz eines Versuchs, hier korrekt vorzugehen.

Seite 31, Gutachten Dr. Groß, oben:

„das schließt aber nicht aus, dass er dennoch eine bestehende Suizidalität dissimuliert hat; dies wäre dann aber für die Ärzte nicht zu erkennen gewesen.“

Tatsache ist, der Patient hat nichts dissimuliert. Das beweisen die letzten Einträge in dem Pflegebericht, aber auch alle Zeugenaussagen.

Niemand war da.

Anlage  5  http://www.todinrostock.de/genen.pdf

Warum hat man sich im Vorfeld auch nicht ansatzweise mit dieser erkannten Suizidalität, lange genug erkannt, auseinandergesetzt und diese abgeklärt und die Ergebnisse dokumentiert, wie selbst ein Prof. Wolfersdorf das an anderer Stelle eindringlich einfordert? siehe

Anlage 15  http://www.todinrostock.de/faust.pdf

Seite 31, Gutachten Dr. Groß, Mitte:

„ 2.) Der Patient wurde nicht, wie von dem Beklagten behauptet – entgegen den Regeln der Ärztlichen Kunst zweimal in hilflosem Zustand ausgesetzt, weder a.) am01.10.2005 noch  b.) am Tag seines Suizids am 08. 01.2006.“

Entgegen dieser Behauptung lässt selbst Prof. Herpertz das der STA in Rostock mitteilen, dieser Text steht sei Jahren veröffentlicht im Internet:

Das Gegenteil dieser Behauptung ist der Fall.

Alle Zeugen, die Einträge in den Pflegeberichten belegen und beweisen das Gegenteil. Deshalb setzt sich Dr. Groß auch nicht damit auseinander.

Entgegen dieser Behauptung des Dr. Groß, lässt selbst Prof. Herpertz das Folgende der STA in Rostock mitteilen; dieser Text steht sei Jahren veröffentlicht im Internet:

Prof. Dr. Herpertz lässt erst 2010 der Staatsanwaltschaft in Rostock mitteilen:

Nach der festen Überzeugung von Frau Prof. Dr. Herpertz ist es undenkbar, dass die seinerzeit eingesetzten Pflegekräfte Herrn Mario Hagemeister zerstreut, hilflos und ratlos und ohne Hinzuziehung eines diensthabenden Arztes in einen Wochenendurlaub gelassen haben.

Frau Prof. Dr. Herpertz selbst hatte Herrn Mario Hagemeister zuletzt am 27. September 2005 gesehen und mit ihm gesprochen. Sie befand sich vom 28. September 2005 bis einschließlich 03. Oktober 2005 nach dem Kalender von Frau Prof. Dr. Herpertz nicht in der Klinik, nach ihrer Erinnerung befand sie sich in einem Kurzurlaub.

In die Entscheidung, Herrn Mario Hagemeister über das Wochenende zu beurlauben, war Frau Prof. Dr. Herpertz nur in Hinblick auf die Entscheidungsgrundlagen bis zum 27. September 2005 eingebunden.

Der Vorwurf einer Aussetzung nach § 221 Abs. 1 StGB kann ihr gegenüber daher nicht formuliert werden.

Und: „Frau Prof. Dr. Herpertz nahm am frühen Morgen des 4. Oktober 2005 ihren Dienst wieder auf und stellte bei Herrn Hagemeister einen weiterhin mutistischen Patienten fest.“

Tatsache ist, man schnallt den Privatpatienten nach seinem Missbrauchserlebnis tagelang fest, fixieren nennt man das- und "versorgt" ihn massiv mit Medikamenten, die dafür bekannt sind, dass sie zum Selbstmord führen können.

Darüber aber verliert die Chefärztin in ihrer Dokumentation der Einzelgespräche mit ihrem Patienten aber auch nicht ein einziges Wort. Auch am 4. Oktober war der Patient fixiert!

Außerdem klingt das so, als wäre Frau Prof. Dr. Herpertz von 4. Oktober an, dem Dienstag, an diesem Tag und ab diesem Tag tatsächlich präsent.

Ab Donnerstag, den 5.10.05, hat Prof. Herpertz aber laut Internet schon wieder Verpflichtungen in Süddeutschland, sehr weit weg von Rostock.

Und das, was nach der "festen Überzeugung von Prof. Dr. Herpertz" undenkbar ist, trat tatsächlich, in der Krankenakte eindeutig dokumentiert, genau so ein; und in diesem Zustand setzte man ihren Privatpatienten in ihrer Abwesenheit aus. Das bedeutete für ihn der Anfang vom Ende, der Beweis für das Aussetzen in hilfloser Lage, Eintrag im Pflegebericht am 1.10.2005, vorgenommen von qualifizierten Fachpersonal:

    

Kurz danach, als Folge dieser Hilflosigkeit, erfolgen der Missbrauch, psych. Krampfanfall, Wachkoma, tagelange widerrechtliche Dauerfixierung.

Das nimmt Dr. Groß tatsächlich alles nicht zur Kenntnis, so, als hätte es das nicht gegeben.

Deutlicher kann das Aussetzen einer hilflosen Patienten nicht dargestellt werden.

All diese Informationen standen diesem Gutachter bei der Erstellung zur Verfügung. Er geht darauf mit keinem Wort ein.

Das wird von  Dr. Groß nicht angesprochen. Das ist Manipulation durch Unterdrückung eines der entscheidenden Beweise für massives Fehlverhalten.

Von Seite 31 bis 34 zitiert Dr. Groß wieder aus Gutachten seiner Vorgänger.

Auch diese Angaben stehen im Widerspruch zur Aktenlage, Beispiel: 

Seite 32, Gutachten Dr. Groß, Mitte:

„Bereits am 16.09.2005 war die Kooperations- und Absprachefähigkeit des Patienten offensichtlich schon so zuverlässig..“

Prof. Herpertz als behandelnde Ärztin war zu dem Zeitpunkt im Schloss in Saarbrücken. Im Pflegebericht dieser Tage steht:

12.9. schreibt den ganzen Tag Formeln auf

13.9.           sehr aggressiv im Umgang

14.9.     sagt, dass er kl. Filmrisse im Gedächtnis hat

16.9. äußert selbst, dass seine Gedanken noch sehr wirr sind (Pflegebericht)

Offensichtlich hat auch dieser Gutachter, Dr. Groß,  die Krankenakte nicht gründlich gelesen. Deshalb sind all seine Schlussfolgerungen entsprechend zu bewerten.

Das ist so korrekt und zuverlässig wie die Aktenlage. Die behandelnde Ärztin stellt Fern- und Fehldiagnosen aus dem Schloss in Saarbrücken und trägt von dort aus für diesen Tag in die Fieberkurve ein.

In den Pflegeberichten dieser Tage steht etwas ganz anderes.

Zitat, Gutachten Dr. Groß, Seit 32:

„..ohne dass es in den nächsten zwei Wochen zu Komplikationen kam“

Kommentar: Wo nichts notiert wird, kann man auch keine Komplikationen feststellen; hier noch einmal alles an Arztberichten im September, vor der ersten Aussetzung, drei äußerst knappe Berichte zu zwei Tagen:

 

„Fortführung der medikamentösen Therapie“ steht da. Wo ist hier ein therapeutisches Arbeitsbündnis zu erkennen? Von anderen Therapien erscheint kein Wort.

Am 27.09.05 wurde in der Akte eingetragen: "Pat. war leicht überfordert mit Ausflug der Gruppe."

Am 30.09.05 stellt man fest: "..lief sehr gedankenversunken über den Stationsflur, ist leicht aus dem Konzept zu bringen."

Alle Warnhinweise werden übersehen!

Bis zum 30.09.05 bestand auch immer noch eine Zwangseinweisung, die aber nicht abschließend überprüft/beendet wurde.

Auch in Abwesenheit der behandelnden Ärztin wird der Patient am Morgen des 1.10.05 tatsächlich hilflos ausgesetzt.

Das, was Prof. Herpertz noch 20010 für undenkbar, dass die seinerzeit eingesetzten Pflegekräfte Herrn Mario Hagemeister zerstreut, hilflos und ratlos und ohne Hinzuziehung eines diensthabenden Arztes in einen Wochenendurlaub gelassen haben, trat aber genau so ein und wurde entsprechend eingetragen.

Das danach eingetretene „Ergebnis“ war eine Katastrophe, die gemeinsam vertuscht werden sollte, siehe

Anlage  17   http://www.todinrostock.de/blindow.pdf

Seite 33, Gutachten Dr. Groß, unten:

„Aus den Krankenblattunterlagen geht jedoch plausibel hervor, dass die erforderlichen psychopathologischen Untersuchungsergebnisse und eine angemessene therapeutische Begleitung durch die zuständigen Ärzte in dem Zeitraum vor der Wochenendbeurlaubung am 01.10.2005 erfolgten.“

Das ist eine handfeste Lüge, eine Falschaussage, hier noch einmal alle Arztberichte im September 05:

                 

Zitat Gutachten Dr. Groß, Seite 33, unten:

 „Dies wurde zwar nicht für jeden einzelnen Tag (was nicht üblich und sinnvoll ist) aber doch engmaschig dokumentiert, zum Beispiel durch die verantwortliche Chefärztin am 27.09 und dem zuständigen Stationsarzt am 29.09.2005.“

Berichte (knappe Sätze) zu zwei Tagen im ganzen Monat. Das ist sicherlich nicht eine engmaschige Dokumentation mit abschließender Überprüfung am Ende einer Zwangseinweisung mit alleinigem Ausgang übers verlängerte Wochenende!

Dazu kommt dieser deutliche Eintrag im Pflegebericht, ein eindeutiger Warnhinweis, den am  27.09. die Chefärztin, im Pflegebericht:

27.9.05"Pat. war leicht überfordert mit Ausflug der Gruppe"

Danach hätte zwingend notwendig eine eingehende Überprüfung vor alleinigem Ausgang stattfinden müssen.

Auch ein alleiniger und völlig unvorbereiteter mehrtägiger Ausgang nach dieser langen Phase der Zwangseinweisung in eine, und das war der Klinik bekannt, chaotische Studentenbude, die aussah wie ein Müllhaufen, ohne Information an eine Person außerhalb, widerspricht allen Regeln der Psychiatrie und ist ganz sicher nicht eine angemessene therapeutische Begleitung, wie es dieser Gutachter auf Seite 33, unten ausdrückt.

Für all das hat dieser Gutachter, Dr. Groß, nicht ein Wort übrig.

Seite 34, Gutachten Dr. Groß, oben:

„Die verstärkte psychotische Krise während der Wochenendbeurlaubung am 01.10.2005 war daher nicht vorhersehbar.“

Wenn schon ein kurzer Ausflug in einer Gruppe eine Überforderung war, so dokumentiert im Pflegebericht am 27.09.05, dann ist ein mehrtägiger Ausgang ganz allein, erst Recht eine Überforderung, zumal am Morgen des .1.10.05 von Fachpersonal der Klinik im Pflegebericht eingetragen wurde:

"Pat. am Morgen sehr verlangsamt in seinen Handlungs- u. Gedankenabläufen, wirkte sehr zerstreut, hilflos, ratlos“

Den kurz danach erfolgten Missbrauch am hilflosen Patienten, die Diagnosen psych. Krampfanfall und Wachkoma danach, sind doch wohl der beste Beweis für die Richtigkeit der Beobachtungen im Pflegebericht!

All das findet überhaupt keine Erwähnung, das verschleiert dieser Gutachter gezielt  mit „verstärkte psychotische Krise.“

Die anschließende tagelange widerrechtliche Fixierung sowie die lange Abwesenheit der behandelnden Ärztin dieses Privatpatienten spricht er auch mit keinen Wort an.

Die nach diesen schrecklichen Erlebnissen in der Krankenakte am 13.10.05 gemachte Erklärung des Patienten

..“möchte am liebsten von einem Hochhaus stürzen und nichts mehr merken“

fand weder in der Klinik, damals, irgendeine Berücksichtigung; auch dieser Gutachter tut so, als hätte es das alles nicht gegeben.

Seite 34, Gutachten Dr. Groß, Mitte:

„Im Verlaufe der Besserung wurde Herr H. Anfang Januar 2006 auf eine offene Station verlegt.“

Die angebliche Besserung ist wieder nichts als eine Behauptung, eine Unterstellung dieses Gutachters, die sich durch nichts beweisen lässt, Dr. Groß auch nicht belegt hat.

Alle Einträge in den Pflegeberichten, alle Zeugenaussagen beweisen das Gegenteil. Es gibt keine Besserung!

Dr. Groß, Seite 34, unten:

„Herr H. war weder am 01.10.2005 noch am 08.01. 2006 in einem so stark veränderten psychischen Zustand, dass man hier von einer Aussetzung einer hilflosen Person hätte sprechen können.“

Diese, seine Aussage, kann Dr. Groß nicht belegen, das hat er auch nicht belegt.

Der Pflegebericht der Klinik am 1.10.2005 und alle Zeugenaussagen, darunter allein drei Ärzte, belegen und beweisen mehr als deutlich das Gegenteil dieser haltlosen Behauptung des Dr. Groß.

Selbst die Aussage von Prof. Herpertz gegenüber der STA Rostock 2010  beweisen das Gegenteil:

Somit ist auch diese rein subjektive Bewertung des Gutachters, Dr. Groß, falsch.

Seite 34, Gutachten Dr. Groß,  unten:

„dass die Behandlung des Mario Hagemeister in der Klinik der Klägerin entsprechend den im Behandlungszeitraum geltenden anerkannten und bewährten ärztlichen Behandlungsregeln erfolgt ist.“

Diese Behandlung widerspricht allen Regeln:

Auch diese Bewertung ist falsch und widerspricht selbst allem Basiswissen der Psychiatrie, siehe

Anlage   15  http://www.todinrostock.de/faust.pdf     und

Anlage   14  http://www.todinrostock.de/finzen.pdf

Anlage 9   http://www.todinrostock.de/theorie.pdf

Seite 35, Gutachten Dr. Groß, oben:

„für die Klägerin beziehungsweise für die zuständigen Ärzte war es nicht vorhersehbar, dass sich der Patient Mario Hagemeister am 08.01.2006 das Leben nehmen würde.

Der Patient war zu dem Zeitpunkt nicht akut suizidgefährdet, zumindest nicht aus der ex ante Sicht der Klinikmitarbeiter.“

Das ist eine weitere nicht haltbare und in der Aktenlage widerlegte Behauptung, mehr nicht. Notwendige Untersuchungen, die laut Fachliteratur hätten erfolgen müssen, haben ganz eindeutig nicht stattgefunden.

Eindeutig war der Patient akut suizidgefährdet; das belegen alle Zeugenaussagen, aber auch die Krankenakte seit dem Erlebten Missbrauch nach der ersten Aussetzung in hilflosem Zustand Anfang Oktober 2005.

Hätte man in den letzten Tagen vor dessen Tod mit ihm gesprochen, sich mit ihm überhaupt beschäftigt, so hätte man sowohl Wahn wie auch Suizidalität feststellen müssen/können; aber niemand war da, der sich kümmerte.

Anlage  5  http://www.todinrostock.de/genen.pdf

Anlage 18  http://www.todinrostock.de/arzt.pdf

Seite 36, Gutachten Dr. Groß, oben:

„Die wissenschaftliche Frage ist aber, ob eine umfänglichere Dokumentation oder z.B. eine morgendliche Befunderhebung des psychopathologischen Befundes bei dem tragisch am 08.01.2006 durch Suizidtod verstorbenen Patienten Hagemeister die Entscheidung zur suizidalen Handlung bei dem Patienten überhaupt beeinflusst oder sogar verändert hätte.“

Das ist eine sachlich völlig falsch gestellte Frage.

Hier geht es um eine Summe von Fehlverhalten in Folge, was zur Katastrophe führen musste:

Fakt ist, dass bei der Aufnahme des Patienten in die Klinik Suizidalität ausdrücklich ausgeschlossen wurde.

Fakt ist, dass eine Suizidalität erstmals nach dem erlebten Missbrauch auftrat und am 13.10.05 in der Krankenakte dokumentiert wurde

, dass der Patient nach der ersten Belastungserprobung Anfang Oktober 2005 mit Verdacht auf psych. Krampfanfall und Wachkoma am 2.10.05 wieder in die Klinik eingeliefert wurde

, dass der Patient tagelang widerrechtlich dauerfixiert wurde.

, dass die für diesen Privatpatienten verantwortliche Chefärztin in dieser Zeit zunächst in Urlaub und auf Profilierungstournee war und der Patient von wechselnden Assistenzärzten, widerrechtlich fixiert,  „betreut“ wurde.

, dass eine übliche und in der Fachliteratur geforderte gestufte Ausgangsregelung nicht eingehalten wurde.

, dass das Zuhause des Patienten fast 500 Kilometer entfernt von Rostock war.

, dass bekannt war, dass seine Studentenbude in Rostock ein Trümmerfeld war, man ihn also in ein Trümmerfeld schickte.

, dass niemand außerhalb über den Ausgang informiert wurde.

,dass nach der Wiedereinweisung Anfang Oktober 05 zu keinen Zeitpunkt weder der erlebte Missbrauch noch die mehrfach dokumentierte Suizidalität in irgendeiner Weise Berücksichtigung fanden und aufgearbeitet wurden. Und auch das entspricht nicht einer angemessenen und korrekten Behandlung.

, dass nichts von dem, was die Fachliteratur einfordert, hier auch nut ansatzweise stattgefunden hat.

Seite 36, Gutachten Dr. Groß, Mitte:

„..sondern es geht auch um den Nachweis, dass bei anderem Handeln und Behandeln, bei anderer Dokumentation das tragische Suizidereignis eben nicht stattgefunden hätte.“

Hätte man nach der dokumentierten Erkenntnis, dass schon ein kleiner Ausflug am 27.06 in der Gruppe für diesen Patienten eine Überforderung war, eine eingehende Exploration durchgeführt (immerhin bestand zusätzlich eine ZWE bis zum 30.09.05),

dann hätte man feststellen müssen, dass der Patient längst nicht stabil genug war für einen alleinigen mehrtägigen Ausgang war, was übrigens auch ein Verstoß, eine deutliche Überschreitung der in der Psychiatrie geltenden Ausgangsregelung ist.

Es gab aber ein langes Wochenende mit dem Tag der Deutschen Einheit und nicht nur die Chefärztin hatte einen Kurzurlaub geplant. Die behandelnde Ärztin, Prof Herpertz, war schon seit dem 27.9. in Urlaub und anschließend auf Tournee.

Hätte man ihn am 1.10.05 trotz festgestellter und dokumentierter Hilflosigkeit gegen alle bestehenden und bekannten Regeln der Ausgangsregelung nicht allein in die Großstadt ins Ungewisse geschickt, dann wäre es ganz sicher nicht zum Missbrauchserlebnis gekommen und nicht zu der dokumentierten Ankündigung:

„..möchte sich am liebsten von einem Hochhaus stürzen und nicht mehr merken.“

Zitat Gutachten Dr. Groß, Seite 25:

„..dass dem Aufbau einer verlässlichen therapeutischen Beziehung die entscheidende Bedeutung bei der Behandlung derartiger Patienten zukommt.“

Es liegt doch auf der Hand. Bei ihren sonstigen Verpflichtungen, Urlauben und Terminen weit entfernt konnte keine Beziehung entstehen, und erst recht keine therapeutische. Nichts war von der Chefärztin, Prof. Herpertz,  in der Aktenlage zu Lebzeiten festgehalten worden. Wo hätten andere Ärzte überhaupt ansetzen sollen?

Ganz eindeutig hätte das Leben dieses Patienten einen völlig anderen Verlauf genommen, wäre es am 1.10.05 nicht zu dieser Aussetzung in hilflosem Zustand und zum anschließenden Missbrauch gekommen.

Um das feststellen zu können, muss man nicht Gutachter der DGPPN sein.

Gutachten Dr. Groß, Seite 36, Erklärung zu seiner Person:

Von den vier Vorschlägen der Ärztekammer als Gutachter in diesem Verfahren waren drei hochrangige Funktionäre dieses Vereins (der Spiegel: „Psychoärzte in Pharmadiensten“), zwei davon waren sogar ehemalige Präsidenten. Prof. Dr. Herpertz ist Vorstandsmitglied in diesem Verein.

Erst mit Einreichen seines Gutachtens erklärt Dr. Groß, dass auch er Mitglied dieses Interessenverbandes (Spiegel: „Seelsorge für die Industrie“) ist, in dem Prof. Dr. Herpertz im Vorstand ist.

Dr. Groß hätte sich noch kürzer fassen, sich die vielen Seiten Zitate sparen können und nur seinen Satz zur Epikrise niederschreiben brauchen:

„Diesen Ausführungen wird auch in der hiesigen Beurteilung zugestimmt.“

Mit all den vor Gericht vorgetragenen Beweisen hat er sich an keiner Stelle auseinandergesetzt, zwar hat er einige der bisher nicht berücksichtigten Zeugen seitenlang zitiert, sein stereotyper Satz dazu,

„Leider waren auch diese Angaben der Klinik nicht bekannt, so dass nicht entsprechend darauf reagiert werden konnte“

wird der Situation aber in keiner Weise gerecht.

Vielmehr zeigen diese Zeugenaussagen auf, in welcher Situation sich der Patient tatsächlich schon seit langem befand.

Und das konnten Zeugen sogar von Münster und selbst von Südafrika aus am Telefon klar erkennen. Warum konnten das die Experten in dieser Klinik nicht?

Eine sachgerechte und notwendige Exploration hat jedenfalls nicht stattgefunden.

Nicht einmal grundlegende Anforderungen der Psychiatrie zur Ausgangsregelung und zur Behandlung einer Suizidalität scheint Dr. Groß zu kennen.

Anlage  15  http://www.todinrostock.de/faust.pdf

Was Dr. Groß hier als Fachgutachten nach mehr als einem halben Jahr vorlegt, das ist Manipulation durch Unterdrückung restlos aller vorgetragenen entscheidenden Beweise für hier mehrfach stattgefundenes Fehlverhalten; somit ist das eine Falschbegutachtung und Parteilichkeit pur.

An keiner Stelle geht Dr. Groß auch nur ansatzweise auf die tatsächlich relevanten Aspekte und die vorgetragenen zahlreichen Widersprüche und Manipulationen ein, so, wie sie hier in den Anlagen dargestellt sind.

Diese Anlagen sind ein Bruchteil des im Internet in dieser Angelegenheit veröffentlichten Materials, dass inzwischen millionenfach gelesen und tausendfach, auch öffentlich in Medien auch der Nachbarländer der Bundesrepublik ganz eindeutig kommentiert wurde.

Ein kleiner Teil dieser öffentlichen Kommentare sind auf http://www.todinrostock.de/index7.htm dokumentiert.

Nichts von den zahlreichen  vorgetragenen tatsächlich relevanten Aspekten und vorgetragenen zahlreichen Widersprüchen (siehe Anlagen) wurden von diesem Gutachter, von Dr. Groß, auch nur ansatzweise angesprochen.

Deshalb stellen wir den Antrag, dieses Gutachten wegen des Verdachts  massiver Befangenheit und deutlicher Parteilichkeit zu verwerfen und anhand der vorliegenden Aktenlage zu einer Entscheidung zu kommen.

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Kommentar:  "Es ist unglaublich, wie gewissenlos Menschen lügen können."

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Zur Medikation, die ständig wechselte:

Im einzelnen war Mario Hagemeister in dieser Zeit demnach den Wirkungen und Nebenwirkungen folgender Psychopharmaka ausgesetzt gewesen:

Benzediazepin - Tavor ® (Lorazepam) Depressionen gehören zu den häufig auftretenden Nebenwirkungen ebenso wie Verwirrtheit, Demaskierung einer Depression und Schwindelgefühl. Sehr häufig: Sedierung, Müdigkeit und Benommenheit. Weitere Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Angst, Spannungszustände, innere Unruhe, Realitätsverlust, Verhaltensstörungen sowie Suizidgedanken/versuch. [Pharmazeutischer Hersteller: Wyeth]

Neuroleptikum - Leponex ® (Clozapin) Nach den Präparateinformationen kann Leponex u.a. sehr häufig Schläfrigkeit/ Sedierung auslösen, Kopfschmerzen, Tremor, Akathisie, extrapyramidale Symptome, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Harninkontinenz, Müdigkeit. Weitere Nebenwirkungen: Unruhe, Konfusion, Delir, Kreislaufkollaps — bis zum Herzstillstand, Atemdepression/ Atemstillstand, fulminante Lebernekrose und unerklärlicher plötzlicher Tod. [Pharmazeutischer Hersteller: Novartis]

Neuroleptikum - Haldol ® (Haloperidol) Gemäß Präparateinformationen kann Haldol u.a. zu Spätdyskinesien führen, zum malignem neuroleptischen Syndrom, zu Müdigkeit, Unruhe, Benommenheit, depressiven Verstimmungen, Lethargie, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen sowie zu Sprach-, Gedächtnis- u. Schlafstörungen, zur Störung des Atemrhythmus, Atemnot, Lungenentzündung. [Pharmazeutischer Hersteller: Janssen-Cilag]

Neuroleptikum - Abilify ® (Aripiprazol) Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Benommenheit, Schlaflosigkeit, Akathisie, Schläfrigkeit, Tremor, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Kopfschmerzen. Gelegentlich wurden auch Suizidgedanken u. Suizidversuche berichtet. [Pharmazeutischer Hersteller: Bristol-Myers Squibb].

Neuroleptikum - Seroquel ® (Quetiapin) Als Nebenwirkung tritt u.a. sehr häufig Schläfrigkeit auf, Benommenheit, Schwindelgefühl. Auch Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Krampfanfälle werden aufgeführt. Selten: Gelbsucht sowie ein malignes neuroleptisches Syndrom. Sehr selten Spätdyskinesien und das StevensJohnson-Syndrom (= Eine lebensbedrohliche Hautkrankheit, die Hautauschlag und Wunden auf den Schleimhäuten verursacht). [Pharmazeutischer Hersteller: AstraZeneca]

Neuroleptikum - Solian ® (Amisulprid) Nebenwirkungen umfassen per Präparateinformation u.a. Kammerflimmern od. Herzstillstand, was zum plötzlichen Tod führen kann. Extrapyramid. Störungen wie Tremor, Schläfrigkeit, Schwindel, Spätdyskinesien, Krampfanfälle, Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Angst, Agitiertheit. [Pharmazeutischer Hersteller: Sanofi-Aventis]

Antidepressivum - Ergenyl chrono ® (Natriumvalproat) Die Nebenwirkungen umfassen u.a.: Dosisabhängig häufig Gewichtszunahme, erhöhter Appetit oder Appetitlosigkeit. Auch von gelegentlicher Reizbarkeit, Hyperaktivität, Verwirrtheit ist die Rede, von Halluzinationen, Schläfrigkeit, Tremor, gelegentlich Kopfschmerzen, Stupor bis hin zum transienten Koma, Muskelschwäche, Bewegungsstörungen, Demenz mit zerebraler Atrophie (Gewebeschwund im Gehirn). [Pharmazeutischer Hersteller: Sanofi-Aventis]

Antidepressivum - Lithium Apogepha ® (Lithium) Nebenwirkungen gemäß Präparateinformationen umfassen u.a. Muskelschwäche, Tremor mögl., geringe Sedierung, Schwindel, Libidoverlust. Sehr selten Verstärkung eines M. Parkinson, Nierenschäden, Demaskierung des Brugada-Syndroms (= Patienten dieser Erkrankung sind scheinbar völlig herzgesund, können aber bereits im Jugend- und frühen Erwachsenenalter einen plötzlichen Herztod erleiden). [Pharmazeutischer Hersteller: Apogepha]

Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. (KVPM) hat beim Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel (BfArM) Akteneinsicht betreffend Informationen über gemeldete Arzneimittelwirkungen wie Gewalt, Aggression und Suizid beantragt. Daraufhin erhielt die KVPM im Mai 2009 Auszüge aus der Datenbank über unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) des BfArM, zu denen seit 1989 bis zur Gegenwart Fälle von Selbstmord und Selbstverletzung, Feindseligkeit und Aggression gemeldet wurden. Auffällig darin sind hohe Fallzahlen bei vielen Psychopharmaka.

Die Psychopharmaka, die Mario Hagemeister verabreicht wurden, tauchten ebenfalls in diesen Unterlagen der Bundesarzneimittelbehörde auf. Im einzelnen wurden der Zulassungsbehörde zu diesen Psychopharmaka folgende Fälle gemeldet:

Vorfälle von Suizid u. Suizidversuch, Feindseligkeit u. Aggressionen seit 1989:

Lorazepam (Tavor) 1.691 davon 13 vollendete Suizide, 15 Suizidgedanken

Clozapin (Leponex) 122 davon 13 vollendete Suizide, 6 Suizidgedanken, 59 Suizidversuche.

Haloperidol (Haldol) 77 davon 9 vollendete Suizide, 5 Suizidgedanken, 40 Suizidversuche.

Aripiprazol (Abilify) 104 davon 13 Suizidgedanken, 53 Suizidversuche

Quetiapin (Seroquel) 236 davon 10 vollendete Suizide, 9 Suizidgedanken, 104 Suizidversuche.

Amisulprid (Solian) 65 davon 7 vollendete Suizide, 6 Suizidgedanken, 25 Suizidversuche.

Natriumvalproat (Ergenyl) 27 davon 1 vollendeter Suizid, 1 Suizidgedanken, 10 Suizidversuche.

Lithium (Lithium) 225 davon 28 vollendete Suizide, 8 Suizidgedanken, 106 Suizidversuche

Quelle: http://www.kvpm.de/prof-dr-med-sabine-c-herpertz.html

Suizid:

Quelle: http://www.franz-ruppert.de/html/hauptteil_suizid.htm (inzwischen abgeschaltet)

„Es gibt sogar Gründe dafür anzunehmen, dass sich die rein medizinische Behandlung mit Medikamenten förderlich auf die Selbstmordneigung psychiatrischer Patienten auswirkt.

Gerade die als modern angepriesenen Antidepressiva scheinen die Tendenz eher noch zu befördern, Selbstmord zu begehen, weil sie innere Unruhe- und Spannungszustände auslösen.

Sogar bei nicht Suizidalen scheinen sie Selbstmordgedanken zu provozieren: „Eine Studie, die an der Harvard Medical School durchgeführt wurde, zeigte deutlich, dass das bekannte neuere Antidepressivum Fluoxetin (Prozac, Fluctin, Fluctine) intensive Suizidgedanken auslösen kann.

Durchschnittlich 26 Tage nach Beginn der Behandlung wurden die Patienten von intensiven Suizidgedanken gequält. Dieser Zustand war heftiger als alles, was sie je zuvor erlebt hatten.

Die selbstzerstörerischen Gedanken quälten die Betroffenen noch bis zu drei Monaten nach Absetzen des Prozac. Es müsse auch bei Patientinnen mit Suizidgedanken gerechnet werden, die zuvor weder jemals suizidal gewesen noch Selbstmordversuche durchgeführt hatten (Teicher & Glod, 1990).“ (Rufer, 2001, S. 241 f.)

Er wird im Gegenteil durch die Klinikeinweisung meist traumatisiert und stigmatisiert. Er hat ab jetzt die Diagnose „psychisch krank“ – was immer diese Diagnose konkret und inhaltlich heißen mag,

sie führt zu einer Negativspirale in seinem weiteren Lebenslauf. U.a. wird der Patient von den Psychiatern wegen seiner „Krankheit“ dazu angehalten, Psychopharmaka zu nehmen, möglichst viele und möglichst lange. Der Patient gerät damit langfristig in die Abhängigkeit von Psychiatern.

 

"Und lassen Sie es nicht auf einen Prozess gegen mich ankommen, den halten sie allein schon aus finanziellen Gründen nicht durch. Das waren damals die Worte des verantwortlichen Chefarztes, Professor August-Wilhelm Schmidt, in Detmold. Nach insgesamt acht Jahren hatte letztlich der BGH in unserem Sinne entschieden. Kurz darauf verstarb Marleen, Marios Schwester, nach einem sehr langen und qualvollen Leidensweg.

Ein Jahr vor der Entscheidung des BGH, auf meine Frage, warum bei der klaren Situation immer noch weiter prozessiert wird, sagte mit ein damals noch recht junger Rechtsrat der Kreises Lippe: 

"Na und - das kostet doch ohnehin nur Steuergelder." - Noch heute zahlt der Kreis Lippe für die Opfer von damals.

Derzeit warten wir wieder beim Landgericht in Detmold auf ein weiteres Gutachten. Darin wird der im Gegensatz zu anderen, ehrliche Gerichtgutachter, Dr. Sanner, genannt, ein ausgewiesener Fachmann für psychiatrische Gutachten, der auch mit unserer Sache vom Gericht beauftragt war, siehe: www.todinrostock.de/sanner.pdf

Dieser Gutachter war laut Gegenseite in unserer Sache „neidisch und missgünstig gegenüber den großen Kapazitäten" – so wurde jedenfalls tatsächlich von der Gegenseite argumentiert.

Darin hatte es alles bestätigt und überzeugend anhand der Beweislage dargestellt, was man an ärztlichen Fehlverhalten nur so feststellen kann.

Wohl mit Tricks, Ösen und Beziehungen hatte es dann die Gegenseite geschafft, dieses Gutachten zu kippen, weshalb wir lange auf das nächste Gutachten warten, bei einer Sachlage, die so klar ist, dass jedermann, der sich nur etwa zwei Stunden mit der Aktenlage beschäftigt, den Durchblick hat und die vielfältigen Machenschaften, Lügen und Manipulationen durchschaut- es sei denn....

Wieder acht Monate dauerte es,

bis wieder ein äußerst knappes „Gutachten“ erstellt wurde, wieder von einem Mitglied dieses Vereins, der DGPPN, in dem Prof. Herpertz Vorstandsmitglied ist.

Das ist so, als hätte Frau Zschäpe im aktuellen NSU Prozess zunächst in Kenntnis einer Anklage die gesamte Aktenlage daheim tagelang ungestört zur "Nacharbeitung" gehabt, und als Gutachter hätte man danach ausschließlich führende Mitglieder dieser NSU als angeblich neutrale Gutachter eingesetzt!

In MV geht es ja auch nur um eine Serie toter psychisch Kranker!

So wurde hier seit Jahren vorgegangen!

Nichts von all den ungeheuren und skandalösen Vorkommnissen, das, was hier schon lange auf diesen Seiten veröffentlicht, aber auch vor Gericht vorgetragen wurde, wird von diesem Gutachter auch nur mit einem Wort angesprochen; stattdessen wird gelogen und vertuscht, so, als hätte all das, was hier veröffentlicht ist, nicht stattgefunden.

Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen!

Dr. med. Rudolf Groß tut so, als hätte nichts von alledem, was auf dieser und den folgenden Seiten dokumentiert und belegt ist, überhaupt stattgefunden.

Seite 34, Gutachten Dr. Groß, eingegangen am Landgericht Detmold am 6.Okt.2012, unten, gipfelt in der Aussage,

..„dass die Behandlung des Mario Hagemeister in der Klinik der Klägerin entsprechend den im Behandlungszeitraum geltenden anerkannten und bewährten ärztlichen Behandlungsregeln erfolgt ist.“

Hier hinterlegt, das sind elementare Behandlungsregeln. Nichts davon wurde hier auch nur ansatzweise umgesetzt. So wird rücksichtslos und schamlos gelogen!

Eine in der Krankenakte eindeutig dokumentierte Aussetzung in hilfloser Situation, ein dadurch erfolgter und vertuschter Missbrauch an einem Schutzbefohlenen, die anschließend erfolgte und widerrechtliche tagelange Fixierung und die zahlreichen massiven bewiesenen Manipulationen der Aktenlage, Urkundenfälschungen, das Nichtbehandeln einer dadurch entstandenen eindeutig und mehrfach dokumentierten Suizidalität, Stimmen Hören und schließlich die wiederholte Aussetzung des Patienten in hilflosen Zustand, und nach dem Tod des Patienten der Anruf der behandelnden Ärztin bei dessen Eltern, um die weitere Behandlung ihres toten Privatpatienten zu besprechen, und die Tatsache, dass die verantwortliche Ärztin sehr oft abwesend ist, entsprechen danach

"anerkannten und bewährten ärztlichen Behandlungsregeln."

Das ist eine durch nichts belegte falsche Behauptung, eine Lüge.

(Hier hinterlegt werden diese Regeln eingehalten - in Rostock wurde nicht einmal die erkannte und dort erst provozierte Suizidalität behandelt.

Nichts von dem, was die Fachliteratur einfordert, Regeln, wurde tatsächlich auch nur ansatzweise umgesetzt.)

Damit behauptet Dr. Groß, ohne seine Behauptung auch nur im Ansatz zu belegen, das Gegenteil von dem, was der abgelehnte aber ehrliche Gutachter, Dr. Sanner, anhand der Aktenlage dokumentiert, für jedermann verständlich dargelegt, und ganz eindeutig, für jedermann nachvollziehbar, bewiesen hat.

Das ist aber auch das Gegenteil von dem, was tatsächlich die gesamte Literatur der Psychiatrie, selbst die für Anfänger aussagt und einfordert - und- hier hinterlegt,

das sind die Behandlungsregeln.

Prof. Dr. med. Volker Faust: „Der Suizid, die Selbsttötung, ist eine durchaus vermeidbare Katastrophe, vorausgesetzt, dass man den Lebensmüden rechtzeitig als solchen erkennt und ihn konsequent einer fachgerechten Behandlung zuführt.“

"Jedem Suizid geht ein missglücktes oder nicht stattgehabtes Gespräch voraus. Denn, so die alte Erkenntnis: Selbstmörder ist man lange, bevor man Selbstmord begeht. Oder noch eindrücklicher:

 

"Selbstmord, das ist die Abwesenheit der anderen.“

 

In diesem Fall ist die verantwortliche Ärztin sehr oft und lange auf Reisen; eine adäquate Vertretung ist nicht organisiert! Niemand kümmert sich!

All das, auch alles, was grundlegende Aussagen der Fachliteratur sind, hat Dr. med. Rudolf Groß gezielt übersehen.

Damit wird aber entweder seine völlige Inkompetenz, seine überhebliche Ignoranz oder die gezielte Absicht, die Wahrheit gezielt und rücksichtslos zu unterdrücken, für jedermann mehr als deutlich.

Stellt man die beiden Gutachten nebeneinander, kann jeder, der lesen kann, sofort erkennen, wer von beiden Gutachtern sich mit der auf dieser und den Folgeseiten veröffentlichten und bei Gericht vorgetragenen Sachlage und den zahlreichen bewiesenen Manipulationen tatsächlich auseinandergesetzt hat, und wer nicht.

Da gibt es keinen Zweifel, jeder erkennt, wer die Wahrheit sagt, entsprechend der gesamten Fachliteratur, und wer die bisherige perfide Tradition des Totschweigens, des Lügens und Vertuschens rücksichtslos und ohne jeden Anstand fortsetzt, ausschließlich völlig haltlose Behauptungen und Falschaussagen von sich gibt und tatsächlich alle relevanten und alle für jedermann klar erkennbare zahlreiche massiven Fehlverhalten komplett und systematisch vertuscht:

Gutachten Dr. Horst Sanner,    Gutachten Dr. med. Rudolf Groß, fachliches und menschliches Versagen

und die Antwort darauf.

Hier, in dieser Antwort, wird das, was im letzten Absatz steht, belegt und bewiesen.

Das Gutachten von Dr. Sanner hat 117 Seiten. Das von Dr. Groß hat knapp 37 Seiten, ist in jeder Hinsicht aufgebläht mit sehr viel Leerraum. Blocksatz, mindestens doppelter Zeilenabstand, großzügige Absätze, der Text ist fast komplett aus der Akte abgeschrieben oder sogar nur mit der Maustaste kopiert, so schafft man knapp 37 Seiten Worthülsen in acht Monaten!

Real sind es aber gerade mal knapp 15 Seiten Text - ohne Beachtung- bei gezielter Vertuschung der tatsächlich relevanten Aspekte, ja, sogar unter gezielter falscher Darstellung der belegten und für jedermann deutlich erkennbaren Tatsachen.

Das weitaus Meiste davon besteht inhaltlich aus nichts anderem als aus 1:1 Kopien aus der eindeutig nachträglich manipulierten Akte, dazwischen stehen einige wenige völlig unlogische Schlüsse und weitere gezielte dümmliche Falschaussagen, konstruiert aus erst nach dem Tod des Patienten erstellten Lügen zum Zweck der Vortäuschung einer Behandlung, die tatsächlich niemals stattgefunden hat.

Mein Sohn wurde zweimal hilflos ausgesetzt und mit einer klar erkannten aber nicht behandelten Suizidalität, im Wahn gefangen, in den Tod geschickt. Nach seinem Tod wurde die Aktenlage gezielt manipuliert, um eine Behandlung vorzutäuschen, die niemals stattgefunden hat.

Daran gibt es keinen begründbaren Zweifel. Die gesamte Aktenlage, die Zeugen, selbst die von den Verantwortlichen unterzeichneten Dokumente beweisen das ganz eindeutig. 

Und diese Wahrheit, diesen Skandal, kann auch kein weiterer unehrlicher DGPPN- Gutachter zerreden.

Niemand, der lesen kann, Anstand hat und ehrlich ist, kann zu einem anderen Ergebnis kommen.

Ausgesetzt in hilfloser Lage

" zerstreut, hilflos, ratlos" - so dokumentiert vom Fachpersonal der Klinik, kurz, Minuten vor der ersten Aussetzung in hilfloser Lage - und so schickt man den schutzbefohlenen Patienten ohne Überprüfung seines Zustands nach zweimonatiger Zwangseinweisung allein aus der Klinik in die Großstadt - mit den katastrophalen Folgen des erlebten Missbrauchs, des Stimmen Hörens und der erst danach erstmals aufgetretenen und nicht behandelten Suizidalität. 

Das war der Anfang vom Ende!

§ 221, Aussetzung in hilfloser Lage, ist wohl konkret kaum deutlicher darstellbar!

"§ 221 Aussetzung 1) Wer einen Menschen

1.

in eine hilflose Lage versetzt oder

2.

in einer hilflosen Lage im Stich läßt, obwohl er ihn in seiner Obhut hat oder ihm sonst beizustehen verpflichtet ist,...."

Dazu kommt, dass nach dem Tod des Patienten nachträglich die Aktenlage gefälscht wurde, um eine Behandlung vorzutäuschen, die nie stattgefunden haben kann!

-Einige Behandlungsfehler sind nicht nur Fehler, sondern kriminelle Taten gegenüber hilflosen Menschen!

Ein sehr bekannter deutscher Psychiater mit international anerkannten Veröffentlichungen schrieb kurz nach Erscheinen dieser Seiten im Netz:

"Ich zweifle nicht an der Berechtigung ihrer Klage."

 

Eine Leserin dieser Seiten schreibt:

"das Bild Marios auch in seiner Not ist in Ordnung so, genauso wie man abgemagerte und gedemütigte Menschen in den KZ gezeigt hat, um das ganze Ausmaß des Grauens zu offenbaren;

das Bild von Mario offenbart das Ausmaß des Grauens....
Marios Vater wird loslassen können, wenn die Schuldigen bestraft sind;

er führt einen Kreuzzug, vielleicht sogar einen Rachefeldzug; aber wenn ich daran denke, dass Mario mein Kind wäre - ich wäre fähig, noch andere Sachen, auch illegale zu tun.... und Mario ist unser aller Kind."

 

Auf mehreren Seiten im Internet weise ich auf diese ungeheuerlichen Missstände, die heute wieder, stillschweigend,  nicht nur von der Justiz in Mecklenburg- Vorpommern toleriert werden, hin. Dort ist es, so scheint es, wieder straffrei, psychisch Kranke aus Kostengründen zu entsorgen.

Hier hinterlegt ein Urteil des Landgerichts in Detmold.

Weitere deutsche Seiten, hier eine von zwei englischen, eine russische und eine arabische Seite.

Hätte ich mich zu Lebzeiten meines Sohnes mehr für ihn eingesetzt, vielleicht hätte ich seinen Tod verhindern können. Mit diesem Selbstvorwurf und den Gräbern meiner Kinder muss ich leben.
"Der Verlust eines Kindes wird als so einschneidend erlebt, dass Eltern meinen, es wäre ein Stück von ihnen gestorben. Es ist ein Schmerz, der niemals aufhört."

Mario: http://www.todinrostock.de/index.1.jpg Marleen, und kurz vor ihrem Tod:

 

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